Fr, 14:43 Uhr
07.02.2014
Keine Kostensenkung zu Lasten der Betreuungsqualität
in den KiTas. Kostensenkung über Qualitäts-Verschlechterung ist zu bekämpfen: frühkindliche Bildung schafft Zukunft, so die Gewerkschaft ver.di in einer Pressemeldung...
Die Standards überprüfen, um die Kostensteigerungen in den Griff zu bekommen – schließlich wollen die Eltern ja nicht immer höhere Gebühren bezahlen: was so harmlos daherkommt, zielt letztlich darauf ab, die in Thüringen mühsam errungenen guten Bedingungen frühkindlicher Bildung zu verschlechtern.
Dagegen wendet sich die Gewerkschaft ver.di ganz entschieden, aus mehreren Gründen.
Senkung oder gar Abschaffung der Kita-Gebühren, kostenfreie frühkindliche Bildung – das klingt gut in den Ohren der Bürgerinnen und Bürger, die auf finanzielle Entlastung hoffen. Andererseits wollen Eltern für ihre Kinder qualitativ hochwertige Kitas mit vielen gut ausgebildeten und engagierten Erzieherinnen. Das muss finanziert werden. Und da ist selbst in Thüringen noch vieles verbesserungsbedürftig.
So muss aus Gewerkschaftssicht die unzureichende Bezahlung vieler Kita-Beschäftigten verbessert werden, und es gilt, künftige Tariferhöhungen zu berücksichtigen. Die Arbeitsbedingungen sind in vielfacher Hinsicht nicht die Besten. Der Betreuungsschlüssel, also die Zahl der Kinder, mit denen eine Erzieherin verantwortlich arbeitet, muss verringert werden. All das kostet Geld, das zurzeit weder Kommunen noch Land ausreichend zur Verfügung stellen, weil ihre Einnahmen nicht ausreichen.
Daher ist aus Gewerkschaftssicht zunächst einmal eine verlässliche und zukunftssichere Finanzierungsgrundlage für die frühkindliche Bildung zu schaffen, die die Bedarfe wirklich abdecken kann. Erst dann ist an die Verringerung bzw. gar Abschaffung der Elternbeiträge zu gehen, die ja immer Reduzierung der Einnahmen bedeuten.
Setzt man aber darauf, die Kosten zu senken, indem man die Qualität herabsetzt, würde gesellschaftlicher Schaden angerichtet, den niemand ernsthaft verantworten kann. Als Gewerkschaft werden wir alles daran setzen, das zu verhindern, so der Landesbezirksleiter der Gewerkschaft ver.di, Thomas Voß.
Autor: khhDie Standards überprüfen, um die Kostensteigerungen in den Griff zu bekommen – schließlich wollen die Eltern ja nicht immer höhere Gebühren bezahlen: was so harmlos daherkommt, zielt letztlich darauf ab, die in Thüringen mühsam errungenen guten Bedingungen frühkindlicher Bildung zu verschlechtern.
Dagegen wendet sich die Gewerkschaft ver.di ganz entschieden, aus mehreren Gründen.
Senkung oder gar Abschaffung der Kita-Gebühren, kostenfreie frühkindliche Bildung – das klingt gut in den Ohren der Bürgerinnen und Bürger, die auf finanzielle Entlastung hoffen. Andererseits wollen Eltern für ihre Kinder qualitativ hochwertige Kitas mit vielen gut ausgebildeten und engagierten Erzieherinnen. Das muss finanziert werden. Und da ist selbst in Thüringen noch vieles verbesserungsbedürftig.
So muss aus Gewerkschaftssicht die unzureichende Bezahlung vieler Kita-Beschäftigten verbessert werden, und es gilt, künftige Tariferhöhungen zu berücksichtigen. Die Arbeitsbedingungen sind in vielfacher Hinsicht nicht die Besten. Der Betreuungsschlüssel, also die Zahl der Kinder, mit denen eine Erzieherin verantwortlich arbeitet, muss verringert werden. All das kostet Geld, das zurzeit weder Kommunen noch Land ausreichend zur Verfügung stellen, weil ihre Einnahmen nicht ausreichen.
Daher ist aus Gewerkschaftssicht zunächst einmal eine verlässliche und zukunftssichere Finanzierungsgrundlage für die frühkindliche Bildung zu schaffen, die die Bedarfe wirklich abdecken kann. Erst dann ist an die Verringerung bzw. gar Abschaffung der Elternbeiträge zu gehen, die ja immer Reduzierung der Einnahmen bedeuten.
Setzt man aber darauf, die Kosten zu senken, indem man die Qualität herabsetzt, würde gesellschaftlicher Schaden angerichtet, den niemand ernsthaft verantworten kann. Als Gewerkschaft werden wir alles daran setzen, das zu verhindern, so der Landesbezirksleiter der Gewerkschaft ver.di, Thomas Voß.