eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Do, 23:01 Uhr
13.02.2014

Über Verkehrsinfrastruktur diskutiert

In Sondershausen gab es heute eine interessante Diskussionsrunde zum Thema Verkehrsinfrastruktur in Sondershausen und Umgebung mit Bekanntem und auch mit neuen Details. Mit dabei Thüringens Staatssekretärin Klaan ...

Über Verkehrsinfrastruktur diskutiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Über Verkehrsinfrastruktur diskutiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Der CDU-Ortsverband Sondershausen, hier Dr. Christine Kietzer,Vorsitzende bei der Begrüßung, hatte zu eine Diskussionsrunde rund um das Thema Verkehrsinfrastruktur in Sondershausen und Umgebung geladen und zahlreiche Interessierte Bürgen nutzten die Chance zur Information. Als Ort hatte man den Bürgersaal der Cruciskirche Sondershausen gewählt.

Unter den Gästen auch Landtagsmitglied Manfred Scherer und Bürgermeister Joachim Kreyer.

Dr. Kietzer wies zu Beginn auf die Verkehrsprobleme der Region hin, wie schnelle Erreichbarkeit der Autobahn (Sundhäuser Berge) und der unfallgefährdeten Bundesstraße 4 hin.

Über Verkehrsinfrastruktur diskutiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Über Verkehrsinfrastruktur diskutiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Als Diskussionspartner standen u.a. Inge Klaan (2. v.l), Staatssekretärin für Bau, Landesentwicklung und Verkehr der Amtsleiter des Straßenbauamtes Nordthüringen, Franz Rohmund (re.), Gabriele Weser von der Deges und Björn Meyer vom Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen GmbH Halle zur Verfügung.

Klaan führte aus:
Standortvorteile in Thüringen sollen ausgebaut werden. Seit der Wende wurden 11 Milliarden für die Verkehrsinfrastruktur ausgegeben, das macht rund 5.000 Euro pro Kopf der Bevölkerung.
Zur weiteren Entwicklung sagte sie, die B4 muss weiter ausgebaut werden, Schwerpunkt der Ausbau der Ortsumgehungen.von Oberspier, Greußen, Straußfurt und Gebesee (Anmeldung im Bundesverkehrswegeplan).

Beim Ausbau der B4 geht man zweigleisig vor. Bei der Anmeldung im Bundesverkehrswegeplan geht man für die Sundhäuser Berge von einem 4-spurigen Ausbau aus. Intern wird aber auch ein 2-spurigen Ausbau (mit zusätzlichen Überholspuren- Bergauf zweispurig) geplant.

Die Zählstelle Neuheide (B4) weist mit 1.675 Schwerlast-LKW pro Tag die stärkste Belastung in Thüringen. Bei den Mautverdrängern geht man zur Zeit von 150 – 250 LKW pro Tag aus (zwischen Straußfurt und A38).

Bei den Landstraßen im Kyffhäuserkreis ist der Schwerpunkt die L1172 Ortsumgehungen Ringleben mit dem Anschluss der Industriegroßfläche Artern. Aber auch beim Schienenverkehr soll es einen Ausbau geben (Heldrungen).

Franz Rohmund stellte einige Ergebnisse aus der jüngst durchgeführten Verkehrskonferenz im Kyffhäuserkreis. Ab 2014 wird die Fahrbahn B4 zwischen Sondershausen und Nordhausen saniert.

Auch die B85 im Kyffhäuser und bei Sachsenburg wird durch Hangsanierung 2014 saniert Kröte dabei: Das erfolgt im Kyffhäuser mit Vollsperrung, was dem Kyffhäuserdenkmal nicht gerade bekommen wird. Weitere Baustellen siehe pdf-Datei Planungen

Zum Thema Sundhäuser Berge ( Sundhäuser Berge ) sagte Rohmund, das man mit den Plänen im Mai nach Berlin gehen will. In den nächsten 3 bis 4 Jahren rechnet man mit Baurecht für die B4.

Bürgermeister Kreyer wies ausdrücklich darauf hin, dass die großen Firmen wie Isoplus, Thermik und WAGO auf den schnellen Anschluss an die Autobahn angewiesen sind. WAGO rechnet voll damit, man richtet schließlich hier sein Zentrallager für Europa ein.

Kreyer wies auch auf den fehlenden straßenbegleitenden Radweg entlang der B4 hin. Hier verstieg sich Rohmund zur Behauptung, dass es keinen zwingenden Radwegebedarf an der B4 gibt.
Klar, bei der Gefährlichkeit der unausgebauten B4 wird sich kein Bedarf für Radfahrer geben. Die Gefährlichkeit spricht sich schnell rum.

Gabriele Weser informierte über die Planung der Ortsumgehungen an der B4. Für die Ortsumgehung Gebesee (westlich) liegt noch nicht viel vor. Ähnlich bei der Ortsumgehung Straußfurt (östlich). Für die Ortsumgehung Greußen liegt die Entwurfsplanung vor (östliche Umfahrung). Für Oberspier soll diese Jahr das Raumordnungsverfahren vorliegen.

Björn Meyer stellte Pläne der Ortsumfahrung Greußen vor, siehe Ortsumfahrungen . Meyer kündigte an, durch diese Maßnahme wird der Ortsverkehr in Greußen deutlich sinken.

In der Diskussion forderte Hartmut Thiele intelligente Ausgleichsmaßnahmen bei den Flächen. Es gehen schließlich hochwertige Flächen, teilweise mit Orchideenbewuchs, verloren. Das darf auch nicht an den Kommunen hängen bleiben. Beifall von den Besuchern.

Manfred Scherer wies darauf hin, dass man dem Bund klarmachen muss, dass man sich hier in einem strukturschwachen Gebiet ist und hier ein Ausbau der B4 notwendig. Ausbau der Bahnstrecke Nordhausen - Erfurt darf nicht auf Kosten der Bevölkerung geben.

Ein Bürger wies auf die hohe Verkehrsbelastung in der Hospitalstraße hin, 800 bis 900 Fahrzeuge stündlich.
Rohmund bestätigte, es ist Teil einer Landesstraße, die zu den höchst belasteten Landesstraßen Thüringens. Für die Hospitalstraße sollen passive Lärmschutzmaßnahmen geprüft werden. Dazu sollen Berechnungen für den Lärm erfolgen.

Über Verkehrsinfrastruktur diskutiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Über Verkehrsinfrastruktur diskutiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Zu Beginn hatte Wolfgang Wytrieckus vom Förderverein Cruciskirche als Gastgeber die Möglichkeit, das Bürgerzentrum vorzustellen.
Über Verkehrsinfrastruktur diskutiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Über Verkehrsinfrastruktur diskutiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)