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Fr, 19:40 Uhr
14.02.2014

Artikel zur Stadtratssitzung

Zum Bericht von kn (Schwere Geburt) zur letzten Stadtratsitzung, in der es auch um die Zukunft der Sondershausen-Information ging, kam jetzt Widerspruch von Stadträtin Sigrid Rößner (Die Linke)...

Herr Herrmann, bei allem Respekt. Aber ich muss Sie auf eine bemerkenswerte Reihe von faktischen Falschaussagen in dem am Freitag (7.2.) bei Kyffhäusernachrichten von Ihnen erschienen Artikel "Schwere Geburt" hinweisen. Ich überlasse es Ihrem Urteilsvermögen, ob es sich dabei einfach um Irrtümer handelt.

Der gravierendste Fehler zieht sich durch den ganzen Artikel. Sie behaupten, die Fraktion der Linken hat den Ernst der Lage um die Touristinformation nicht so recht begriffen. Das Gegenteil ist der Fall. Wir wissen um deren Wichtigkeit. Daher haben wir uns auch ausgiebig in unserer Fraktionssitzung, zu der auch der Hauptamtsleiter der Stadt Sondershausen Herr Schardt geladen war, mit diesen Tagesordnungspunkten der Sondershausen Information befasst.

Ausgehend von den Tatsachen, dass die Stadt Sondershausen in ihrer Kernverwaltung zu viel Personal hat und die Verwaltung neben ihrer eigentlichen Tätigkeit fast zwei Jahre einen Thüringentag vorbereiten konnte, suchten wir nach Alternativen, wie die Stadtverwaltung die Aufgaben einer Touristinformation mit eigenem Personal übernehmen kann. Zumal es auch schon über 20 Jahre eine Stadtmarketingstelle in der Verwaltung gibt! Die Zeit für eine Entscheidung der Übernahme der Sondershausen Information war bzw. ist für uns zu kurz, um Alternativen prüfen zu können.

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In der Fraktionssitzung, wie auch im Stadtrat, haben wir unseren Standpunkt dargelegt. Wir sind davon überzeugt, dass mit der GmbH die beste Lösung gefunden wurde. Nur können wir uns diese bei unserer derzeitigen Haushaltssituation nicht leisten. Waren es im Hauptausschuss (Januar 2014) noch ca. 85.000 €, mit der die neue Stadtmarketing GmbH jährlich bezuschusst werden muss (Gelder dazu werden aus der Gewinnausschüttung der Stadtwerke genommen), so waren es in der Stadtratssitzung (Februar 2014) schon über 150.000 €!

Und hier kommen Ihre weiteren Fehler:
Ihre Kritik zu den Ausführungen von Frank Schmitz, die leider sehr aus dem Zusammenhang dargestellt wurden. Unbestreitbar ist für unsere Stadt ein solides Tourismuskonzept von Nöten. Aber unbezahlbare Schnellschüsse können wir nicht mit verantworten. Mit seinen Bemerkungen machte Frank sehr klar deutlich, dass diese Stadtmarketing GmbH, genau wie vorher beim Thüringentag, keine Gewinne bringt. Es ist eine GmbH, die jedes Jahr finanziell bezuschusst werden muss und keiner sagen kann in welcher Höhe. Ersichtlich und bestätigt wird das schon an der Verdopplung der Zuschüsse in diesem Jahr. Diese Bezuschussung ist bei unserer derzeitigen Haushaltssituation ein nicht kalkulierbares Risiko. Hier werden Gelder in eine GmbH gesteckt und für Vereine ist kein zusätzliches Geld da. Sein Vorschlag, dass Bürgerbüro - welches übrigens fast dieselben Öffnungszeiten wie die Sondershausen Information hat - sowie mein Vorschlag, dass Kulturamt zu involvieren, sollten zur Diskussion gestellt werden, um nach Alternativen zu suchen. Was ist daran falsch?!

Von mir wurde nie der Satz gesagt, "dass bisschen Touristinfo kann das Kulturamt mit machen und man solle sich nur runter an die Alte Wache setzen". Dagegen verwahre ich mich. Meine Ausführungen dazu gingen dahin, dass ich mich im Vorfeld mit den Aufgaben einer Touristinformation vertraut gemacht habe. Mein Fazit war/ist, dass diese Aufgaben (größtenteils Verkauf von Eintrittskarten für Veranstaltungen, Souvenir- und Bücherverkauf, Verteilung von Prospekten, Stadtführungen) von der Stadtverwaltung mit seinem Kulturamt und BgA Veranstaltungen alleine getragen werden kann. Günstig wäre es, wenn dann das Kulturamt in die Alte Wache ziehen würde und so auch wieder für jeden Bürger erreichbar wäre. Hier war übrigens der Vorschlag von Frank Schmitz 1,5 Beschäftigte der Sondershausen Information zu übernehmen.

Da die Zeit von der Bekanntgabe der Pleite des Tourismusverbandes bis zum Beschluss der Übernahme der Sondershausen Information viel zu kurz war, konnten Diskussionen zu Alternativen nicht stattfinden. Von Seiten der Stadt wurden die Ausschüsse übergangen, der Aufsichtsrat der GmbH wurde nicht gefragt und es wurden Zusagen an die Kommunalaufsicht gemacht! Man fühlt sich übergangen und wird das Gefühl nicht los, ständig etwas aufgestülpt zu bekommen! Wahrscheinlich ist es nicht gewollt, dass man sich Gedanken macht ...

Das die Mitarbeiter der Sondershausen Information mit unserer Diskussion nicht glücklich waren, ist uns bewusst. Aber für die Pleite des Tourismusverbandes Kyffhäuser sind wir nicht verantwortlich.

Zu Ihrer Aussage ich hätte mehrfach zurückgerudert. Im Gegenteil. Ich bleibe bei meiner Meinung und Ausführungen. Nur lasse ich mir nicht gerne das Wort im Munde rumdrehen und behalte mir doch vor mich zu rechtfertigen und Stellung zu nehmen.
An sich hätte ich von den Kyffhäusernachrichten erwartet Zusammenhänge aufzudecken, Fakten darzulegen. Mit seriösem Journalismus hat Ihr Artikel aus meiner Sicht nichts zu tun.
Etwas Sarkasmus von mir zu Ihnen.

Sie schrieben: "Vielleicht treffen sich bald Sondershäuser und Frankenhäuser (Mitarbeiter der Touristinformationen - Anmerkung von mir) bei gemeinsamen Messebesuchen. Wenn dann noch ein dritter Partner aus dem Kreis kommt, kann man wenigstens Skat zusammen spielen."
Was soll aus dem Fazit von Herrn Herrmann gezogen werden, dass die Touristinformationen nicht ausgelastet sind, nicht wissen was ihre Aufgaben sind, sie Langeweile haben ...?!

Sigrid Rößner
Fraktionsvorsitzende Die Linke
Autor: khh

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