Di, 15:50 Uhr
18.02.2014
Malen wie die alten Meister
Zum Start des Frühjahrssemesters des Kurses Bildnerisches Gestalten am nächsten Montag in der museumspädagogischen Werkstatt des Panorama Museums Bad Frankenhausen, erreichte kn folgende Meldung...
Am kommenden Montag, 24. Februar 2014 startet nicht nur der Kinderkurs am Nachmittag sondern gegen 18:00 Uhr ebenfalls der Kurs für die Erwachsenen Bildnerisches Gestalten in sein Frühjahrssemester. Im vergangenen Halbjahr hatten die Kursteilnehmer Figuren aus Werner Tübkes Panorama-Gemälde mit Plastiform-Masse modelliert. Angeregt wurden sie dazu durch die Ergebnisse eines ähnlichen Projektes des Kinderkurses. In der Werkstatt, die von beiden Kursen genutzt wird, konnten die Großen die Skulpturen der jungen Künstler immer wieder bewundern und es lockte sie zunehmend, sich ebenfalls an diesem Material auszuprobieren.
Erwartungsgemäß waren auch ihre Neuinterpretationen von Personen des Rundbildes qualitativ sehr unterschiedlich geraten, je nach Temperament, Tagesform und Fingerspitzengefühl für dieses Modelliermaterial. Insgesamt war das aber eine gute Schulung des Sehens und der dreidimensionalen Vorstellungskraft.
Im beginnenden Frühjahrssemester geht es wiederum um eine technologische Erkundung. Es soll die Lasur-Schichten-Malerei vorgestellt und ausprobiert werden und das ganz traditionell, also genauso wie die alten Meister gearbeitet haben. Als erstes wird der Malgrund vorbereitet, d.h. mit Kreide grundiert und verschliffen. Parallel dazu werden Stillleben-Zeichnungen ausgeführt, die als Vorarbeit dienen und stärker hell-dunkel-betont sind. Hier wird bereits mit Feder und stark verdünnter Tusche gearbeitet.
Die gelungenen Zeichnungen werden dann auf den Bildträger übertragen. Mit Eitemperafarbe wird die Grundtonalität der Malerei in der mittleren Imprimitur festgelegt und hier schon zusätzlich Hell-Dunkel-Werte zusätzlich herausgearbeitet. Als nächstes werden mit deckendem Weiß und dabei durchaus den Reliefcharakter der Malerei betonend, die Lichter gesetzt. Und dann erst beginnt der Auftrag der Lasurschichten mit Harzölfarbe, bei dem sich schrittweise dem Endkolorit des Bildes genähert wird.
Das klingt komplizierter als es letztlich ist, macht darüber hinaus auch Spaß und letztlich entdeckt manche(r) KursteilnehmerIn sogar verblüfft, inwieweit die heimische Küche auch Lieferant für die verschiedensten Malhilfsmittel sein kann. Außerdem lässt diese Maltechnik eine Präzision zu, wie sie mit anderen Techniken schwerlich erreicht werden kann.
Welche Materialien benötigt werden, darüber wird in der ersten Veranstaltung informiert. Manches lässt sich auch per Sammelbestellung über den Großhandel kostengünstig beziehen. Mitgebracht werden sollte eine verwerfungssichere Hartfaserplatte (Format minimal 30x40cm, maximal 40x50cm), Federn, Federhalter, Tusche, Zeichenpapier und (nicht zu schöne) Objekte für ein Stillleben. Später dann werden Ölfarben und Haarpinsel benötigt.
Als Referenz für diesen Kurs bietet sich ein Besuch in der noch bis zum 30. März laufenden Sonderausstellung Malereien, Grafiken & Experimente. Aus der Geschichte des Kurses Bildnerisches Gestalten in der Studiogalerie des Panorama Museums an (kann während der Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden). Die Schau zeigt, dass auch künstlerische Laien durchaus sehenswerte Malereien schaffen können. Also nur Mut!
Der Kurs findet stets montags, 14tägig zwischen 18:00 und 19:30 Uhr statt (10 Veranstaltungen je Semester) und kostet 46,- €. Er wendet sich an Laien und Fortgeschrittene und hilft auch angehenden Kunst- oder Gestaltungsstudenten/innen bei der Vorbereitung ihrer Bewerbungsmappen. Anmeldungen über Fred Böhme (Tel.: 034671-61923, E-Mail: fred.boehme@panorama-museum.de).
Foto und Text: Fred Böhme/Archiv Panorama Museum
Autor: khhAm kommenden Montag, 24. Februar 2014 startet nicht nur der Kinderkurs am Nachmittag sondern gegen 18:00 Uhr ebenfalls der Kurs für die Erwachsenen Bildnerisches Gestalten in sein Frühjahrssemester. Im vergangenen Halbjahr hatten die Kursteilnehmer Figuren aus Werner Tübkes Panorama-Gemälde mit Plastiform-Masse modelliert. Angeregt wurden sie dazu durch die Ergebnisse eines ähnlichen Projektes des Kinderkurses. In der Werkstatt, die von beiden Kursen genutzt wird, konnten die Großen die Skulpturen der jungen Künstler immer wieder bewundern und es lockte sie zunehmend, sich ebenfalls an diesem Material auszuprobieren.
Erwartungsgemäß waren auch ihre Neuinterpretationen von Personen des Rundbildes qualitativ sehr unterschiedlich geraten, je nach Temperament, Tagesform und Fingerspitzengefühl für dieses Modelliermaterial. Insgesamt war das aber eine gute Schulung des Sehens und der dreidimensionalen Vorstellungskraft.
Im beginnenden Frühjahrssemester geht es wiederum um eine technologische Erkundung. Es soll die Lasur-Schichten-Malerei vorgestellt und ausprobiert werden und das ganz traditionell, also genauso wie die alten Meister gearbeitet haben. Als erstes wird der Malgrund vorbereitet, d.h. mit Kreide grundiert und verschliffen. Parallel dazu werden Stillleben-Zeichnungen ausgeführt, die als Vorarbeit dienen und stärker hell-dunkel-betont sind. Hier wird bereits mit Feder und stark verdünnter Tusche gearbeitet.
Die gelungenen Zeichnungen werden dann auf den Bildträger übertragen. Mit Eitemperafarbe wird die Grundtonalität der Malerei in der mittleren Imprimitur festgelegt und hier schon zusätzlich Hell-Dunkel-Werte zusätzlich herausgearbeitet. Als nächstes werden mit deckendem Weiß und dabei durchaus den Reliefcharakter der Malerei betonend, die Lichter gesetzt. Und dann erst beginnt der Auftrag der Lasurschichten mit Harzölfarbe, bei dem sich schrittweise dem Endkolorit des Bildes genähert wird.
Das klingt komplizierter als es letztlich ist, macht darüber hinaus auch Spaß und letztlich entdeckt manche(r) KursteilnehmerIn sogar verblüfft, inwieweit die heimische Küche auch Lieferant für die verschiedensten Malhilfsmittel sein kann. Außerdem lässt diese Maltechnik eine Präzision zu, wie sie mit anderen Techniken schwerlich erreicht werden kann.
Welche Materialien benötigt werden, darüber wird in der ersten Veranstaltung informiert. Manches lässt sich auch per Sammelbestellung über den Großhandel kostengünstig beziehen. Mitgebracht werden sollte eine verwerfungssichere Hartfaserplatte (Format minimal 30x40cm, maximal 40x50cm), Federn, Federhalter, Tusche, Zeichenpapier und (nicht zu schöne) Objekte für ein Stillleben. Später dann werden Ölfarben und Haarpinsel benötigt.
Als Referenz für diesen Kurs bietet sich ein Besuch in der noch bis zum 30. März laufenden Sonderausstellung Malereien, Grafiken & Experimente. Aus der Geschichte des Kurses Bildnerisches Gestalten in der Studiogalerie des Panorama Museums an (kann während der Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden). Die Schau zeigt, dass auch künstlerische Laien durchaus sehenswerte Malereien schaffen können. Also nur Mut!
Der Kurs findet stets montags, 14tägig zwischen 18:00 und 19:30 Uhr statt (10 Veranstaltungen je Semester) und kostet 46,- €. Er wendet sich an Laien und Fortgeschrittene und hilft auch angehenden Kunst- oder Gestaltungsstudenten/innen bei der Vorbereitung ihrer Bewerbungsmappen. Anmeldungen über Fred Böhme (Tel.: 034671-61923, E-Mail: fred.boehme@panorama-museum.de).
Foto und Text: Fred Böhme/Archiv Panorama Museum

