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Di, 14:34 Uhr
25.02.2014

Zufrieden mit Krankenhäusern

Zum fünften Mal hat die Techniker Krankenkasse (TK) eine große Patientenbefragung durchgeführt, deren Ergebnisse nun vorliegen. Über 230.000 Krankenhauspatienten haben jeweils 41 Fragen zu fünf Themenbereichen beantwortet. In allen Bundesländern ist die allgemeine Zufriedenheit sehr hoch, in Thüringen liegt der Wert bei 80,2 Prozent (Bund: 79,1)...

Mit Krankenhäusern zufrieden (Foto: TK) Mit Krankenhäusern zufrieden (Foto: TK)

An der Organisation und der Unterbringung im Krankenhaus üben die Patienten deutschlandweit die meiste Kritik. Während hier die Zufriedenheit in Thüringen bei 76,1 Prozent liegt, sind es bundesweit nur 73,3 Prozent.

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Mit dem Behandlungsergebnis sind 76,7 Prozent der Thüringer TK-Patienten zufrieden (Bund: 77,3), mit Information und Kommunikation durch die Ärzte und das Pflegepersonal 77,4 Prozent (Bund: 77,6). Die medizinisch-pflegerische Versorgung stellt 77,1 Prozent zufrieden (Bund: 76,8).

Erste Schritte sind gemacht

"Die Qualität einer Krankenhausbehandlung rückt seit Jahren in den Mittepunkt des öffentlichen Interesses." Guido Dressel, Leiter der TK-Landesvertretung Thüringen, begrüßt, dass die neue Bundesregierung nun sogar ein eigenes Institut zur Messung der Qualität gründen möchte.

Erste Schritte zur Qualitätsdarstellung sind bereits gemacht: Seit 2004 müssen Kliniken regelmäßig Berichte über ihre medizinischen Ergebnisse veröffentlichen. In diesen sogenannten strukturierten Qualitätsberichten sind jedoch für Patienten wichtige Aspekte nicht abgebildet.

Vor allem "weiche" Faktoren, wie die Qualität der Arzt-Patienten-Gespräche oder die Betreuung durch das Pflegepersonal, werden nicht berücksichtigt. Genau diese Lücke schließt die Zufriedenheitsbefragung der TK: Sie stellt die Meinung der Patienten über eine Klinik in wissenschaftlich gesicherter Form dar.

Alle Antworten wurden von der Bundesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung (BQS) ausgewertet. Die Beurteilungen geben zwar nur die individuelle Sicht der Patienten wieder, können aber eine wertvolle Entscheidungshilfe vor allem bei planbaren Krankenhausbehandlungen sein. Zu finden sind die Ergebnisse im TK-Klinikführer unter www.tk.de/klinikfuehrer.

Weil die gesammelten subjektiven Erfahrungen der Patienten alleine aber kein vollständiges Bild der Behandlungsqualität liefern können, sind dort auch die bisher verfügbaren medizinischen Ergebnisse der Kliniken laienverständlich aufbereitet.

Objektive Parameter wie etwa apparative Ausstattung oder Komplikationsraten liefern die jährlich erscheinenden Qualitätsberichte des Institutes für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen (AQUA). Mit dem TK-Klinikführer unterstützt die TK daher auch ein neues Selbstverständnis: Aus dem passiven wird der aktive Patient, der informiert und eigenverantwortlich handelt. Mittlerweile nutzen jährlich 200.000 Personen das Online-Angebot.

"Damit Patienten über ihren Behandlungsort und gegebenenfalls über Therapieoptionen entscheiden können, brauchen wir mehr Transparenz über die Behandlungsqualität in den Kliniken - laienverständlich formuliert und öffentlich im Internet zugänglich. Unsere Patientenbefragung kann dafür nur ein erster wichtiger Schritt sein", so Dressel.

Gute Qualität besser bezahlen

Um die Qualität und damit die Patientensicherheit zu verbessern, müssen aus Sicht der TK drei Schritte umgesetzt werden: Die Behandlungsqualität muss von ärztlichen Fachgesellschaften definiert werden, die Datenerfassung muss einheitlich sein und es müssen Anreize für mehr Qualität geschaffen werden. "Gute Qualität sollte besser bezahlt werden dürfen, schlechte dagegen geringer", schlägt Dressel vor.

Für ihre Patientenbefragung hat die TK 398.000 ihrer Versicherten befragt. Sie alle wurden zwischen Juni 2012 und Juni 2013 für mindestens drei Tage stationär behandelt. Die Rücklaufquote ist beeindruckend, 57,9 Prozent haben geantwortet, in Thüringen sogar 60,5 Prozent.

Für insgesamt 1.024 Krankenhäuser und 2.582 Fachabteilungen liegen die Zufriedenheitswerte der Patienten vor. Pro Haus mussten dafür mindestens 60 Rückmeldungen vorhanden sein. Für die Beurteilung einer Fachabteilung genügten 30.

Auch die Krankenhäuser selbst profitieren von der Befragung, denn sie haben bereits einen ausführlichen Ergebnisbericht erhalten, der ihnen wertvolle Rückmeldungen der Patienten liefert.
Autor: red

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