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Do, 15:17 Uhr
27.02.2014

Februar 2014: Von Winter kaum eine Spur

Die im Dezember und Januar vorherrschenden Wetterlagen änderten sich auch im Februar 2014 nicht: Deutschland befand sich immer wieder an der Südostflanke von Sturmtiefs und im Bereich milder Luft. So ergab sich insgesamt einen zu trockenen, sonnigen und ungewöhnlich milden Februar. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen...


Nachdem bereits Dezember und Januar deutlich zu warm ausgefallen waren, folgte 2014 auch ein erheblich zu milder Februar: Die Durchschnittstemperatur lag in Deutschland mit 4,3 Grad Celsius (°C) um 3,9 Grad höher als das Mittel der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung +3,3 Grad.

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In der seit 1881 bestehenden Messreihe steht der Monat damit an siebter Stelle der wärmsten Februarmonate. Einige Orte, z.B. Essen oder Rheinfelden am Hochrhein, hatten keine einzige Nacht mit Frost. Selbst in den Alpentälern sank das Quecksilber nicht unter -8°C. Im Gegenteil: Föhn ließ die Temperaturen dort vielfach auf Werte um 15 Grad empor schnellen. Bei bis zu 19,4°C und Sonnenschein lockten am 15. in München die Biergärten.

Durch die warme Witterung waren die ersten Blumen bereits verblüht, Wiesen zeigten sich in saftigem Grün und Allergiker litten längst unter dem Flug von Hasel- und Erlenpollen.

Beim Niederschlag markantes West-Ost-Gefälle

Der Februar 2014 verfehlte den Klimawert von 49 Litern pro Quadratmeter (l/m²) recht deutlich. Er erreichte mit rund 34 l/m² nur 70 Prozent des vieljährigen Durchschnitts. Atlantische Tiefausläufer, die immer wieder heranzogen, schwächten sich Richtung Osten erheblich ab oder lösten sich ganz auf. Im Westen führten sie zu häufigen Niederschlägen, die jedoch fast immer kleine Mengen brachten und so nur gebietsweise das Monatssoll erfüllten.

So stehen sich Monatssummen von fast 150 l/m² im Schwarzwald und etwa 2 l/m² in Ostsachsen gegenüber. Schnee spielte im Februar praktisch keine Rolle mehr: Sogar in sonst als schneesicher geltenden Orten, wie Oberstdorf, war dieser bereits Ende des ersten Monatsdrittels verschwunden.

Örtlich sogar neue Rekordwerte

Beim Sonnenschein übertraf der Februar 2014 mit etwa 88 Stunden sein Soll von 73 Stunden um 21 Prozent. Einige Gebiete im Westen, und hier vor allem das Saarland, blieben jedoch deutlich unter dem Klimawert: Örtlich wurden dort mit rund 30 Stunden nur 35 Prozent erreicht. Völlig anders präsentierten sich dagegen die anderen Regionen: Einige Messstellen im Osten kamen auf mehr als 200 Prozent und fast 140 Stunden. Manche Stationen und auch Bundesländer meldeten neue Rekorde.

Für Thüringen notierten die DWD-Experten 4,2°C (-0,4°C), beim Niederschlag mit 24 l/m² nur 53 Prozent des Solls (44 l/m²) und im Mittel 80 Sonnenstunden (69 Stunden). In Klammern stehen jeweils die vieljährigen Mittelwerte der internationelen Referenzperiode
Autor: red

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