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Di, 11:24 Uhr
04.03.2014

Älter, als die Polizei erlaubt?

Man braucht ihn selten, aber dann sollte er in Bestform sein: der Verbandskasten in Auto oder Motorrad. Ein guter Anlass, diesen wieder einmal einer Inspektion zu unterziehen, ist eine seit 1. Januar 2014 gültige neue DIN-Norm: sie schreibt vor, dass Kfz-Verbandskästen in Zukunft mehr Material enthalten müssen...


Ohnehin sollten sie regelmäßig auf Vollständigkeit und Aktualität überprüft werden, denn auch Verbandsmaterialien haben ein Verfallsdatum. Thüringens Apothekerinnen und Apotheker informieren zum Thema.

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hierzulande wissen nicht, wo er sich in ihrem Auto oder Motorrad befindet. „Eine fatale Wissenslücke, denn so vergeudet man im Falle eines Unfalles wertvolle Zeit, bis Verletzte angemessen versorgt werden können“, warnt Apothekerin Andrea Seifert, Pressesprecherin der Region Nordhausen. Wohl dem, der dann auf den kompletten Inhalt in funktionsfähiger Form zugreifen kann: „Sterile Verbandsmaterialien haben ein Verfallsdatum, nach dessen Ablauf die Sterilität nicht mehr gewährleistet ist“, erklärt Seifert.

Auch die Hilfsmittel können altersbedingt unbrauchbar geworden sein: „Altes Heftpflaster klebt oft nicht mehr gut, Binden werden unelastisch, Einmal-Handschuhe reißen, weil sie spröde geworden sind“, so die Apothekerin. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte den Verbandskasten wie die Hausapotheke einmal pro Jahr auf Vollständigkeit und Aktualität kontrollieren - am besten vor Antritt einer längeren Fahrt, etwa einer Urlaubsreise. „Viele denken allenfalls vor der Hauptuntersuchung daran, dabei gehört die Überprüfung des Verbandskastens gar nicht offiziell dazu“, weiß Seifert. Die Polizei fragt bei Verkehrskontrollen hingegen gern mal nach dem Kasten. Weist der dann Lücken auf, droht sogar ein Bußgeld.

Zusätzlich zum bisherigen Inhalt schreibt die neue DIN-Norm 13164:2014-01 seit Anfang des Jahres ein 14-teiliges Set aus zugeschnittenen Heftpflasterstreifen, Fingerstrips und Fingerkuppenverbänden sowie Verbandpäckchen in Kindergröße und Tücher zur Hautreinigung vor. „Der Inhalt wird damit aktuellen notfallmedizinischen Erkenntnissen angepasst“, erläutert Seifert. Natürlich lässt sich der vorhandene Kasten aufstocken, etwa mit einem fertigen Ergänzungs-Set aus der Apotheke.

„Meist ist es aber günstiger, einen komplett neuen Kasten zu erwerben, wie es ihn zum Beispiel auch in Apotheken gibt“, rät die Apothekerin, „so hat man das Problem der abgelaufenen Verfallsdaten gleich mit erledigt“. Jedoch ist ein sofortiges Handeln nicht erforderlich. Der ADAC weist auf seiner Internetseite darauf hin, dass die alten Verbandskästen bis zum Ablauf ihres Verfallsdatums weiter verwendet werden dürfen. „Beim Neuerwerb, egal ob für Auto oder Betrieb, sollte man immer darauf achten, dass die jeweilige DIN-Nummer korrekt aufgedruckt ist. Ein Kauf im Fachhandel stellt zudem sicher, dass alles vorschriftsmäßig enthalten ist“, empfiehlt Seifert.

Bezüglich Form und Design gibt es hingegen keine Vorschriften, einzig der Inhalt zählt. Wem also sein alter Kasten trotz allem lieb und teuer ist, kann – zusätzlich zur Aufstockung – auch einfach regelmäßig verbrauchtes oder abgelaufenes Material erneuern. Das Apothekenpersonal ist bei der Überprüfung des Inhalts gerne behilflich und hält alles bereit, was zur Ergänzung oder als Ersatz notwendig ist – vom Komplett-Set mit allen sterilen Bestandteilen bis zur
Verbandsschere.
Autor: red

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Kommentare
Aus die Maus
04.03.2014, 15:17 Uhr
DIN
Hauptsache man macht Erste Hilfe da Spielt die DIN-Norm keine Rolle.

Und was kommt morgen?
Pe_rle
04.03.2014, 20:19 Uhr
Verbandskasten
irgendwie verstehe ich den Bericht nicht so recht.
Wenn DIN und Verfallsdatum nicht stimmen,kommt das Auto eh nicht durch den TÜV.
Und den neuen Kasten bei Apothekern kaufen,ne da hab ich den woanders schon viel billiger bekommen.
Und das der ADAC dazu auch eine Meinung hat ???
sollten die sich nicht erst mal um Ihre eigenen Verfehlungen kümmern !!!!
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