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Mi, 11:39 Uhr
05.03.2014

Post- und Ansichtskarten

„Herzliche Grüße!“ war das Thema des Treff für Neugierige am 26. Februar 2014 im Liebhabertheater des Schlossmuseum Sondershausen. Dieses Mal ging es um Post- und Ansichtskarten...

Eine zahlreiche Besucherschar folgte den spannenden Ausführungen von Hanna Nagel und Christine Most. Alles, was man zur Geschichte und Entwicklung der Postkarte wissen sollte, wurde in diesem mit vielen anschaulichen Beispielen geschmückten Vortrag berichtet. Wer wusste schon, dass die Vorderseite einer Postkarte mit Adresse, Briefmarke und Stempel nicht zur Beschriftung gestattet war? Aber wohin mit den „Herzlichen Grüßen“, wenn die Rückseite mit einem Bild oder Zeichnung versehen ist? Man schrieb um das Bild herum oder gar darüber. War die Postkartenansicht verdorben?

Einen Ausweg fand man in der Herstellung abwaschbarer Postkarten. Der Grußtext konnte vom Empfänger entfernt werden.

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Wertvolle Zeitdokumente sind die sogenannten Ereignispostkarten. Bedeutende Begebenheiten im Leben einer Stadt wie Sondershausen sind von Photographen als Postkarte herausgegeben worden und kamen unter die Leute. Frau Nagel sprach von ca. 1500 verschiedenen Stadtansichten von Sondershausen auf Postkarten. Private Photographie war nicht alltäglich, wie heute.

Aus diesem Grund gehören Postkarten zu den wichtigsten Quellen historischer Bilddokumente. Originale Postkarten sind unter Sammlern mitunter für einen zweistelligen Eurobetrag zu bekommen. Die nachgewiesen älteste gelaufene Postkarte mit einem Motiv vom Schloss Sondershausen von 1884 konnte aufgrund des enormen Preises nicht für öffentliche Zwecke erworben werden.

„Das Erwerben der Postkarten ist nicht unser eigentliches Anliegen“, beendete Frau Nagel ihre Ausführungen und sie sprach ein dringendes Anliegen der Leiterin des Stadtarchivs, Christine Most, an. Es geht im Bemühen um historische Postkarten in erster Linie um die Sicherung der Bildinformation.

Die historische fotografische Darstellung einer Straße, eines Gebäudes, Ereignisses oder einer Landschaft ist für Museen, Denkmalpflege, Architekten, Heimat- und Geschichtsforschung und natürlich für die Familienforschung von unschätzbarem Wert. Mit der Bitte, eventuell in privaten Besitz befindliche Bilddokumente zwecks einer Kopie dem Stadtarchiv zur Verfügung zu stellen, beendeten die Referentinnen ihre Ausführungen vor einem dankbaren Publikum.
Autor: khh

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