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Mo, 11:32 Uhr
10.03.2014

Natürliche Süße oder ein Süßstoff unter vielen?

Eine grüne Verpackung, die Abbildung eines Blattes und dazu das Wort „Stevia“ – das wirkt wie eine gute Alternative zu Haushaltszucker. Doch was nach Süße aus der Natur klingt, ist nur ein Süßstoff unter vielen...


Zudem enthalten Lebensmittel, die mit „Stevia“ als Zutat beworben werden, vielfach noch weitere Süßmacher wie Zucker oder Zuckeraustauschstoffe. Vorteile gegenüber Lebensmitteln mit anderen Süßstoffen bieten sie nicht. Das ist das Ergebnis eines Marktchecks der Verbraucherzentrale Thüringen.

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Jogurt, Bonbons, Konfitüren, Erfrischungsgetränke - im Handel werden zunehmend Produkte angeboten, die mit „Stevia - Süße“ werben. An anderer Stelle auf der Verpackung wird, zumeist unauffällig, darauf hingewiesen, dass das Produkt nicht etwa die Pflanzenblätter selbst, sondern ein daraus isoliertes Stoffgemisch, die Steviolglykoside, enthält. Diese sind als Süßstoff mit der Nummer E 960 in der Europäischen Union zugelassen und keinesfalls mit der Stevia-Pflanze gleichzusetzen.

Durch die Abbildung eines Blattes auf den überwiegend grün gestalteten Produkten erwecken die Hersteller den Eindruck, dass es sich hierbei, im Gegensatz zu anderen Süßmachern, um Süße aus der Natur handelt. Aus Sicht der Verbraucherzentrale Thüringen ist das eine Irreführung. Denn die Steviolglykoside werden nicht etwa durch Zermahlen der Blätter gewonnen, sondern mit Hilfe von Chemikalien in mehreren Schritten aus diesen isoliert. Es handelt sich somit um einen stark verarbeiteten Zusatzstoff.

Indem das Wort „Stevia“ auf vielen Produkten im Mittelpunkt steht, wird Verbraucherinnen und Verbrauchern vorgetäuscht, die Süße des Produktes stamme ausschließlich aus den eingesetzten Steviolglykosiden. Diese sind bis zu 300mal süßer als Haushaltszucker, weshalb bereits kleine Mengen zum Süßen ausreichen.

„Zugesetzter Zucker verleiht vielen festen Lebensmitteln neben der Süße auch Fülle und Masse. Wird dieser ganz oder teilweise durch Steviolglykoside ersetzt, ergeben sich daraus Probleme mit dem Volumen. Daher enthalten viele Produkte nachwievor Zucker oder Zuckeraustauschstoffe wie Maltitsirup, Isomalt und Sorbitsirup. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten deshalb genau auf die Zutatenliste schauen“, rät Vera Schrodi, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Thüringen.

Der Verzehr von Lebensmitteln, die mit „Stevia“ werben, bietet somit keinen erkennbaren Vorteil gegenüber denen mit anderen kalorienfreien, nicht Karies verursachenden Süßstoffen. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten sich von einer Aufmachung, die Natürlichkeit betont, nicht täuschen lassen. Generell empfiehlt es sich, den Verzehr von Haushaltszucker und anderen Süßmachern gering zu halten. Süßstoffe erhöhen vor allem bei Kindern durch ihre hohe Süßkraft die Geschmacksschwelle für süß, was das Verlangen nach Süßem zusätzlich fördern kann.

Weitere Informationen zu Steviolglykosiden, sowie Beispiele zu Werbeaussagen und Hinweise zur Anwendung im Haushalt enthält das aktuelle Faltblatt „Stevia-Süße in Lebensmitteln - Natürliche Süße oder ein Süßstoff unter vielen?“.
Autor: red

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Kommentare
Aus die Maus
10.03.2014, 13:09 Uhr
Diabetiker
Und die Diabetiker haben das Nachsehen.
Wolfi65
10.03.2014, 14:32 Uhr
Kein Wunder
Dass die Menschen von immer mehr Zusätzen und Inhaltsstoffen krank werden. Beim durchlesen der Zusätze kann es einem ja Übel werden. Spätestens beim nachfolgenden Einnehmen einer Verdauungstablette kommt der Mageninhalt in eine kritische Masse und es kommt zur Kernspaltung.
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