Di, 12:18 Uhr
11.03.2014
Weniger Insolvenzverfahren
Die Thüringer Amtsgerichte entschieden im Jahr 2013 über 3 142 Insolvenzverfahren. Davon entfielen 14,1 Prozent auf Unternehmen und 85,9 Prozent auf übrige Schuldner wie natürliche Personen als Gesellschafter und ähnliche, ehemals selbständig Tätige, private Verbraucher und Nachlässe...
Grafik (Foto: TLS)
Damit ging nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik die Gesamtzahl der Insolvenzverfahren im Vergleich mit dem Jahr zuvor um 597 Anträge bzw. 16,0 Prozent zurück. Weniger Insolven-zen hatte es - seit Einführung der neuen Insolvenzordnung im Jahr 2001 - zuletzt im Jahr 2003 gegeben (2 970 Anträge).
2 904 Verfahren bzw. 92,4 Prozent aller Insolvenzanträge wurden eröffnet. 216 Verfahren bzw. 6,9 Prozent wurden mangels Masse abgewiesen und 22 Verfahren endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes.
Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf insgesamt rund 467 Millionen Euro. Pro Verfahren standen Forderungen von durchschnittlich 149.000 Euro aus. Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen ging im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2012 um 76 bzw. 14,7 Prozent auf 442 Unternehmen zurück. Im Zeitraum von 2002 bis 2013 ist es der niedrigste Wert.
Diese insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 3 082 Arbeitnehmer.
Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 90 Verfahren nach wie vor im Baugewerbe, gefolgt vom Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit 80 Verfahren. Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen ging im Baugewerbe um 24 und im Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen um 11 Anträge zurück.
Im Verarbeitenden Gewerbe gab es einen Rückgang um 13 Anträge auf 58 insolvente Unternehmen. In den Dienstleis-tungsbereichen verlief die Entwicklung des Insolvenzgeschehens sehr unterschiedlich. Nach Rechtsformen betrachtet mussten im Jahr 2013 am häufigsten Gesellschaften mit beschränkter Haftung (247) sowie Einzelunternehmen, Freie Berufe und Kleingewerbe (136) Insolvenz anmelden.
Bei den übrigen Schuldnern wurden 2 700 Verfahren gemeldet. Das entsprach einem Rückgang um 521 Verfahren bzw. 16,2 Prozent im Vergleich zum Jahr 2012. Weniger Insolvenzen hatte es zuletzt im Jahr 2004 gegeben (2 191 Verfahren).
Von 1 984 privaten Verbrauchern wurde im Jahr 2013 das Insolvenzrecht in Anspruch genommen. Das waren 463 Verfahren bzw. 18,9 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Weitere 659 Verfahren betrafen ehemals selbständig Tätige, die die erneute Aufnahme eines früheren Insolvenzverfahrens beantragten. Im Jahr 2012 waren es 700 Verfahren.
Mit 172 Insolvenzfällen je 100 000 Einwohner wurde in den kreisfreien Städten des Freistaates öfter der Gang zum Insolvenzgericht angetreten als in den Landkreisen (134 Insolvenzfälle je 100 000 Einwohner). Die meisten Insolvenzfälle je 100 000 Einwohner wurden in den kreisfreien Städten Gera (225), Suhl (218) und Erfurt (184) registriert und die wenigsten Fälle im Saale-Holzland-Kreis (87), im Land-kreis Saalfeld-Rudolstadt (100) sowie in der kreisfreien Stadt Jena (107) festgestellt.
Autor: red
Grafik (Foto: TLS)
Damit ging nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik die Gesamtzahl der Insolvenzverfahren im Vergleich mit dem Jahr zuvor um 597 Anträge bzw. 16,0 Prozent zurück. Weniger Insolven-zen hatte es - seit Einführung der neuen Insolvenzordnung im Jahr 2001 - zuletzt im Jahr 2003 gegeben (2 970 Anträge).
2 904 Verfahren bzw. 92,4 Prozent aller Insolvenzanträge wurden eröffnet. 216 Verfahren bzw. 6,9 Prozent wurden mangels Masse abgewiesen und 22 Verfahren endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes.
Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf insgesamt rund 467 Millionen Euro. Pro Verfahren standen Forderungen von durchschnittlich 149.000 Euro aus. Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen ging im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2012 um 76 bzw. 14,7 Prozent auf 442 Unternehmen zurück. Im Zeitraum von 2002 bis 2013 ist es der niedrigste Wert.
Diese insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 3 082 Arbeitnehmer.
Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 90 Verfahren nach wie vor im Baugewerbe, gefolgt vom Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit 80 Verfahren. Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen ging im Baugewerbe um 24 und im Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen um 11 Anträge zurück.
Im Verarbeitenden Gewerbe gab es einen Rückgang um 13 Anträge auf 58 insolvente Unternehmen. In den Dienstleis-tungsbereichen verlief die Entwicklung des Insolvenzgeschehens sehr unterschiedlich. Nach Rechtsformen betrachtet mussten im Jahr 2013 am häufigsten Gesellschaften mit beschränkter Haftung (247) sowie Einzelunternehmen, Freie Berufe und Kleingewerbe (136) Insolvenz anmelden.
Bei den übrigen Schuldnern wurden 2 700 Verfahren gemeldet. Das entsprach einem Rückgang um 521 Verfahren bzw. 16,2 Prozent im Vergleich zum Jahr 2012. Weniger Insolvenzen hatte es zuletzt im Jahr 2004 gegeben (2 191 Verfahren).
Von 1 984 privaten Verbrauchern wurde im Jahr 2013 das Insolvenzrecht in Anspruch genommen. Das waren 463 Verfahren bzw. 18,9 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Weitere 659 Verfahren betrafen ehemals selbständig Tätige, die die erneute Aufnahme eines früheren Insolvenzverfahrens beantragten. Im Jahr 2012 waren es 700 Verfahren.
Mit 172 Insolvenzfällen je 100 000 Einwohner wurde in den kreisfreien Städten des Freistaates öfter der Gang zum Insolvenzgericht angetreten als in den Landkreisen (134 Insolvenzfälle je 100 000 Einwohner). Die meisten Insolvenzfälle je 100 000 Einwohner wurden in den kreisfreien Städten Gera (225), Suhl (218) und Erfurt (184) registriert und die wenigsten Fälle im Saale-Holzland-Kreis (87), im Land-kreis Saalfeld-Rudolstadt (100) sowie in der kreisfreien Stadt Jena (107) festgestellt.
