So, 08:48 Uhr
16.03.2014
Forum: Zum Schiefen
"Verwunderung auf allen Seiten"): Zu dieser Stellungnahme der CDU Bad Frankenhausen, kn berichtete, gibt es einen Leserbrief....
Mit Interesse habe ich den Artikel von Herrn Kobrow, dem stellvertretenden Ortsvorsitzen-den der CDU Bad Frankenhausen gelesen.
Im ersten Augenblick war ich ein wenig verwirrt, wie in diesem die abgelehnte Kreditaufnahme der Stadt für die angestrebten Bauprojekte (Gymnasium und Solarpark) im Zusammenhang mit der Insolvenz des Tourismusverbandes Kyffhäuser und der Kündigung des kürzlich eingestellten Vertriebsassistenten (der Mitarbeiter hat wohlgemerkt selbst gekündigt) genannt werden. Sollte es denn wirklich so sein, das unser Bürgermeister für all diese Dinge persönlich zeichnet? Ich bezweifle dies. Ach ja, da spukt mir ebenfalls ein Gedanke durch den Kopf, statt Fremdschämen könnte auch Schadenfreude gemeint sein, denn es ist ja Wahlkampf. Als Kommunalpolitiker darf man natürlich nicht vergessen, das diese Projekte nicht unserem Bürgermeister persönlich dienen sollen, sondern der gesamten Stadt.
Erstaunt hat mich zudem die Aussage, das unser Bürgermeister ständig mit den Gedanken spielt, neues Geld das die Stadt bekommen kann, nur in den Schiefen Turm stecken zu wollen. Jedem der mit offenen Augen durch unsere Stadt geht, sollten doch die vielen Bau- und Investitionstätigkeiten seitens der Stadt auffallen. Einzig wo nicht gebaut wird - ist an der vom Abriss bedrohten Oberkirche.
Die Äußerungen unseres Bürgermeisters in der Presse verwundern mich indes nicht. Alle Auflagen wurden erfüllt und alle Vorraussetzungen für eine Förderung sind gegeben, und dennoch bekommt er ständig neue Gründe für eine Förderabsage genannt. Dabei ist es doch so einfach. Nach Aussage von Herrn Carius (unser CDU-Minister für Bau etc.) auf dem Kreisparteitag der CDU Kyffhäuser, ist der wahre Grund (Zitat):
Wir investieren nicht in schiefe Türme, nur um einen Bürgermeister ein Denkmal zu setzen.”
Also da pflichte ich Herrn Caruis bei, unserem Bürgermeister ein Denkmal zu setzen und dies schon zu Lebzeiten, halte ich ebenfalls für übertrieben. Die Aussage von Herrn Carius impliziert indes nicht nur, das er mit der Beharrlichkeit unseres Bürgermeisters bezüglich des Schiefen Turmes, diesen für die Stadt und die Region bedeutenden Tourismusprojekts, nicht gut umgehen kann, sondern er reduziert auch alle Vorplanungsarbeiten sowie das Engagement aller Sponsoren, Förderer, Freunde und nicht zuletzt aller ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder auf Null. Dies von einem verdienten Minister, der für die CDU - angeblich der kommunalen bürgernahen Kraft” in Thüringen spricht.
Weiterhin sagte Herr Carius, das Frankenhausen diesbezüglich nicht mit Geld aus der Landeshauptstadt rechnen kann. Erstaunlich, es scheint tatsächlich so zu sein, das nur in unserer Landeshauptstadt Steuern und Abgaben gezahlt werden und deshalb auch nur für Projekte vergeben werden, die in den Augen eines kleinen erhabenen Personenkreises für würdig erachtet werden. Sollte der Mitarbeiter im Bauministerium ähnliche Äußerungen getätigt haben, kann man die gewählten Formulierungen unseres Bürgermeisters sehr wohl verstehen. Sie als schlecht kontrollierbaren Übereifer zu titulieren, finde ich in diesem Rahmen doch etwas weit hergeholt. Parteipolemik auf kommunaler Ebene sollte jetzt vermieden werden um die Interessen unserer Stadt zu wahren - auch wenn es schwer fällt, da ja Wahlen anstehen!
Sven Jahn
Autor: khhMit Interesse habe ich den Artikel von Herrn Kobrow, dem stellvertretenden Ortsvorsitzen-den der CDU Bad Frankenhausen gelesen.
Im ersten Augenblick war ich ein wenig verwirrt, wie in diesem die abgelehnte Kreditaufnahme der Stadt für die angestrebten Bauprojekte (Gymnasium und Solarpark) im Zusammenhang mit der Insolvenz des Tourismusverbandes Kyffhäuser und der Kündigung des kürzlich eingestellten Vertriebsassistenten (der Mitarbeiter hat wohlgemerkt selbst gekündigt) genannt werden. Sollte es denn wirklich so sein, das unser Bürgermeister für all diese Dinge persönlich zeichnet? Ich bezweifle dies. Ach ja, da spukt mir ebenfalls ein Gedanke durch den Kopf, statt Fremdschämen könnte auch Schadenfreude gemeint sein, denn es ist ja Wahlkampf. Als Kommunalpolitiker darf man natürlich nicht vergessen, das diese Projekte nicht unserem Bürgermeister persönlich dienen sollen, sondern der gesamten Stadt.
Erstaunt hat mich zudem die Aussage, das unser Bürgermeister ständig mit den Gedanken spielt, neues Geld das die Stadt bekommen kann, nur in den Schiefen Turm stecken zu wollen. Jedem der mit offenen Augen durch unsere Stadt geht, sollten doch die vielen Bau- und Investitionstätigkeiten seitens der Stadt auffallen. Einzig wo nicht gebaut wird - ist an der vom Abriss bedrohten Oberkirche.
Die Äußerungen unseres Bürgermeisters in der Presse verwundern mich indes nicht. Alle Auflagen wurden erfüllt und alle Vorraussetzungen für eine Förderung sind gegeben, und dennoch bekommt er ständig neue Gründe für eine Förderabsage genannt. Dabei ist es doch so einfach. Nach Aussage von Herrn Carius (unser CDU-Minister für Bau etc.) auf dem Kreisparteitag der CDU Kyffhäuser, ist der wahre Grund (Zitat):
Wir investieren nicht in schiefe Türme, nur um einen Bürgermeister ein Denkmal zu setzen.”
Also da pflichte ich Herrn Caruis bei, unserem Bürgermeister ein Denkmal zu setzen und dies schon zu Lebzeiten, halte ich ebenfalls für übertrieben. Die Aussage von Herrn Carius impliziert indes nicht nur, das er mit der Beharrlichkeit unseres Bürgermeisters bezüglich des Schiefen Turmes, diesen für die Stadt und die Region bedeutenden Tourismusprojekts, nicht gut umgehen kann, sondern er reduziert auch alle Vorplanungsarbeiten sowie das Engagement aller Sponsoren, Förderer, Freunde und nicht zuletzt aller ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder auf Null. Dies von einem verdienten Minister, der für die CDU - angeblich der kommunalen bürgernahen Kraft” in Thüringen spricht.
Weiterhin sagte Herr Carius, das Frankenhausen diesbezüglich nicht mit Geld aus der Landeshauptstadt rechnen kann. Erstaunlich, es scheint tatsächlich so zu sein, das nur in unserer Landeshauptstadt Steuern und Abgaben gezahlt werden und deshalb auch nur für Projekte vergeben werden, die in den Augen eines kleinen erhabenen Personenkreises für würdig erachtet werden. Sollte der Mitarbeiter im Bauministerium ähnliche Äußerungen getätigt haben, kann man die gewählten Formulierungen unseres Bürgermeisters sehr wohl verstehen. Sie als schlecht kontrollierbaren Übereifer zu titulieren, finde ich in diesem Rahmen doch etwas weit hergeholt. Parteipolemik auf kommunaler Ebene sollte jetzt vermieden werden um die Interessen unserer Stadt zu wahren - auch wenn es schwer fällt, da ja Wahlen anstehen!
Sven Jahn
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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