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Mi, 11:10 Uhr
19.03.2014

Warnung für künftigen Lasten

Die derzeitige Niedrigzinsphase bereitet der Wirtschaft mit Blick auf die betriebliche Altersvorsorge zunehmende Probleme. So entsteht nach Berechnungen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) allein bei den Pensionsrückstellungen im Mittelstand eine Deckungslücke von rund 4,1 Milliarden Euro...


„Die Zinsen am Kapitalmarkt haben aktuell einen historischen Tiefstand erreicht. Kredite für Unternehmen sind billiger, allerdings teuer erkauft. Während sich Kreditnehmer freuen, stöhnen Kapitalanleger über die niedrigen Erträge“, erklärt Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt.

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Die gegenwärtigen Tages- oder Festgeldanlagemöglichkeiten von 1 bis 1,5 Prozent könnten bei einer Inflationsrate im Jahr 2013 von rund 1,5 Prozent kaum einen Ausgleich bieten.

Etwa 24 Milliarden Euro an privatwirtschaftlichen Pensionsverpflichtungen lägen bei den kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland. Entsprechendes Kapital aufzubauen, falle in der aktuellen Zeit des billigen Geldes schwer. „Je niedriger die am Markt erreichbare Verzinsung ist, desto mehr Mittel aus dem laufenden Geschäft benötigen die Betriebe, um ihre Pensionszusagen zu finanzieren. Somit verringern sich zunehmend auch die Investitionsmöglichkeiten des Mittelstandes“, warnt Grusser.

Zudem wirkten sich die Pensionsrückstellungen durch das niedrige Zinsniveau auf die Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung der Firmen aus. Dadurch entstünden zusätzliche Belastungen, denn verschlechterte Kennzahlen im Jahresabschluss führten oft auch zu schlechteren Finanzierungskonditionen.

Auch die Lebensversicherer drängen auf eine Erhöhung der Leitzinsen, um mit den Kapitalanlagen die garantierten Überschussbeteiligungen ihrer Kunden zu sichern. „Die Kosten der Niedrigzinspolitik tragen somit auch die Altersvorsorgesparer, da die Rendite sinkt“, so der IHK-Chef.
Autor: red

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