Mi, 14:12 Uhr
26.03.2014
"Daseinsvorsorge im ländlichen Raum"
Staatssekretärin Klaan eröffnet 2. Dialogforum im Schloss Sondershausen. Neben der Tagung sind am morgigen Tag auch Exkursionen im Kyffhäuserkreis geplant. Im Vorfeld dazu gab es folgende Meldung...
Zukunft für Thüringen bauen" ist gerade in Zeiten des demografischen Wandels eine besondere Herausforderung. Wir müssen unsere Infrastrukturen zukunftsfest weiter entwickeln. Je sicherer sie gegenüber den demografischen Veränderungen sind, umso stabiler wird die künftige Entwicklung unseres Landes sein, sagte Staatssekretärin Inge Klaan heute (Mittwoch) in Erfurt im Vorfeld der EURUFU-Abschlusskonferenz in Sondershausen. Im Rahmen von EURUFU (European Rural Futures) haben elf Partner aus sieben europäischen Ländern seit Mai 2011 EU-Projekte zum Thema demografischer Wandel im ländlichen Raum entwickelt.
Die Angebote der Daseinsvorsorge im demografischen Wandel zu sichern, ist notwendig, um die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse im ganzen Land zu erhalten, so Klaan weiter. Die Landesregierung wird kein Dorf abschreiben und auch in den kommenden Jahren wird es in allen Landesteilen Strom, Wasser, Straßen und Telekommunikation geben. Dafür brauchen wir aber neue und innovative Konzepte. Deshalb hat Thüringen ein internationales Netzwerk geschaffen. Nur so können wir alle von den innovativen Lösungen vor Ort gemeinsam profitieren.
Die an EURUFU beteiligten Regionen aus Österreich, Ungarn, Tschechien, Polen, Italien und Slowenien entwickelten gemeinsam mit Thüringen praktische Ansätze zur Gestaltung des demografischen Wandels in ländlichen Regionen. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Sicherung öffentlicher Versorgungs- und Infrastrukturangebote. Die Partner haben dazu in den Bereichen medizinische und soziale Versorgung, Bildung, lokale Wirtschaft, Beschäftigungsmöglichkeiten und Mobilität jeweils Pilotaktionen durchgeführt. Ziel war es, anhand der Pilotaktionen Lösungsansätze zu entwickeln, um sie anschließend für eine Übertragung in anderen Regionen vorzubereiten. Das notwendige Finanzvolumen für alle Projekte betrug gut zwei Millionen Euro, die zu rund 80 Prozent von der EU gefördert wurden.
Im Rahmen von EURUFU wurde so in Asti in Norditalien ein leerstehendes öffentliches Gebäude im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus umgestaltet, um Älteren, Jugendlichen und Menschen mit besonderen sozialen Bedürfnissen mehr Wohnautonomie zu ermöglichen. Begleitend wurde ein Kooperationsnetzwerk zwischen Unternehmen, Sozialverbänden und Ämtern geknüpft. So konnten beispielsweise durch die Einrichtung eines Bio-Shops zugleich Arbeitsplätze in der biologischen Landwirtschaft geschaffen werden.
In Thüringen wurde die Ausbildung von Arzthelferinnen aus acht Arztpraxen zur Unterstützung von Hausärzten im Kyffhäuserkreis übernommen (Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis - VERAH®). Knapp 800 zusätzliche Hausbesuche pro Jahr könnten dadurch künftig allein im Kyffhäuserkreis stattfinden. Das hat die Evaluierung des erfolgreichen Projekts zum Jahreswechsel ergeben. Mittlerweile startete Anfang 2014 ein zweiter VERAH-Kurs im Landkreis Greiz mit Teilnehmern aus 14 Arztpraxen, der am letzten Wochenende ebenfalls erfolgreich zu Ende ging.
Im Rahmen der EURUFU-Abschlusskonferenz fand auch das 2. Dialogforum ‚Daseinsvorsorge im ländliche Raum‘ statt. Bürgermeister, Landräte, Mitarbeiter der Kommunalverwaltungen und Vertreter von Vereinen, Verbänden und Interessengemeinschaften trafen sich im Schloss Sondershausen und tauschten sich mit den Vertretern anderer europäischer Länder aus. Diese Konferenzreihe ist zentraler Bestandteil des Demografischen Themenjahres ‚Bauen für die Zukunft‘ im Jahr 2014 und beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Aspekten des Bauens und Gestaltens der Zukunft und des demografischen Wandels. Die Konferenzreihe wurde am 24. Februar durch Minister Carius in Suhl eröffnet und endet zum Jahresende mit der 4. Thüringer Demografiekonferenz.
Autor: khhZukunft für Thüringen bauen" ist gerade in Zeiten des demografischen Wandels eine besondere Herausforderung. Wir müssen unsere Infrastrukturen zukunftsfest weiter entwickeln. Je sicherer sie gegenüber den demografischen Veränderungen sind, umso stabiler wird die künftige Entwicklung unseres Landes sein, sagte Staatssekretärin Inge Klaan heute (Mittwoch) in Erfurt im Vorfeld der EURUFU-Abschlusskonferenz in Sondershausen. Im Rahmen von EURUFU (European Rural Futures) haben elf Partner aus sieben europäischen Ländern seit Mai 2011 EU-Projekte zum Thema demografischer Wandel im ländlichen Raum entwickelt.
Die Angebote der Daseinsvorsorge im demografischen Wandel zu sichern, ist notwendig, um die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse im ganzen Land zu erhalten, so Klaan weiter. Die Landesregierung wird kein Dorf abschreiben und auch in den kommenden Jahren wird es in allen Landesteilen Strom, Wasser, Straßen und Telekommunikation geben. Dafür brauchen wir aber neue und innovative Konzepte. Deshalb hat Thüringen ein internationales Netzwerk geschaffen. Nur so können wir alle von den innovativen Lösungen vor Ort gemeinsam profitieren.
Die an EURUFU beteiligten Regionen aus Österreich, Ungarn, Tschechien, Polen, Italien und Slowenien entwickelten gemeinsam mit Thüringen praktische Ansätze zur Gestaltung des demografischen Wandels in ländlichen Regionen. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Sicherung öffentlicher Versorgungs- und Infrastrukturangebote. Die Partner haben dazu in den Bereichen medizinische und soziale Versorgung, Bildung, lokale Wirtschaft, Beschäftigungsmöglichkeiten und Mobilität jeweils Pilotaktionen durchgeführt. Ziel war es, anhand der Pilotaktionen Lösungsansätze zu entwickeln, um sie anschließend für eine Übertragung in anderen Regionen vorzubereiten. Das notwendige Finanzvolumen für alle Projekte betrug gut zwei Millionen Euro, die zu rund 80 Prozent von der EU gefördert wurden.
Im Rahmen von EURUFU wurde so in Asti in Norditalien ein leerstehendes öffentliches Gebäude im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus umgestaltet, um Älteren, Jugendlichen und Menschen mit besonderen sozialen Bedürfnissen mehr Wohnautonomie zu ermöglichen. Begleitend wurde ein Kooperationsnetzwerk zwischen Unternehmen, Sozialverbänden und Ämtern geknüpft. So konnten beispielsweise durch die Einrichtung eines Bio-Shops zugleich Arbeitsplätze in der biologischen Landwirtschaft geschaffen werden.
In Thüringen wurde die Ausbildung von Arzthelferinnen aus acht Arztpraxen zur Unterstützung von Hausärzten im Kyffhäuserkreis übernommen (Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis - VERAH®). Knapp 800 zusätzliche Hausbesuche pro Jahr könnten dadurch künftig allein im Kyffhäuserkreis stattfinden. Das hat die Evaluierung des erfolgreichen Projekts zum Jahreswechsel ergeben. Mittlerweile startete Anfang 2014 ein zweiter VERAH-Kurs im Landkreis Greiz mit Teilnehmern aus 14 Arztpraxen, der am letzten Wochenende ebenfalls erfolgreich zu Ende ging.
Im Rahmen der EURUFU-Abschlusskonferenz fand auch das 2. Dialogforum ‚Daseinsvorsorge im ländliche Raum‘ statt. Bürgermeister, Landräte, Mitarbeiter der Kommunalverwaltungen und Vertreter von Vereinen, Verbänden und Interessengemeinschaften trafen sich im Schloss Sondershausen und tauschten sich mit den Vertretern anderer europäischer Länder aus. Diese Konferenzreihe ist zentraler Bestandteil des Demografischen Themenjahres ‚Bauen für die Zukunft‘ im Jahr 2014 und beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Aspekten des Bauens und Gestaltens der Zukunft und des demografischen Wandels. Die Konferenzreihe wurde am 24. Februar durch Minister Carius in Suhl eröffnet und endet zum Jahresende mit der 4. Thüringer Demografiekonferenz.