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Mo, 09:32 Uhr
31.03.2014

Fachkräftebedarf macht erfinderisch

Speed Dating für Auszubildende in Sondershausen. Dazu ein Meldung von Starthilfe e.V. Sondershausen...

Die Erkenntnis, dass qualifizierte Arbeitskräfte von zentraler Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, insbesondere in der Sozialwirtschaft sind, ist nicht neu. Der Fachkräftebedarf der gesamten Thüringer Sozial- und Gesundheitswirtschaft beläuft sich nach eigenen Untersuchungen bis 2015 auf rund 22.300 Fachkräfte und bis 2020 insgesamt auf 43.500 Fachkräfte. Vor allem junge Menschen will man zukünftig verstärkt für soziale Berufe begeistern. Allerdings brauche es hierfür andere Wege. „Soziale Berufe lassen sich jungen Menschen nicht durch Broschüren vermitteln“, ist Katrin Marie Merten, Ausbildungsbegleiterin für die Sozialwirtschaft beim PARITÄTISCHEN Thüringen, überzeugt. Laut Merten sind Geschichten aus dem Arbeitsalltag und eigene Erlebnisse zum Beispiel mit alten Menschen die beste Werbung für soziale Berufe. Das Projekt „Ausbildungsbegleitung für die Sozialwirtschaft“ beim PARITÄTISCHEN Landesverband Thüringen setzt dabei auf ungewöhnliche Formate. Das „Azubi-Speed-Dating“, welches im Kreis Sondershausen Kyffhäuserkreis für andere Branchen bereits mit Erfolg erprobt wurde, gibt es am 3. April erstmals für soziale Berufe. In Kooperation mit dem Projekt „Lernen vor Ort“ im Kyffhäuserkreis will man junge Menschen für soziale Berufe begeistern und als Auszubildende gewinnen.


Am 3. April 2014 haben Jugendliche in der Aula des Sondershäuser Berufsschulzentrums in der Puschkinpromenade 22 die Gelegenheit, verschiedene soziale Berufe kennenzulernen. In zwei Runden, von 13 bis 14 Uhr und von 14:30 bis 15:30 Uhr, stellen sich unter anderem der Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V. Sondershausen, die Starthilfe Sondershausen, das JugendSozialwerk Nordhausen, die Lebenshilfe Leinefelde-Worbis, der AWO Seniorenpark Schlotheim und weitere Unternehmen vor. Im Vordergrund stehen insbesondere die Berufe Erzieher, Altenpfleger, Heilerziehungspfleger, Physiotherapeut oder Logopäde.


Um zukünftig mehr Fachkräfte für die Sozialwirtschaft zu gewinnen, hat der Paritätische Thüringen das aus Mitteln des Europäischen Sozialfond geförderte Projekt „Ausbildungsbegleitung für die Sozialwirtschaft“ aufgelegt. Mit vorerst zwei Mitarbeitenden sollen Vereine und Unternehmen der Sozialwirtschaft in Thüringen bei der Suche nach Fachkräften und bei der Nachwuchsgewinnung unterstützt werden. Die Deckung des künftigen Fachkräftebedarfs der Thüringer Gesundheits- und Sozialwirtschaft sei angesichts der demografischen Entwicklung eine zentrale Aufgabe der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik, heißt es beim Verband. Vor allem in der Altenpflege werden die zukünftigen Bedarfe am Größten ausfallen. Aus Sicht des Wohlfahrtsverbandes drohe der Jobmotor Sozial- und Gesundheitswirtschaft durch Fachkräftemangel ausgebremst zu werden. Laut Fachkräftestudie des Verbandes sind schon jetzt sind über 30 Prozent des Personals über 56 Jahre. Zwei Drittel des Personals sind über 40 Jahre alt. „Es ist wichtig, vor allem junge Menschen für diese Jobs zu begeistern“, betont Merten. Sozialwirtschaft biete ein großes und zukunftssicheres Tätigkeitsfeld.

Gefördert wird die „Ausbildungsbegleitung für die Sozialwirtschaft\" durch das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Freistaats Thüringen.
Autor: khh

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