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Fr, 11:49 Uhr
11.04.2014

Notruf muss staatliche Aufgabe bleiben

Das automatische Notrufsystem für Fahrzeuge „eCall“ kann Leben retten. Am 15. April 2014 stimmt das EU-Parlament darüber ab, ob dieses System für alle Fahrzeuge in der EU ab 2015 verpflichtend wird...


Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert die Europaabgeordneten auf, gegen die Verordnung zu stimmen. Zu viele Fragen sind noch offen.

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Holger Krawinkel, Leiter des Geschäftsbereichs Verbraucherpolitik beim vzbv kritisiert, dass neben dem öffentlichen 112-eCall-Dienst auch private eCall-Dienste zugelassen werden: „Notfallrettung ist eine originäre Aufgabe des Staates und darf nicht in private Hände geraten. Ein Notruf muss ein Notruf bleiben und direkt bei 112 ankommen.“

Auch hinsichtlich des Datenschutzes äußert der vzbv Bedenken. „Verbraucherinnen und Verbraucher müssen wissen, wer die Daten erhebt, erfasst, weitergibt und speichert. Maximale Sicherheit ist auch bei der Installation der SIM-Karte unerlässlich. Daten dürfen auf keinen Fall von außen abgefangen werden können“, sagt Krawinkel. Beim öffentlichen eCall werden die Grundsätze des Datenschutzes von den Datenschutzbeauftragten überprüft. Beim privaten eCall ist der Verbraucher darauf angewiesen, die Bedienungsanleitung genau zu studieren.

Aus Verbrauchersicht sind zu viele technische Fragen offen. Auch die Gesamtkosten für den Einbau im Auto, den Ausbau der digitalen Infrastruktur und die Umrüstung der Notrufzentralen sind in der Höhe ungeklärt.

eCall kann Leben retten

Ein einheitliches Rettungssystem für den Verkehr auf europäischen Straßen ist sinnvoll. Der automatische Notruf eCall (kurz für emergency call) verständigt bei einem Unfall sofort die zuständigen Rettungsdienste und minimiert so die Zeit bis zur medizinischen Versorgung der Opfer. Nach Angaben der EU-Kommission könnte die neue Technik europaweit bis zu 2.500 Todesopfer pro Jahr verhindern.
Autor: red

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Kommentare
Paulinchen
11.04.2014, 12:43 Uhr
Nun die Medaille hat ja…
…bekanntlich zwei Seiten. Richtig ist, eine schnelle medizinische Hilfe am Unfallort kann Leben retten. Richtig ist aber auch, wem geht es denn was an, wann und wo ich mit meinem Auto unterwegs bin?

Wer garantiert mir denn, dass von meinen Fahrten mit dem Auto sich nicht Unberechtigte(!) ein Bewegungsprofil von mir erstellen und wenn ja, was können die damit alles anstellen? Für mein Verständnis von Persönlichkeitsrechten und Datenschutz geht so ein Teil einfach gar nicht in meinem privaten PKW! Wenn ich einen Neuwagen erwerben würde, dann wäre die erste Handlung von mir, die Demontage dieses/r „Schnüffelgerätes“(Wanze).

Wie wäre es denn, wenn sich die EU mal um bezahlbare Energien kümmern würde? Haben denn die Deppen rein gar nichts Sinnvolles zu tun???????
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