Mi, 15:15 Uhr
16.04.2014
Morgen startet Brot am Haken
In drei Landkreisen im Norden Thüringens startet morgen die Aktion Brot am Haken Was sich hinter der Aktion Hilfe für Bedürftige vor Ort: ganz konkret, ganz nah, ganz hilfreich, verbirgt, erfahren Sie hier.
Hilfe soll aus der Region für die Region kommen. Superintendent Kristóf Bálint vom Evangelischen Kirchenkreis Bad Frankenhausen-Sondershausen erfuhr von einer besonderen Aktion in Hamburg, die in Thüringen bisher nur einmal in Magdala im kleinen Rahmen umgesetzt wurde. Er suchte einen Partner, der als Bäcker eine Idee umzusetzen bereit war, die ganz konkret, ganz nah und ganz hilfreich ist: Brot am Haken.
Nun aber soll der ganze Einzugsbereich einer großen Bäckerei mit vielen Filialen, die über den Kirchen- und den Landkreis hinausgehen, mit einbezogen werden. Mit der Meisterbäckerei Hengstermann hat der Kirchenkreis Bad Frankenhausen-Sondershausen einen Partner gefunden, der die Idee gut fand und sich sofort dafür engagierte.
Die Idee hinter der Aktion: wer die Möglichkeit hat, kann helfen und die Hilfe kommt sofort beim Bedürftigen an. Wie funktioniert es? Nicht jeder ist in der Lage größere Summen zu spenden. Susanne Handschel von der Filiale in Sondershausen erläutert das Prinzip: Zwei Brote zahlen und eins mitnehmen. Das gespendete Brot kommt sofort als Marke an den Haken. Bedürftige können am Haken, der in der Bäckereifiliale sichtbar zu sehen ist, sofort erkennen, ob gespendetes Brot vorhanden ist. Der Bedürftige kann dann nach dem gespendeten Brot fragen und bekommt es ausgehändigt. Ersatzweise können es auch fünf Brötchen sein.
Gründonnerstag startet die erst einmal auf ein Jahr befristete Aktion. Die Meisterbäckerei Hengstermann macht kreisübergreifend mit allen 20 Filialen mit, so in Sondershausen, Greußen oder auch Nordhausen und Sollstedt, um nur einige Orte zu nennen.
Es gibt Unwägbarkeiten, die sind zu bedenken. Werden die wirklich Bedürftigen sich trauen, danach zu fragen? Wie, wenn sich nicht genügend Menschen finden, die ein Brot oder fünf Brötchen spenden und die Marken finanzieren helfen? Wie gehen wir damit um, wenn nicht Bedürftige sich einen Brotlaib geben lassen wollen?
Es ist eine Sache des Vertrauens, so Bálint gegenüber nnz/kn. "Wir werden nicht nach Ausweisen oder Berechtigungsscheinen fragen" so Christian Hengstermann (re.) "aber wir wollen, dass es pro Person und Tag nur ein Brot oder ersatzweise bei Einpersonenhaushalten 5 Brötchen abgeben. Die Bäckerei Hengstermann wird an morgigen Starttag 10 Brot und 200 Brötchen als Spende bereitstellen, damit auch bei der Eröffnung in allen Filialen Marken an den Haken hängen", sagte Christin Hengstermann.
Ist es ein Risiko? Superintendent Bálint will sich davon nicht abhalten lassen und sagt: Wenn wir konkret helfen wollen, dann müssen wir es auch wagen. Ein Risiko bleibt immer. Wir wollen Bedürftigen helfen und uns nicht von einzelnen abhalten lassen, deren Sozialverhalten stark entwicklungsfähig ist. Auch hier gilt Seelsorge vor Zählsorge.
Warum Start am morgigen Tag? Bálint: Gründonnerstag beginnt die Aktion, weil Jesus gemäß der Heiligen Schrift an diesem Tag das Abendmahl eingesetzt hat und das Brot brach, dankte und sprach: Das ist mein Leib. (1. Kor 11,24) Jesus teilt sich selbst aus und stiftet damit das Gemeinschaft stiftende Mahl. Ebenso soll das Brot am Haken Gemeinschaft stiften, zwischen denen die ein Brot erwerben und denen, die es genießen. Ein kleiner Abglanz des großen Mahles dereinst.
Bálint gegen über nnz/kn: "Es wäre schön, wenn diese Aktion Nachahmer in anderen Bäckereien finden würde." Er gibt dazu die notwendige Unterstützung.
Autor: khhHilfe soll aus der Region für die Region kommen. Superintendent Kristóf Bálint vom Evangelischen Kirchenkreis Bad Frankenhausen-Sondershausen erfuhr von einer besonderen Aktion in Hamburg, die in Thüringen bisher nur einmal in Magdala im kleinen Rahmen umgesetzt wurde. Er suchte einen Partner, der als Bäcker eine Idee umzusetzen bereit war, die ganz konkret, ganz nah und ganz hilfreich ist: Brot am Haken.
Nun aber soll der ganze Einzugsbereich einer großen Bäckerei mit vielen Filialen, die über den Kirchen- und den Landkreis hinausgehen, mit einbezogen werden. Mit der Meisterbäckerei Hengstermann hat der Kirchenkreis Bad Frankenhausen-Sondershausen einen Partner gefunden, der die Idee gut fand und sich sofort dafür engagierte.
Die Idee hinter der Aktion: wer die Möglichkeit hat, kann helfen und die Hilfe kommt sofort beim Bedürftigen an. Wie funktioniert es? Nicht jeder ist in der Lage größere Summen zu spenden. Susanne Handschel von der Filiale in Sondershausen erläutert das Prinzip: Zwei Brote zahlen und eins mitnehmen. Das gespendete Brot kommt sofort als Marke an den Haken. Bedürftige können am Haken, der in der Bäckereifiliale sichtbar zu sehen ist, sofort erkennen, ob gespendetes Brot vorhanden ist. Der Bedürftige kann dann nach dem gespendeten Brot fragen und bekommt es ausgehändigt. Ersatzweise können es auch fünf Brötchen sein.
Gründonnerstag startet die erst einmal auf ein Jahr befristete Aktion. Die Meisterbäckerei Hengstermann macht kreisübergreifend mit allen 20 Filialen mit, so in Sondershausen, Greußen oder auch Nordhausen und Sollstedt, um nur einige Orte zu nennen.
Es gibt Unwägbarkeiten, die sind zu bedenken. Werden die wirklich Bedürftigen sich trauen, danach zu fragen? Wie, wenn sich nicht genügend Menschen finden, die ein Brot oder fünf Brötchen spenden und die Marken finanzieren helfen? Wie gehen wir damit um, wenn nicht Bedürftige sich einen Brotlaib geben lassen wollen?
Es ist eine Sache des Vertrauens, so Bálint gegenüber nnz/kn. "Wir werden nicht nach Ausweisen oder Berechtigungsscheinen fragen" so Christian Hengstermann (re.) "aber wir wollen, dass es pro Person und Tag nur ein Brot oder ersatzweise bei Einpersonenhaushalten 5 Brötchen abgeben. Die Bäckerei Hengstermann wird an morgigen Starttag 10 Brot und 200 Brötchen als Spende bereitstellen, damit auch bei der Eröffnung in allen Filialen Marken an den Haken hängen", sagte Christin Hengstermann.
Ist es ein Risiko? Superintendent Bálint will sich davon nicht abhalten lassen und sagt: Wenn wir konkret helfen wollen, dann müssen wir es auch wagen. Ein Risiko bleibt immer. Wir wollen Bedürftigen helfen und uns nicht von einzelnen abhalten lassen, deren Sozialverhalten stark entwicklungsfähig ist. Auch hier gilt Seelsorge vor Zählsorge.
Warum Start am morgigen Tag? Bálint: Gründonnerstag beginnt die Aktion, weil Jesus gemäß der Heiligen Schrift an diesem Tag das Abendmahl eingesetzt hat und das Brot brach, dankte und sprach: Das ist mein Leib. (1. Kor 11,24) Jesus teilt sich selbst aus und stiftet damit das Gemeinschaft stiftende Mahl. Ebenso soll das Brot am Haken Gemeinschaft stiften, zwischen denen die ein Brot erwerben und denen, die es genießen. Ein kleiner Abglanz des großen Mahles dereinst.
Bálint gegen über nnz/kn: "Es wäre schön, wenn diese Aktion Nachahmer in anderen Bäckereien finden würde." Er gibt dazu die notwendige Unterstützung.


