So, 08:04 Uhr
20.04.2014
Beim Dämmen auf Nummer sicher gehen
Wie viel Wärme geht im Eigenheim über Fassade, Dach und Fenster verloren? Lohnt sich eine Wärmedämmung? Mit diesen Fragen beschäftigen sich viele Hausbesitzer. Antworten gibt Dr. Hartmut Schönell, geschäftsführender Vorstand des Industrieverbands Hartschaum...
Rund 24 Millionen Wohneinheiten wurden in Deutschland vor 1979 gebaut. Aber auch bei jüngeren Gebäuden besteht meist ein energetischer Sanierungsbedarf. Der Durchschnittsverbrauch bei den insgesamt 39 Millionen Wohnungen beträgt 22 Liter Heizöl pro Quadratmeter und Jahr. Beim Neubau eines Hauses sind heute nur noch ein Verbrauch von sieben Litern (minus 70 Prozent) pro Jahr erlaubt. Mehr Wärmedämmung, bessere Fenster und Heizungen könnten Umwelt und Geldbörse schonen.
Was empfehlen Sie Hausbesitzern, die unsicher sind: Wie kommen diese zu einem sinnvollen Sanierungsfahrplan?
Der erste Schritt sollte stets eine Analyse der Bausubstanz sein. Dazu sollten Eigentümer einen zertifizierten, unabhängigen Energieberater hinzuziehen. Dieser kann die Einsparmöglichkeiten errechnen, individuell passende Vorschläge entwickeln und zum Beispiel auch bei der Beantragung von Fördermitteln unterstützen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, zunächst vorhandene Defizite zu beseitigen, bevor man über weitere Investitionen in die Haustechnik nachdenkt. Die Dämmung der Gebäudehülle steht an erster Stelle, da sie schnell eine sichtbare Wirkung erzielt. Die Modernisierung von Fenster und Heizung kann im nächsten Schritt folgen.
Von der Fassade erwarten Hausbesitzer eine Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten. Wie kann dies bei der Sanierung sichergestellt werden?
Langzeituntersuchungen zeigen, dass Wärmedämmverbundsysteme eine Lebensdauer von mindestens 40 Jahren haben. Die verwendeten Materialien sollten schwer entflammbar sein und eine möglichst geringe Wärmeleitfähigkeit aufweisen. Entscheidend bei der energetischen Sanierung ist die Qualität von Baustoffen und die Ausführung durch erfahrene Fachbetriebe. Von einer Do-it-yourself-Dämmung rate ich dringend ab.
Mehr Informationen gibt es unter www.ivh.de; zu Energieberatern unter www.dena.de
Autor: redRund 24 Millionen Wohneinheiten wurden in Deutschland vor 1979 gebaut. Aber auch bei jüngeren Gebäuden besteht meist ein energetischer Sanierungsbedarf. Der Durchschnittsverbrauch bei den insgesamt 39 Millionen Wohnungen beträgt 22 Liter Heizöl pro Quadratmeter und Jahr. Beim Neubau eines Hauses sind heute nur noch ein Verbrauch von sieben Litern (minus 70 Prozent) pro Jahr erlaubt. Mehr Wärmedämmung, bessere Fenster und Heizungen könnten Umwelt und Geldbörse schonen.
Was empfehlen Sie Hausbesitzern, die unsicher sind: Wie kommen diese zu einem sinnvollen Sanierungsfahrplan?
Der erste Schritt sollte stets eine Analyse der Bausubstanz sein. Dazu sollten Eigentümer einen zertifizierten, unabhängigen Energieberater hinzuziehen. Dieser kann die Einsparmöglichkeiten errechnen, individuell passende Vorschläge entwickeln und zum Beispiel auch bei der Beantragung von Fördermitteln unterstützen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, zunächst vorhandene Defizite zu beseitigen, bevor man über weitere Investitionen in die Haustechnik nachdenkt. Die Dämmung der Gebäudehülle steht an erster Stelle, da sie schnell eine sichtbare Wirkung erzielt. Die Modernisierung von Fenster und Heizung kann im nächsten Schritt folgen.
Von der Fassade erwarten Hausbesitzer eine Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten. Wie kann dies bei der Sanierung sichergestellt werden?
Langzeituntersuchungen zeigen, dass Wärmedämmverbundsysteme eine Lebensdauer von mindestens 40 Jahren haben. Die verwendeten Materialien sollten schwer entflammbar sein und eine möglichst geringe Wärmeleitfähigkeit aufweisen. Entscheidend bei der energetischen Sanierung ist die Qualität von Baustoffen und die Ausführung durch erfahrene Fachbetriebe. Von einer Do-it-yourself-Dämmung rate ich dringend ab.
Daten & Fakten
Seit über 50 Jahren wird EPS - bekannter unter dem Begriff Styropor - als Dämmstoff eingesetzt. Der entscheidende Vorteil: Da das Material zu 98 Prozent aus Luft besteht, weist es nur eine geringe Wärmeleitfähigkeit auf und verhindert somit Energieverluste über die Gebäudefassade, das Dach oder den Keller. Auch zum Schallschutz wird der Baustoff verwendet. Gut zu wissen: Empfehlenswerte Materialien tragen das Qualitätssiegel der Bundesfachabteilung Qualitätssicherung EPS (BFA QS EPS).Mehr Informationen gibt es unter www.ivh.de; zu Energieberatern unter www.dena.de
