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Fr, 13:58 Uhr
02.05.2014

Gen-Pflanzen verbieten

Die beiden Sondershäuser Bundestagsabgeordneten Lemme (SPD) und Selle (CDU): Länder müssen Anbau von Gen-Pflanzen verbieten können


Für mehr nationale Selbstbestimmung bei der Entscheidung über den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen setzen sich die für den Thüringer Wahlkreis 191 (Kyffhäuser – Sömmerda – Weimarer Land I) zuständigen Bundestagsabgeordneten Steffen-Claudio Lemme (SPD) und Johannes Selle (CDU) gemeinsam ein. Sie unterstützen eine entsprechende parlamentarische Initiative:

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„Damit bitten wir die Bundesregierung, sich in Brüssel dafür einzusetzen, dass Mitgliedstaaten künftig leichter den Anbau von genveränderten Pflanzen untersagen können“, erklärt Lemme. Die Regelung soll einen Vorschlag aufnehmen, den das Europaparlament bereits in 2011 mit großer Mehrheit angenommen hatte.

„Wichtig ist uns, dass solche Anbauverbote jederzeit verhängt werden können, und dafür keine Absprache mit den Pflanzenherstellern notwendig ist“, so Selle. Im Unterschied zur Regelung des Europaparlaments sieht ein aktueller Vorschlag der griechischen Ratspräsidentschaft solche Absprachen vor.

Die Koalitionsabgeordneten Lemme und Selle sehen das kritisch. „Das könnte den Einfluss der Unternehmen deutlich ausweiten“, befürchtet Lemme. Selle betont: „Wir müssen die Befürchtungen der Bürger ernst nehmen und dürfen die Risiken der grünen Gentechnik nicht verschweigen.“
Autor: khh

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