eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mo, 07:34 Uhr
05.05.2014

VdK fordert Inklusionsanteil von 50 Prozent

Zum Europäischen Protesttag am heutigen 05.05.zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung gibt es Forderungen des VdK

Seit 2009 ist das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen für Deutschland völkerrechtlich verbindlich. In dieser UN-Behindertenrechtskonvention verpflichten sich die Unterzeichner, ein inklusives Bildungssystem zu gewährleisten, in dem Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet werden. Mit der Umsetzung dieser Vereinbarung hapert es jedoch. Im Schuljahr 2010/11 belegte Deutschland hinsichtlich der Inklusion von Schülern mit Behinderung im europäischen Vergleich den vorletzten Platz. Und auch zwei Jahre später, im Schuljahr 2012/13, besuchten von den rund 500,000 Kindern und Jugendlichen mit Behinderung in Deutschland nur etwa 28 Prozent eine Regelschule, während Länder wie Italien, Schweden und Norwegen einen solchen Inklusionsanteil von über 90 Prozent aufweisen.

Anzeige symplr (1)
In Hessen sieht es noch schlechter aus. Dort lag der Inklusionsanteil im Schuljahr 2012/13 bei 20,5 Prozent. Im Vergleich mit den anderen Bundesländern belegte Hessen den vorletzten Platz, Thüringen mit 28,7 Prozent Platz 8. „ Diese Bilanz ist völlig unzureichend“, kommentiert der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Hessen-Thüringen, Karl-Winfried Seif, die von der Bertelsmann-Stiftung vorgelegten Zahlen. „ In Hessen, aber auch in Thüringen gibt es in Sachen Inklusion noch sehr viel zu tun“.

Seif fordert von den Landesregierungen in Wiesbaden und Erfurt eine im Schulgesetz festgeschriebene Selbstverpflichtung zur Steigerung des Inklusionsanteils. „ Wir schlagen einen Inklusionsanteil von mindestens 50 Prozent bis spätestens 2025 vor“, sagt der VdK-Landesvorsitzende. Damit dieses Ziel erreicht werden könne, müssten alle Lehrer, Schulleiter und Entscheidungsträger eine für inklusive Beschulung notwendige sonderpädagogische Weiterbildung erhalten. Förderschulen sollten in Regelschulen mit inklusiver Beschulung umgestaltet werden und an Regelschulen die für inklusive Beschulung notwendigen räumlichen, personellen und sachlichen Ressourcen bereitgestellt werden.

Der VdK-Landesvorsitzende verwies außerdem auf den engen Zusammenhang zwischen dem geringen Inklusionsanteil und der steigenden Zahl von arbeitslosen Menschen mit Behinderung. „ Viel zu viele Absolventen von Förderschulen haben keine Chance auf dem Arbeitsmarkt“, erklärt Seif. „ Wir denken, dass die inklusive Beschulung ein gutes Mittel ist, um hier Abhilfe zu schaffen.“

Der VdK-Bezirksverband Nordthüringen, mit seinen Kreisverbänden Nordhausen, Eichsfeld, Sömmerda, Unstrut-Hainich und Kyffhäuserkreis schließen sich diesen Forderungen an.

Andreas Links
VdK-KV Nordthüringen
Autor: khh

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)