Sa, 12:59 Uhr
17.05.2014
Erste gemeinsame Delegiertenkonferenz
Am heutige Samstag gab es im Thüringer Hof von Bad Frankenhausen die erste gemeinsame Delegiertenkonferenz des am 1.4.2014 gegründeten Kreisverbandes Kyffhäuserkreis der Gartenfreunde .
Nach dem musikalischen Auftakt durch die Gruppe Salto instrumentale des Kyffhäusergymnasiums eröffnete Gartenfreund Wolfgang Dittrich die Delegiertenkonferenz.
Dittrich verwies darauf, dass es heute ein Meilenstein in der Geschichte des Kleingartenwesens des Kyffhäuserkreises ist. Zum ersten Mal sitzen die Kleingärtner des gesamten Kyffhäuserkreises an einem Tisch.
Der erste Versuch in den 90er Jahren war noch gescheitert. Erst nach 22 Jahren gab es zwischen den beiden Verbänden im Ost- und Westteil wieder Gespräche, die mit Unterstützung des Landesverbandes Thüringen aufgenommen wurden.
In 66 Kleingartenvereinen mit aktuell 3178 Mitglieder (als Familien gar über 6.000) werden 133 ha in 3.904 Parzellen bewirtschaftet. Allein 27 Vereinen sind es rund um Sondershausen.
Kleingärtner bauen nicht nur Obst und Gemüse an, sie bieten mit ihren Gärten den Kommunen grüne Oasen an. Dem demografischen Wandel begegnen die Kleingärtner, in dem sie älteren Mitgliedern Hilfe bei der Bewirtschaftung helfen. Im Verein Glückauf Sondershausen ist es gelungen 18 Prozent ehemalige ausländische Bürger zu integrieren, eine Tendenz die sich auch in anderen Vereinen abzeichnet.
Mit Patenschaften für Kitas versucht man schon früh die Kinder an die Freuden der Arbeit im Grünen heranzuführen. Das neue Projekt Zwergenland im Kleingartenverein wurde von mehreren Rednern als nachahmenswert bezeichnet, kn hatte ausführlich berichtet.
Aber es gibt nicht nur Sonnenschein. Nicht alle Probleme werden mit der Fusion behoben, aber wir müssen uns zusammenraufen, so Dittrich.
Größte Probleme sind der Mitgliederschwund (45 Prozent) und der nicht unerhebliche Leerstand, denn es stehen immerhin 736 Parzellen leer, von denen über 400 von den Mitgliedern von Unkraut und Überwucherung befreit werden. Das Durchschnittsalter ist bereits auf 62 Jahre gestiegen.
Hauptproblem der Rückbau von Parzellen. Und schon wieder stehen zwei Anlagen zum Rückbau an. Hauptproblematik die Kosten des Rückbaus. Man muss rund 4.000 bis 6.000 Euro ansetzen. Schwierig wird es durch die Festlegung der Thüringer Landesregierung, dass auch die Kleingärtner beim Rückbau Ausgleichsmaßnahmen durchführen müssen. Das kostet sehr viel Geld. Sachsens Regierung ist da weiter, die erlässt den Kleingärtnern die Ausgleichsmaßnahmen.
Der Landesvorsitzende der Thüringer Gartenfreunde, Dr. Reiner Merkel begrüßte die Fusion und verwies darauf, dass es thüringenweit vier Fusionen gibt. Im Landesverband sind rund 68.000 Mitglieder in rund 1.600 Vereinen organisiert.
Auch die Politik war stark vertreten. Die Bundestagsmitglieder ließe sich wegen anderer Verpflichtungen entschuldigen. Die Landtagsmitglieder Gudrun Holbe (CDU) und Dorothea Marx (SPD) sicherten in ihren Grußworten zu, die Probleme der Gartenfreunde, besonders bei den Ausgleichsmaßnahmen bei der Landesregierung anzubringen.
Die Bürgermeisterfraktion mit Bad Frankenhausen, Matthias Strejc , Ebeleben Uwe Vogt und der ersten Beigeordneten der Stadt Sondershausen, Cornelia Kraffzick (alle SPD) sicherten zu, im Rahmen ihrer Möglichkeiten Unterstützung zu geben, verwiesen aber auf die klammen Finanzen.
Landrätin Antje Hochwind (SPD) äußerte sich in ähnlicher Weise. Sie verwies besonders auf das nachahmenswerte Beispiel des Projekts Zwergenland. Kreistagsmitglied Torsten Blümel (Die Linke) verwies auf deren Forderung, Lauben in Kleingärten als Schonvermögen auszuweisen und stellte die Forderung, die Pachtgebühren niedrig zu halten.
Wolfgang Dittrich dankte den bisherigen Vorstandsmitgliedern der beiden Territorialverbände des Ost- und des Westkreises für die gute Arbeit in den beiden Vorständen. Nicht alle konnten heute kommen.
Vom Landesverbandsvorsitzenden erhielt Hermann Arlet die Ehrenurkunde des Landesverbandes der Kleingartenfreunde.
Mit der Ehrenmedaille in Silber wurden Kurt Geier, Karl Selle, und Hans-Georg Gelhaar ausgezeichnet.
Die Ehrenmedaille in Bronze erhielt Jörg Stöpel
Die Ehrennadel des Kreisvernades erhielten Heinz Wagner, Hans-Werner Seidenfaden, Thomas Leipold Burkhard Koch und Wolfgang Preuß.
Die Ehrenurkunde des Kreisverbandes erhielt Ottokar Becker.
Im Anschluss finden die ersten Wahlen im gemeinsamen Verband statt.
Autor: khhNach dem musikalischen Auftakt durch die Gruppe Salto instrumentale des Kyffhäusergymnasiums eröffnete Gartenfreund Wolfgang Dittrich die Delegiertenkonferenz.
Dittrich verwies darauf, dass es heute ein Meilenstein in der Geschichte des Kleingartenwesens des Kyffhäuserkreises ist. Zum ersten Mal sitzen die Kleingärtner des gesamten Kyffhäuserkreises an einem Tisch.
Der erste Versuch in den 90er Jahren war noch gescheitert. Erst nach 22 Jahren gab es zwischen den beiden Verbänden im Ost- und Westteil wieder Gespräche, die mit Unterstützung des Landesverbandes Thüringen aufgenommen wurden.
In 66 Kleingartenvereinen mit aktuell 3178 Mitglieder (als Familien gar über 6.000) werden 133 ha in 3.904 Parzellen bewirtschaftet. Allein 27 Vereinen sind es rund um Sondershausen.
Kleingärtner bauen nicht nur Obst und Gemüse an, sie bieten mit ihren Gärten den Kommunen grüne Oasen an. Dem demografischen Wandel begegnen die Kleingärtner, in dem sie älteren Mitgliedern Hilfe bei der Bewirtschaftung helfen. Im Verein Glückauf Sondershausen ist es gelungen 18 Prozent ehemalige ausländische Bürger zu integrieren, eine Tendenz die sich auch in anderen Vereinen abzeichnet.
Mit Patenschaften für Kitas versucht man schon früh die Kinder an die Freuden der Arbeit im Grünen heranzuführen. Das neue Projekt Zwergenland im Kleingartenverein wurde von mehreren Rednern als nachahmenswert bezeichnet, kn hatte ausführlich berichtet.
Aber es gibt nicht nur Sonnenschein. Nicht alle Probleme werden mit der Fusion behoben, aber wir müssen uns zusammenraufen, so Dittrich.
Größte Probleme sind der Mitgliederschwund (45 Prozent) und der nicht unerhebliche Leerstand, denn es stehen immerhin 736 Parzellen leer, von denen über 400 von den Mitgliedern von Unkraut und Überwucherung befreit werden. Das Durchschnittsalter ist bereits auf 62 Jahre gestiegen.
Hauptproblem der Rückbau von Parzellen. Und schon wieder stehen zwei Anlagen zum Rückbau an. Hauptproblematik die Kosten des Rückbaus. Man muss rund 4.000 bis 6.000 Euro ansetzen. Schwierig wird es durch die Festlegung der Thüringer Landesregierung, dass auch die Kleingärtner beim Rückbau Ausgleichsmaßnahmen durchführen müssen. Das kostet sehr viel Geld. Sachsens Regierung ist da weiter, die erlässt den Kleingärtnern die Ausgleichsmaßnahmen.
Der Landesvorsitzende der Thüringer Gartenfreunde, Dr. Reiner Merkel begrüßte die Fusion und verwies darauf, dass es thüringenweit vier Fusionen gibt. Im Landesverband sind rund 68.000 Mitglieder in rund 1.600 Vereinen organisiert.
Auch die Politik war stark vertreten. Die Bundestagsmitglieder ließe sich wegen anderer Verpflichtungen entschuldigen. Die Landtagsmitglieder Gudrun Holbe (CDU) und Dorothea Marx (SPD) sicherten in ihren Grußworten zu, die Probleme der Gartenfreunde, besonders bei den Ausgleichsmaßnahmen bei der Landesregierung anzubringen.
Die Bürgermeisterfraktion mit Bad Frankenhausen, Matthias Strejc , Ebeleben Uwe Vogt und der ersten Beigeordneten der Stadt Sondershausen, Cornelia Kraffzick (alle SPD) sicherten zu, im Rahmen ihrer Möglichkeiten Unterstützung zu geben, verwiesen aber auf die klammen Finanzen.
Landrätin Antje Hochwind (SPD) äußerte sich in ähnlicher Weise. Sie verwies besonders auf das nachahmenswerte Beispiel des Projekts Zwergenland. Kreistagsmitglied Torsten Blümel (Die Linke) verwies auf deren Forderung, Lauben in Kleingärten als Schonvermögen auszuweisen und stellte die Forderung, die Pachtgebühren niedrig zu halten.
Wolfgang Dittrich dankte den bisherigen Vorstandsmitgliedern der beiden Territorialverbände des Ost- und des Westkreises für die gute Arbeit in den beiden Vorständen. Nicht alle konnten heute kommen.
Vom Landesverbandsvorsitzenden erhielt Hermann Arlet die Ehrenurkunde des Landesverbandes der Kleingartenfreunde.
Mit der Ehrenmedaille in Silber wurden Kurt Geier, Karl Selle, und Hans-Georg Gelhaar ausgezeichnet.
Die Ehrenmedaille in Bronze erhielt Jörg Stöpel
Die Ehrennadel des Kreisvernades erhielten Heinz Wagner, Hans-Werner Seidenfaden, Thomas Leipold Burkhard Koch und Wolfgang Preuß.
Die Ehrenurkunde des Kreisverbandes erhielt Ottokar Becker.
Im Anschluss finden die ersten Wahlen im gemeinsamen Verband statt.






























