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Mo, 08:32 Uhr
26.05.2014

Waldschädlinge verändern Forstökosystem

ThüringenForst, mit 200.000 ha größter Waldbesitzer im Freistaat Thüringen, warnt vor den Auswirkungen heimischer wie auch invasiver Waldschädlinge auf die biologische Vielfalt...

Bisher weniger bedrohliche Arten treten aufgrund sich ändernder Klimabedingungen in Mitteldeutschland aggressiver auf, neue Arten sind aus anderen Kontinenten eingeschleppt worden. Die Landesforstanstalt will prüfen, welche Maßnahmen ergriffen werden können, um eine weitere Ausbreitung problematischer Arten im Wald zu verlangsamen oder ganz zu verhindern.

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„So befürchten wir, dass sich der Eichenprozessionsspinner, ein auch für den Menschen gefährlicher Forstschädling, begünstigt durch den Klimawandel in Thüringens Eichenwälder in den nächsten Jahren ausbreitet“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Klimagestresste Buchen werden vom Buchenborkenkäfer und vom Buchenprachtkäfer, sonst weniger bedrohlich, befallen. Waldschutzexperten prognostizieren auch, dass sich neben den heimischen Borkenkäfern verstärkt auch der Amerikanische Nutzholzborkenkäfer und der Schwarze Nutzholzborkenkäfer ausbreitet.

2013 wurde auf dem Marktplatz in Worbis erstmals der Asiatische Laubholzbockkäfer, ein Quarantäneschädling, in Palettenholz aus China entdeckt. Das Schädlinge ganze Baumarten in Deutschland und damit in Thüringen ausmerzen können, zeigen Ulmen und Eschen: Beide heimische Baumarten sind durch Pilzkrankheiten vom Aussterben bedroht.

Larven Eiche Schwammspinner (Foto: ThüringenForst) Larven Eiche Schwammspinner (Foto: ThüringenForst) Als Reaktion auf das sich verstärkende Schadpotenzial und zur Sicherung der biologischen Vielfalt in unseren Wäldern empfiehlt die Landesforstanstalt, Bäumen und Sträuchern in besonderem Maße Interesse und Aufmerksamkeit zu schenken. So werden bewirtschaftete Wälder regelmäßig im Rahmen von Waldpflegemaßnahmen durch Förster kontrolliert, mögliche Gefahrensituationen durch Schädlingsbefall schon früh erkannt und beseitigt oder schon vorsorgend verhindert.

Mittelfristig lässt sich die Widerstandskraft der Wälder durch das Einbringen von standortgerechten und klimaangepassten Mischbaumarten erhöhen. Nicht zuletzt bietet verstärkte Waldschutzforschung mehr Praxiswissen, dass es den rund 200.000 Waldbesitzern in Thüringen ermöglicht, geeignete Vorsorge- und Bekämpfungsstrategien bei neuen Baumschädlingen anzuwenden. Auch und gerade, um die biologische Vielfalt unserer Wälder für nachfolgende Generationen zu erhalten.
Autor: en

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