Di, 19:07 Uhr
27.05.2014
Juventas wird geschlossen
Eien wichtige, auch aus sozialer Sicht, Einrichtung in Sondershausen wird geschlossen, das gab der Vorstand heute bekannt.
Insgesamt rund 23 Jahre ging es gut, dass im Juventas Kinder und besonders Jugendliche untergebracht waren., besonders die Auszubildenden, die im staatliche Berufsschulzentrum Sondershausen ihre Ausbildung genossen.
Vertreter des Vorstandes des Vereins und der zuständige Wirtschaftsprüfer Ulrich Horn und Partner gaben vor der Presse heute bekannt, dass der Geschäftsbetrieb zum 31. Juli komplett aufgegeben wird. Das betrifft sowohl das Gästehaus, als auch die Nebeneinrichtungen, wie Catering usw.
Wir sind nicht insolvent, so die klare Aussage vom Verein und Horn bestätigte es. Alle abgeschlossenen Verträge bis zum 31. Juli werden erfüllt und die Rechnungen beglichen. Im Vorstand war man gestern in einer Sitzung sich einig, dass unter den gegebenen Bedingungen ein Geschäftsbetrieb mit einer schwarzen Null nicht mehr möglich sein wird. Wir geben in Würde den Betrieb auf.
Auch wenn der Geschäftsbetrieb eingestellt wird, der Verein Juventas mit seinen 84 Mitgliedern wird weiter bestehen bleiben und will sich in den nächsten Wochen einen neue Satzung geben, um sich eine neue soziale Orientierung zu geben.
Von den anwesenden Vorstandesmitgliedern und Geschäftsführern, so Ulrich Hengstermann, Ralph Thormann, Bärbel Thormann, Lutz Wechsung und Ronald Klingler dankten der Wippertal Immobilien für die sehr gute Zusammenarbeit über viel Jahre hinweg mit den beiden Geschäftsführern Eckhard Wehmeier und früher Wolfgang Wytrieckus.
Der Zeitpunkt für die Schließung 31.7. wurde so gewählt, damit die Auszubildenden ihr Schuljahr beenden können. Die Auszubildenden wissen Bescheid und die weitere Unterbringungen müssen jetzt durch das Landratsamt Kyffhäuserkreis geklärt werden. Eine erste Informationsberatung soll es bereits gegeben haben.
Betroffen sind leider auch rund 10 Beschäftigte, die jetzt keine Arbeit mehr haben. Gerade die hatten mit viel ehrenamtlicher Tätigkeit unter unter Verzicht von Lohnerhöhung über 15 Jahre lang den Betrieb überhaupt erhalten hat.
Ob das von einigen Verantwortlich wohl auch bedacht wurde?
Hintergrund:
Nach dem der Vertrag mit dem Landratsamt Kyffhäuserkreis nicht mehr bestand (kn berichtete) wurde versucht über ein neues Konzept mit einem Gästehaus über die Runden zu kommen. Da auch noch größere Umbauten notwendig sind (2016) kann der Geschäftsbetrieb bis dahin nicht aufrecht erhalten werden.
Die Kürzungen für das Juventas durch das Landratsamt, so Wirtschaftsprüfer Horn waren einfach nicht mehr hinnehmbar, denn den Jugendlichen sollte ja eine pädagogische Betreuung geboten werden.
Im Juventas wurde in dieser Hinsicht viel getan. Hier gab es zusätzlich Fortbildung und selbst im Kampf gegen Rechts engagierte man sich. Aber zu solch niedrigen Preisen kann man ohne Zuschüsse keine soziale Einrichtung betreiben, da reichten die Einnahmen aus touristischer Unterbringung und Catering einfach nicht aus.
Von den 110 Zimmer wurden immerhin 37 Gästezimmer für den Tourismus bereitgestellt, die jetzt auch in Sondershausen und den Landkreis nicht mehr zur Verfügung stehen. Neben den Verlust für die Jugendlichen auch ein Verlust für den Tourismus.
Angedachte Pläne zur ambulanten Unterbringung leichter Demenzfälle, betreutes Wohnen und Mutter.Kind-Unterbringungen werden nun nicht mehr stattfinden.
Ulrich Horn sagte es rund heraus, mit der Schließung von Juventas tut sich ein schwarzes Loch auf!
Autor: khhInsgesamt rund 23 Jahre ging es gut, dass im Juventas Kinder und besonders Jugendliche untergebracht waren., besonders die Auszubildenden, die im staatliche Berufsschulzentrum Sondershausen ihre Ausbildung genossen.
Vertreter des Vorstandes des Vereins und der zuständige Wirtschaftsprüfer Ulrich Horn und Partner gaben vor der Presse heute bekannt, dass der Geschäftsbetrieb zum 31. Juli komplett aufgegeben wird. Das betrifft sowohl das Gästehaus, als auch die Nebeneinrichtungen, wie Catering usw.
Wir sind nicht insolvent, so die klare Aussage vom Verein und Horn bestätigte es. Alle abgeschlossenen Verträge bis zum 31. Juli werden erfüllt und die Rechnungen beglichen. Im Vorstand war man gestern in einer Sitzung sich einig, dass unter den gegebenen Bedingungen ein Geschäftsbetrieb mit einer schwarzen Null nicht mehr möglich sein wird. Wir geben in Würde den Betrieb auf.
Auch wenn der Geschäftsbetrieb eingestellt wird, der Verein Juventas mit seinen 84 Mitgliedern wird weiter bestehen bleiben und will sich in den nächsten Wochen einen neue Satzung geben, um sich eine neue soziale Orientierung zu geben.
Von den anwesenden Vorstandesmitgliedern und Geschäftsführern, so Ulrich Hengstermann, Ralph Thormann, Bärbel Thormann, Lutz Wechsung und Ronald Klingler dankten der Wippertal Immobilien für die sehr gute Zusammenarbeit über viel Jahre hinweg mit den beiden Geschäftsführern Eckhard Wehmeier und früher Wolfgang Wytrieckus.
Der Zeitpunkt für die Schließung 31.7. wurde so gewählt, damit die Auszubildenden ihr Schuljahr beenden können. Die Auszubildenden wissen Bescheid und die weitere Unterbringungen müssen jetzt durch das Landratsamt Kyffhäuserkreis geklärt werden. Eine erste Informationsberatung soll es bereits gegeben haben.
Betroffen sind leider auch rund 10 Beschäftigte, die jetzt keine Arbeit mehr haben. Gerade die hatten mit viel ehrenamtlicher Tätigkeit unter unter Verzicht von Lohnerhöhung über 15 Jahre lang den Betrieb überhaupt erhalten hat.
Ob das von einigen Verantwortlich wohl auch bedacht wurde?
Hintergrund:
Nach dem der Vertrag mit dem Landratsamt Kyffhäuserkreis nicht mehr bestand (kn berichtete) wurde versucht über ein neues Konzept mit einem Gästehaus über die Runden zu kommen. Da auch noch größere Umbauten notwendig sind (2016) kann der Geschäftsbetrieb bis dahin nicht aufrecht erhalten werden.
Die Kürzungen für das Juventas durch das Landratsamt, so Wirtschaftsprüfer Horn waren einfach nicht mehr hinnehmbar, denn den Jugendlichen sollte ja eine pädagogische Betreuung geboten werden.
Im Juventas wurde in dieser Hinsicht viel getan. Hier gab es zusätzlich Fortbildung und selbst im Kampf gegen Rechts engagierte man sich. Aber zu solch niedrigen Preisen kann man ohne Zuschüsse keine soziale Einrichtung betreiben, da reichten die Einnahmen aus touristischer Unterbringung und Catering einfach nicht aus.
Von den 110 Zimmer wurden immerhin 37 Gästezimmer für den Tourismus bereitgestellt, die jetzt auch in Sondershausen und den Landkreis nicht mehr zur Verfügung stehen. Neben den Verlust für die Jugendlichen auch ein Verlust für den Tourismus.
Angedachte Pläne zur ambulanten Unterbringung leichter Demenzfälle, betreutes Wohnen und Mutter.Kind-Unterbringungen werden nun nicht mehr stattfinden.
Ulrich Horn sagte es rund heraus, mit der Schließung von Juventas tut sich ein schwarzes Loch auf!