Di, 20:07 Uhr
27.05.2014
Aufgaben für die neu gewählten Abgeordneten
Die Europa- und Kommunalwahlen waren wohl der Höhepunkt im Monat Mai. Sie werden sicherlich auch mit der Auswertung das Thema Nummer Eins sein. Zu einer zentralen Veranstaltung in Nordhausen hatte der VdK geladen...
Für den Sozialverband VdK Nordthüringen war zuvor vom 26. April bis 11. Mai die von der Aktion Mensch geförderte Aktion um den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen ein Schwerpunkt. Sie stand in diesem Jahr auf das 50jährige Jubiläum den Initiators und Förderers Aktion Mensch bezogen unter dem berechtigten Motto Schon viel erreicht - und viel mehr vor. Im Mittelpunkt der Aktionstage stand die Inklusion von Menschen mit Behinderungen.
Sicherlich hat sich auf diesem Gebiet in den vergangenen Jahren viel getan von der Aufnahme der Gleichberechtigung behinderter Menschen ins Grundgesetz, über die Schaffung von Gleichstellungsgesetzen in Bund und Ländern sowie die Berufung von Behindertenbeauftragten auf allen Ebenen. Ein großer Fortschritt ist die UN-Behindertenkonvention mit deren Umsetzung Maßstäbe gesetzt werden.
Thüringens Behindertenbeauftragter Dr. Brockhausen hat einmal sinngemäß gesagt: Jetzt sind wir aus der Phase des Papiers heraus, jetzt muss es an die Umsetzung gehen! Da hat er sicher recht. unverständlich bleibt allerdings, dass es Thüringen nicht schaffte, das Behindertengleichstellungsgesetz in einer ganzen Wahlperiode zu novellieren und den unsäglichen Finanzierungvorbehalt aus dem Gesetz zu streichen, denn er ist die größte Bremse, die wir bei der Umsetzung des Gesetzes haben.
Im September sind Landtagswahlen. Der gegenwärtige Landtag hinterlässt also seinen Nachfolgern die Neureglung. Behinderte werden darum gründlich hinterfragen, was die Kandidaten da vor haben.
Doch zurück: Der VdK-Kreisverband Nordthüringen hat in diesem Jahr wiederum an der Aktion im Mai teilgenommen. Dazu fand in Nordhausen eine zentrale Aktion mit Politikern und Behindertenvertretern statt. Die Schirmherrschaft hatte Bundestagsabgeordneter Lemme (li. u.a. mit KYF Landrätin Antje Hochwind und Landtagsnitglied Dorothea Marx) wieder übernommen.
Von den 13 Ortsverbänden des VdK führten darüber hinaus 12 Ortsverbände Diskussionsrunden zu interessanten Themen im Rahmen des Themenkomplexes durch und gewann dazu Kommunalpolitiker wie Sozial- und Behindertenvereine sowie Einrichtungen, ihre Erfahrungen einzubringen. Dafür einige Beispiele: Der Ortsverband Roßleben hatte als Gesprächspartner Kandidaten für den neuen Landtag, welche ihre Standpunkte zu den Fragen, u. a. behindertengerechtes Wohnen, darlegten. In Artern befragte man die Verantwortliche für den Öffentlichen Nahverkehr wie behindertengerecht dieser ist. Im Ortsverband Ilfeld scheuten sich
Lokalpolitiker nicht auf Fragen Rede und Antwort zu stehen.
In Reinsdorf erzählten Behinderte, welche in der Stiftung Finneck in den Integrationsprozess einbzogen sind von ihren Erfahrungen.
Nach der Veranstaltung des Ortsverbandes Nordhausen kam man zu der Erkenntnis, dass die vielen Akteure auf dem Gebiet der Barrierefreiheit und Inklusion ihre Kräfte bündeln müssen, um erfolgreich zu sein. Zu gleichem Ergebnis kam man im Ortsverband Bleicherode.
Der Ortsverband Donndorf-Wiehe-Bottendorf hatte den Integrationsfachdienst Leinefelde eingeladen und lies sich informieren, wie Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden können.
Diese Beispiele ließen sich fortsetzen. Sicherlich können sie auch für die neu gewählten Kreistage in Sondershausen und Nordhausen Anregung für ihre künftige Arbeit sein. Der Sozialverband VdK und weitere Sozial- und Behindertenverbände stehen ihnen dabei gern beratend bei Seite.
VdK-Kreisverband Nordthüringen
Text: Klaus Henze
Fotos: Bernd Reiber 2x, Jürgen Korte
Autor: khhFür den Sozialverband VdK Nordthüringen war zuvor vom 26. April bis 11. Mai die von der Aktion Mensch geförderte Aktion um den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen ein Schwerpunkt. Sie stand in diesem Jahr auf das 50jährige Jubiläum den Initiators und Förderers Aktion Mensch bezogen unter dem berechtigten Motto Schon viel erreicht - und viel mehr vor. Im Mittelpunkt der Aktionstage stand die Inklusion von Menschen mit Behinderungen.
Sicherlich hat sich auf diesem Gebiet in den vergangenen Jahren viel getan von der Aufnahme der Gleichberechtigung behinderter Menschen ins Grundgesetz, über die Schaffung von Gleichstellungsgesetzen in Bund und Ländern sowie die Berufung von Behindertenbeauftragten auf allen Ebenen. Ein großer Fortschritt ist die UN-Behindertenkonvention mit deren Umsetzung Maßstäbe gesetzt werden.
Thüringens Behindertenbeauftragter Dr. Brockhausen hat einmal sinngemäß gesagt: Jetzt sind wir aus der Phase des Papiers heraus, jetzt muss es an die Umsetzung gehen! Da hat er sicher recht. unverständlich bleibt allerdings, dass es Thüringen nicht schaffte, das Behindertengleichstellungsgesetz in einer ganzen Wahlperiode zu novellieren und den unsäglichen Finanzierungvorbehalt aus dem Gesetz zu streichen, denn er ist die größte Bremse, die wir bei der Umsetzung des Gesetzes haben.
Im September sind Landtagswahlen. Der gegenwärtige Landtag hinterlässt also seinen Nachfolgern die Neureglung. Behinderte werden darum gründlich hinterfragen, was die Kandidaten da vor haben.
Doch zurück: Der VdK-Kreisverband Nordthüringen hat in diesem Jahr wiederum an der Aktion im Mai teilgenommen. Dazu fand in Nordhausen eine zentrale Aktion mit Politikern und Behindertenvertretern statt. Die Schirmherrschaft hatte Bundestagsabgeordneter Lemme (li. u.a. mit KYF Landrätin Antje Hochwind und Landtagsnitglied Dorothea Marx) wieder übernommen.
Von den 13 Ortsverbänden des VdK führten darüber hinaus 12 Ortsverbände Diskussionsrunden zu interessanten Themen im Rahmen des Themenkomplexes durch und gewann dazu Kommunalpolitiker wie Sozial- und Behindertenvereine sowie Einrichtungen, ihre Erfahrungen einzubringen. Dafür einige Beispiele: Der Ortsverband Roßleben hatte als Gesprächspartner Kandidaten für den neuen Landtag, welche ihre Standpunkte zu den Fragen, u. a. behindertengerechtes Wohnen, darlegten. In Artern befragte man die Verantwortliche für den Öffentlichen Nahverkehr wie behindertengerecht dieser ist. Im Ortsverband Ilfeld scheuten sich
Lokalpolitiker nicht auf Fragen Rede und Antwort zu stehen.
In Reinsdorf erzählten Behinderte, welche in der Stiftung Finneck in den Integrationsprozess einbzogen sind von ihren Erfahrungen.
Nach der Veranstaltung des Ortsverbandes Nordhausen kam man zu der Erkenntnis, dass die vielen Akteure auf dem Gebiet der Barrierefreiheit und Inklusion ihre Kräfte bündeln müssen, um erfolgreich zu sein. Zu gleichem Ergebnis kam man im Ortsverband Bleicherode.
Der Ortsverband Donndorf-Wiehe-Bottendorf hatte den Integrationsfachdienst Leinefelde eingeladen und lies sich informieren, wie Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden können.
Diese Beispiele ließen sich fortsetzen. Sicherlich können sie auch für die neu gewählten Kreistage in Sondershausen und Nordhausen Anregung für ihre künftige Arbeit sein. Der Sozialverband VdK und weitere Sozial- und Behindertenverbände stehen ihnen dabei gern beratend bei Seite.
VdK-Kreisverband Nordthüringen
Text: Klaus Henze
Fotos: Bernd Reiber 2x, Jürgen Korte


