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Di, 00:52 Uhr
10.06.2014

Kommunale Jugendbeteiligung

Im Rahmen der Initiative „Youthpart #lokal – kommunale Jugendbeteiligung“ sollten im Kyffhäuserkreis Jugendliche in kommunale Prozesse einbezogen werden. Dazu ein Beitrag von "Lernen vor Ort im Kyffhäuserkreis"...

Innerhalb eines zum Thema stattfindenden Projekts wurden vom Oktober 2013 bis Januar 2014 eine Befragung zum Thema „Leben und Zukunft im Kyffhäuserkreis“ an Regelschulen und Gymnasien des Landkreises durchgeführt. Aus der Umfrage wurden Antworten von insgesamt 611 Jugendlichen (323 männlich und 284 weiblich), vorrangig aus Regelschulen, ausgewertet. Die Mehrheit davon war im Alter zwischen 13 und 15 Jahren. Der Schwerpunkt der Auswertung wurde gezielt auf diese Altersgruppe gelegt, da sich Schüler von Regelschulen im genannten Alter in der Orientierungs- und Übergangsphase zwischen Schule und Beruf befinden.

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Die insgesamt sieben Fragen, die teils durch Ankreuzen, teils durch offene Antworten bearbeitet werden konnten, ergaben folgendes Bild: Über die Hälfte aller Befragten kommt aus Orten mit weit weniger als 5.000 Einwohnern. Ein Großteil der 13 – 15-jährigen ist bei der Perspektivwahl nach der Schule trotz der Nähe der anstehenden Entscheidung noch unentschlossen. Diese Unentschlossenheit nimmt jedoch mit zunehmendem Alter der Jugendlichen ab. Die Möglichkeit der Umsetzung eigener Vorstellungen, was den Berufsstart im Landkreis betrifft, wird tendenziell optimistisch gesehen. Mit zunehmendem Alter nimmt diese Tendenz aber ab.

Die Mehrheit der Jugendlichen geht davon aus, den Kyffhäuserkreis verlassen zu müssen, um eine erfolgreiche Lebensperspektive zu haben. Die meisten Befragten sehen die Wahl ihres Lebensortes durch ihren Arbeitsort bedingt. Allerdings ist der Wunsch nach einer Zukunft in der Region bei einem Viertel der Befragten deutlich erkennbar, nur 9 % sehen für sich keine Perspektive im Landkreis.

Bei der Möglichkeit auf die Gestaltung der Heimat Einfluss zu nehmen sind die Befragten geteilter Meinung. Mehr als ein Viertel der Jugendlichen antwortet unentschlossen. Eine leicht positive Tendenz zur Zustimmung in dieser Frage ist erkennbar. Änderungswünsche gibt es vorrangig zur beruflichen Perspektive vor Ort. Der Wunsch nach Verbesserungen von Arbeitsmöglichkeiten dominiert hierbei. Forderungen nach besseren Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten folgen zweitrangig. An dritter Stelle sprechen sich die Jugendlichen für Verbesserungen in den Angeboten zur Freizeitgestaltung aus.
Eine ausführliche Auswertung der Ergebnisse wird in Kürze unter www.lernen-vor-ort-kyf.de abrufbar sein.

Christiane Bracke
Autor: khh

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