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Mo, 11:33 Uhr
30.06.2014

Der 90. Geburtstag

Die wenigsten Menschen erreichen die 90. Noch weniger Menschen werden zu diesem Jubiläum mit Ausstelllungen in Sondershausen, Bad Frankenhausen und Erfurt gewürdigt. Über Werk und Wirken des Künstlers Heinz Scharr berichtet Heidelore Kneffel (Update mit wichtigem Terminhinweis) ...

Ja, es ist wahr, der Künstler Heinz Scharr, der unermüdlich Schaffende, wurde vor 90 Jahren am 1. Juli 1924 in Sondershausen geboren.

Heinz Scharr 1999 (Foto: Heidelore Kneffel) Heinz Scharr 1999 (Foto: Heidelore Kneffel)
Deshalb lässt es sich diese Stadt nicht nehmen, in der Schlossgalerie eine Sonder-Ausstellung mit seinen Bildern zu gestalten, die am 5. Juli um 15.00 Uhr eröffnet wird und Naturbilder der letzten Jahre zeigt, welche die ungebrochene Kreativität des Künstlers aufzeigen. Bereits seit dem 28. Juni sind Werke von ihm im Angermuseum in Erfurt ausgestellt. Gemeinsam mit sechs anderen Männern und Frauen, die gleichfalls einen Jubiläumsgeburtstag haben, zeigt er „Unterm Strich – Zeichenkunst in Thüringen“.

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Am 15. Juli 2014 folgt im Ausstellungsgebäude der KZ Gedenkstätte Mittelbau-Dora die Präsentation „Zug der Gefangenen“. Bevor sich Scharr in den 1970er Jahren an die Ausführung der großen Kupferreliefwand in der Gedenkstätte heranwagte, schuf er Zeichnungen über Zeichnungen, die ihm helfen sollten, dieses komplizierte Thema zu bewältigen. Über 20 dieser Blätter, die dem künstlerischen Anspruch Scharrs genügen, werden gezeigt. Erstmals sind auch kleine Kupferreliefs zu sehen, Vorstudien zur großen Wand.

Kupferrelief Scharr (Foto: Heidelore Kneffel) Kupferrelief Scharr (Foto: Heidelore Kneffel)

Ein weiteres Ausstellungsereignis mit seinem künstlerischen Schaffen folgt am 8. November dieses Jahres im Panoramabau in Bad Frankenhausen.
Natürlich habe ich mich dieser Tage gefragt, wie es zu meiner persönlichen Bekanntschaft mit Heinz Scharr kam. 1992 wurde von Kunstfreunden das „Nordhäuser Forum der Künste e. V.“ gegründet und die Männer und Frauen wollten mit einer Ausstellung im Foyer des Theaters unbedingt auf Heinz Scharr hinweisen. So kam der Kontakt zustande und ich lernte den besonderen Kunstort Utterode bei Rehungen kennen, wo Jutta und Heinz Scharrs seit 1976 leben und wirken.

Plastik in Utterode (Foto: Heidelore Kneffel) Plastik in Utterode (Foto: Heidelore Kneffel)
Am 2. September 1992 konnten die Besucher im 1. Stock des Theaters „Graphik und Plastik“ vom Utteröder Künstler sehen. Unvergessen ist auch die „Klostergalerie Utterode“, die am 2. August 1994 eröffnet wurde und viele Interessierte versammelte. Dieser umfängliche Vierseitenhof, aus mittelalterlicher Zeit stammend, ist ein kunstgeschichtliches „Bilderbuch“ und wurde dank der Scharrs wieder ansehnlich gestaltet.

Seit damals gab es zahlreiche Begegnungen in seinen Ausstellungen in Nordhausen, Sondershausen, Limlingerode, Erfurt und Bonn und private Begegnungen auf Utterode und anderswo. Wer Scharr kennt, der weiß, dass man immer bereichert daraus hervorgeht. Zu seinem künstlerischen Vermögen kommt eine große Wortbegabung hinzu. Auch als Erzählender ist er ein Ereignis, dessen Erlebnisse für uns Geschichte und Kunstgeschichte seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis ins Heute plastisch belegen. Ich freue mich auf weitere aufschlussreiche Begegnungen.
Heidelore Kneffel

Heinz Scharr: "Meine Naturbilder"

Ausstellungseröffnung am 5. Juli 2014 um 15:00 Uhr im Schlossmuseum Sondershausen .
Die Ausstellung öffnet bis zum 31. August 2014.
Autor: red

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