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Di, 09:35 Uhr
01.07.2014

Kein Grund zum Feiern?

20 Jahre Kyffhäuserkreis ist der Kreisverwaltung nicht mal eine offizielle Würdigung des Ereignisses notwendig. Das könnte aber auch seinen Grund haben...

Am 1. Juli vor 20 Jahren hatten sich die Kreis Artern und Sondershausen zum Kyffhäuserkreis zusammengeschlossen. Scheint aber nicht sehr bewegend zu sein. Die Frühstückspause abgewartet und mal geschaut ob es eine offizielle Pressemeldung aus der Kreisverwaltung gibt?

Außer einer gefährlichen E-Mail "Are you satisfy with your present granite supplier" die gar eine Empfangsbestätigung forderte (ja nicht machen, wenn Sie die auch erhalten haben) ist das Postfach wie leer gefegt. Wer erwartete, es käme eine Grußbotschaft an die Bevölkerung des Landkreises, sieht sich getäuscht.

Wenn der Sparzwang schon so weit geht, dass nicht mal eine kleine Feierstunde organisiert wurde oder wenigstens ein offizielle Grußmitteilung versendet wurde, dann scheint es mit der Einheit des Kreises nicht weit her zu sein.

Und in der Tat, in vielen wichtigen Bereichen des öffentlichen Lebens gibt es im Kyffhäuser noch eine strikte Abgrenzung der Altkreise, so im Feuerwehrwesen und im DRK-Bereich. Dort fusionierte ja gar der Altkreis Artern mit Sömmerda und nicht mit Sondershausen!!!!!

Na wenigstens haben es ja in diesem Frühling die Kleingärtner geschafft, sich zu einem Kreisverband zusammenzuschließen. Ob das im Tourismus dieses Jahr auch noch passieren wird?

Ein Bereich der scheinbar noch zusammengehörte, der Kyffhäuser Tourismusverband, wurde von nicht mal einer Hand voll Kreisausschussmitgliedern (einige Mitglieder durften wegen Mitgliedschaft im Tourismusverband nicht mal mit abstimmen) als Flaggschiff in die Insolvenz geschickt. Ob der neue Verband auch so eine unendliche Geschichte wird, wie der Bau des die Altkreis Artern und Sondershausen verbindende Unstut-Werra-Radweges, bleibt abzuwarten.

Vielleicht will man die 20 Jahre auch deshalb nicht feiern, weil in den Schubladen der Politiker schon die Zerschlagung dieses Gebildes Kyffhäuserkreis als Plan vorliegt? Seit Jahren spuken ja die Gedanken einer Kreisreform mit wenigen Großkreisen in den Köpfen sparwütiger Politiker rum. Ob das ein Thema im Landtagswahlkampf sein wird, oder wollen die Politiker nach der Wahl lieber die Bürger überraschen? Als vor einem Jahr kn einem Kreistagsmitglied aus dem Ostteil von Großbrüchter erzählte, fragte er, hä, wo liegt denn das. So viel zur Frage der Identität in der Region.

Viele Fragen und keine Antworten. Aber jeder kann sich ja sein eigenen Gedanken machen, ob er im stillen des Jubiläums gedenkt, oder keinen Gedanken daran verschwendet

Karl-Heinz Herrmann
Autor: khh

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