Sa, 18:06 Uhr
05.07.2014
Ausstellung eröffnet
Wir schaffen auch einem jczlichen bürgere fride in seiner behausunge - Gerichtsbarkeit und Kriminalfälle vom Mittelalter bis zur Neuzeit in der Kyffhäuserregion, unter dieser Überschrift startete heute am Nachmittag eine neue Sonderausstellung im Regionalmuseum Bad Frankenhausen...
Den Wortlaut des Titels unserer Sonderausstellung haben wir den Statuten der Stadt Bad Frankenhausen entnommen, so Museumsleiter Dr. Ulrich Hahnemann. Die Statuta Civitatis Franckenhusanae , durch Graf Heinrich XXXIV. von Schwarzburg den Bürgern von Frankenhausen 1534 auferlegt und bestätigt, regelten das Zusammenleben der Einwohnerschaft auch im rechtlichen Sinne.
Was man da zu Ausstellungsbeginn nicht alles erfuhr:
Um einfache Delikte kümmerte sich der Stadtrat im Namen der Bürgerschaft selbst. Schwerwiegende Straftaten wie Raub, Totschlag und Mord aber auch Vorwürfe der Hexerei hingegen wurden im Namen des Landesherrn von seinen Beamten und Juristen verfolgt und verhandelt.
In einer gemeinsamen Ausstellung wenden sich das Regionalmuseum und die Ausstellungsgestalter Dieter und Dorit Fox aus Neukirchen/Pleiße der Thematik Gerichtsbarkeit zu. Seitens des Museums werden historisch verbürgte Gerichtsfälle als auch ins Reich der Sagen tendierende Vorfälle aus der Kyffhäuserregion dargestellt. Geschildert werden Schloss Frankenhausen als einstigem Sitz des Amtsgerichtes nebst Gefängnis, der Raubritter Friedrich von Heldrungen im 14. Jh., die letzte Hinrichtung auf dem Galgenberg bei Frankenhausen 1824, ein Hexenprozess 1680 und ein schwerer Raubmord 1899 in Oldisleben, die Verurteilung einer Kindsmörderin aus Seega 1752, eine Beziehungstat 1785 in Artern, der Schwarzburgische Prinzenraub 1865 oder Geschichten die sich um Sühnekreuze der Region ranken.
Seitens der Sammlerfamilie Fox werden Folter- und Hinrichtungsmethoden vom Mittelalters und der Frühen Neuzeit aufgeführt, die in aller Deutlichkeit veranschaulichen, welchen Torturen wirkliche wie vermeintliche Straftäter im Verlauf des Prozesses unterworfen sein konnten.
Eine interessante Ausstellung, die Sie nicht versäumen sollten. Zu sehen ist die Ausstellung vom 05. Juli 2014 bis 14. September 2014. Unterstützt wird die Ausstellung von der Sparkassenmuseumsstiftung für den Kyffhäuserkreis.
Autor: khhDen Wortlaut des Titels unserer Sonderausstellung haben wir den Statuten der Stadt Bad Frankenhausen entnommen, so Museumsleiter Dr. Ulrich Hahnemann. Die Statuta Civitatis Franckenhusanae , durch Graf Heinrich XXXIV. von Schwarzburg den Bürgern von Frankenhausen 1534 auferlegt und bestätigt, regelten das Zusammenleben der Einwohnerschaft auch im rechtlichen Sinne.
Was man da zu Ausstellungsbeginn nicht alles erfuhr:
Um einfache Delikte kümmerte sich der Stadtrat im Namen der Bürgerschaft selbst. Schwerwiegende Straftaten wie Raub, Totschlag und Mord aber auch Vorwürfe der Hexerei hingegen wurden im Namen des Landesherrn von seinen Beamten und Juristen verfolgt und verhandelt.
In einer gemeinsamen Ausstellung wenden sich das Regionalmuseum und die Ausstellungsgestalter Dieter und Dorit Fox aus Neukirchen/Pleiße der Thematik Gerichtsbarkeit zu. Seitens des Museums werden historisch verbürgte Gerichtsfälle als auch ins Reich der Sagen tendierende Vorfälle aus der Kyffhäuserregion dargestellt. Geschildert werden Schloss Frankenhausen als einstigem Sitz des Amtsgerichtes nebst Gefängnis, der Raubritter Friedrich von Heldrungen im 14. Jh., die letzte Hinrichtung auf dem Galgenberg bei Frankenhausen 1824, ein Hexenprozess 1680 und ein schwerer Raubmord 1899 in Oldisleben, die Verurteilung einer Kindsmörderin aus Seega 1752, eine Beziehungstat 1785 in Artern, der Schwarzburgische Prinzenraub 1865 oder Geschichten die sich um Sühnekreuze der Region ranken.
Seitens der Sammlerfamilie Fox werden Folter- und Hinrichtungsmethoden vom Mittelalters und der Frühen Neuzeit aufgeführt, die in aller Deutlichkeit veranschaulichen, welchen Torturen wirkliche wie vermeintliche Straftäter im Verlauf des Prozesses unterworfen sein konnten.
Eine interessante Ausstellung, die Sie nicht versäumen sollten. Zu sehen ist die Ausstellung vom 05. Juli 2014 bis 14. September 2014. Unterstützt wird die Ausstellung von der Sparkassenmuseumsstiftung für den Kyffhäuserkreis.




