Forum: Teufelszeug Kampfdrohnen
Lächelnd und mit rhetorischen Verrenkungen, kämpft eine siebenfache Mutter im Bundestag für Kampfdrohnen, die in Kampfeinsätzen verwendet werden sollen. So beginnt ein Leserbrief zum Thema Kampfdrohnen...
Als hätten sie aus ihrer Sicht regelrechte Engelsflügel, will sie der militärischen Verantwortung Deutschlands in der Welt mehr Gewicht verleihen. Es ist einfach nicht zu fassen! Reicht es nicht, welchen Schaden diese Kampfdrohnen im allzu oft völkerrechtswidrigem Einsatz durch die selbsternannte Weltmacht USA anrichten?
Hätte sie lieber ihre Redezeit dafür genutzt,den Protest der Bundesregierung zum Ausdruck zu bringen, wie die USA mit ihren Kampfdrohnen das Völkerrecht permanent brechen. Will nun Deutschland in dieser "sauberen" Gilde, entsprechend der neuen Verantwortung, auch mitmischen? Es macht Angst, mit welcher Selbstverständlichkeit die Verteidigungsministerin für den Einsatz von diesem Teufelszeug agiert. Das ist nicht im Interesse der Mehrheit der Deutschen. Also erhebt sich doch die Frage, in welchem Interesse hofiert sie diese Kampfdrohnen?
Die Rüstungslobby wird sicher von diesem Auftritt verzückt sein, ganz zu schweigen von Herrn Gauck, der ja zu solchen Waffengängen das Feld mit seinen Reden bereitet. Was muss das Land der Dichter und Denker, vor allem die Menschen in Deutschland, noch alles ertragen?
Das Gedenken an 100 Jahre erster Weltkrieg bekommt in diesem Zusammenhang einen eigenartigen Anstrich. Alle, die jetzt über die neue deutsche Rolle in der Welt mit mehr militärischen Gewicht sprechen, haben die Grausamkeit eines Krieges nicht erlebt, aber kalkulieren Krieg längst wieder ein. Reicht es nicht, was in jüngster Zeit, auch mit deutscher Beteiligung, in der Welt angerichtet wurde?
Mit solcher Politik wird die Gewaltspirale nicht beendet, auch wenn noch so "charmant" darüber geredet wird. Dem Volke dienen und nicht den Interessen einer Lobby. Dann brauchten wir auch keine Kampfdrohnen und militärische Einsätze in der Welt.
Rolf-Dieter Reiber
Ichstedt
Autor: khh
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Kommentare
Real Human
06.07.2014, 14:29 Uhr
Der Friede muss bewaffnet sein, Herr Reiber!
Es wundert mich, dass es zu diesem Forumsartikel noch keinen Kommentar gibt. Und ich frage mich, warum ausgerechnet ich, der sich eher der linken Pobacke des eindimensionalen politischen Koordinatensystems zugehörig fühlt, schon wieder darauf antworten soll.
Der erste Grund dafür ist wohl, dass das Rechts/Links-Schema viel zu primitiv für politische Einordnungen ist. Wer suchen will, der findet im web schnell differenziertere Koordinatensysteme. So z.B. auf http://de.wikipedia.org/wiki/Politisches_Spektrum. Man darf aber nicht vergessen, dass Politik von Menschen gemacht wird, denen meistens Unrecht angetan wird, wenn man sie einfach in einen bestimmten Ordner abheftet. Menschen gleichen auch keinen fixen unveränderlichen Dateien, denn sie ändern sich im Laufe ihres Lebens – im Idealfall zum Besseren. (Ob zum Besseren oder Schlechteren hängt natürlich vom subjektiven Standpunkt der Anderen ab.)
Der zweite Grund ist wieder der Stil der Argumentation. Sie ist meiner Meinung nach polemisch bis demagogisch.
Der dritte Grund ist der weitverbreitete fruchtbare Boden, auf den solche Meinungen fallen. Denn wer will eine Aufrüstung der Bundeswehr auch nur erwägen, wenn er nicht gleich als militaristisch und antisozial (Rüstungsausgaben schmälern u.a. den Sozialetat) eingeordnet werden will?
Herr Reiber hat offensichtlich ein klares Feindbild. Das ist zunächst die selbsternannte Weltmacht USA.
Warum eigentlich nicht auch die Weltmacht, die kürzlich ihr Territorium durch eine militärische Annexion völkerrechtswidrig vergrößert hat? Dabei hätte Putin auch ein unter INTERNATATIONALER Kontrolle durchgeführtes Referendum über die Zugehörigkeit der Krim fordern und durchsetzen können. So aber hat er erst Kraft seiner militärischen Überlegenheit Tatsachen geschaffen und unter den Bajonetten seiner Soldaten eine zweifelhafte Wahl durchführen lassen. Kein Wunder, dass so alte antirussische Feindbilder reaktiviert wurden.
Die Eliten der USA sind gewiss alles Andere als Unschuldsengel. Aber wie würde Europa heute aussehen, wenn amerikanische Soldaten nicht im Zweiten Weltkrieg ihr Blut für die wenigstens bürgerliche Freiheit der Alten Welt vergossen hätten? Herrn Reiber scheint nicht klar zu sein, dass es noch Schlimmeres als den Kapitalismus geben kann, nämlich kapitalistische Staaten, die von Diktatoren beherrscht werden. (Sozialistische Diktaturen können nach einiger Zeit allerdings ebenso menschenfeindlich und gefährlich werden – wie z.B. Nordkorea, in dem die jeweiligen Geliebten Führer wie Götter angebetet werden müssen.)
Was läge vor diesem Hintergrund eigentlich näher, als sich für ein starkes Europa einzusetzen, das seinen eigenen Weg geht und sich weder von den USA noch von Russland bevormunden und ausspionieren lässt?
Glaubt Herr Reiber etwa, dass mit einer Eurasischen Union von Wladiwostok bis Lissabon in den dann zugehörigen Mitgliedsstaaten plötzlich soziale Gerechtigkeit entstehen würde? Oder ist dies nur eine Unterstellung von mir?
Immerhin wäre ein wirtschaftlich und militärisch schwaches Europa dafür ein wichtiges strategisches Zwischenziel. Zumindest ein militärisch schwaches Europa wird von Herrn Reiber aber angestrebt, indem er eine Bewaffnung der Bundeswehr mit Drohnen von vornherein verteufelt.
Selbstverständlich sind Drohnen gefährliche Waffen; und sie werden noch mächtiger, wenn sie nicht mehr von Menschen gelenkt werden, sondern nach und nach zu AUTONOMEN Kampfrobotern werden, die menschlichen Piloten haushoch überlegen sein werden. Von verschiedenen Seiten wird ein Verbot oder zumindest ein Moratorium für die Entwicklung solcher Waffen gefordert. Werden aber auch alle Staaten der Erde einen solchen Vertrag unterzeichnen und ihn dann auch einhalten?
Ich denke, es ist eine einfältige Illusion, an den ehrlichen Friedenswillen der Mächtigen zu glauben. Einen weltweiten Atomkrieg hat es (bis jetzt)u.a. nur deshalb nicht gegeben, weil wir dank einiger Befehlsverweigerer verdammtes Glück hatten. (Warum haben diese eigentlich bis heute noch keinen Friedensnobelpreis erhalten?)
Nach wie vor ist gegenseitige Abschreckung leider die beste Garantie für eine (noch) relativ friedliche Welt.
Ob der von Einigen prognostizierte Homo Sapiens 2.0 einst daran etwas ändern wird, ist eine vage und vielleicht sogar dumme Hoffnung – aber ich denke die einzige. Bevor gute intelligente Maschinen die Menschheit vielleicht retten können, müssen wir uns aber so gut wie möglich vor bösartig verblendeten MENSCHEN schützen, denn bis jetzt gibt es keine bösen Maschinen, sondern eben nur gefährliche Menschen mit zu viel Macht. (Zur Vertiefung beschäftige man sich mal mit dem Fermi-Paradoxon!)
Herrn Reiber empfehle ich einstweilen, über die alte DDR-Losung nachzudenken:
Der Friede muss bewaffnet sein! (Siehe dazu auch z.B.: www.puppenhausmuseum.de!)
handwerker61
06.07.2014, 16:30 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Gehört nicht zum Thema des Beitrages
I.H.
06.07.2014, 20:16 Uhr
Was sagt Putin dazu?
Lieber Herr Reiber,
was sagt der geliebte Führer, die Sonne des Ostens, die Pflugschar der Partei, der Lieblingsschwiegersohn aller friedensliebenden Schwiegermütter, der lupenreine Demokrat, ... Wladimir Iljitsch Putin zum deutschen niederträchtigen Wunsch nach dem Teufelszeug Drohnen? Darf ich Ihre Ausführungen zur Ablehnung als den Wunsch des großen Führers betrachten? Oder sollen wir lieber gleich die drahtgelenkten, mit Friedensatombomben bestückten Drohnen bei Wladimir Iljitsch Stalin Putins Firma bestellen?
Untertänigst,
Ihr Statler Waldorf
(Bewunderer und ewiger Diener des gro0en Putins)
henry12
06.07.2014, 20:54 Uhr
"Teufelszeug Kampfdrohnen"
Ein guter Artikel, unpolemisch und nicht demagogisch. Er regt gerade in Bezug auf die
Schuldfolklore Deutschlands zu den beiden
Weltkriegen zum nachdenken an.
Das Kommentatoren reflexartig bei Putin landen, ist lächerlich. Das hatten wir schon einmal. Alles , was nicht in das gültige Denkschema passt, wird als Systemkritik von einigen wie eine Agit-prop.-gang gebasht.
I.H.
06.07.2014, 22:24 Uhr
Lausiger Artikel!
Nur anständig bewaffnet ist und bleibt unsere Demokratie langfristig ein lebenswerter Staat. Wer von "Schuldfolklore" daher labert hat aus der Geschichte nichts, aber auch gar nichts gelernt!
Deutschland braucht eine starke Armee, um unsere europäischen Interessen zu verteidigen! Dazu gehört für diese Armee die beste Technologie, die der Markt bietet. Unsere Truppen müssen die beste Ausrüstung bekommen, die wir haben und beschaffen können.
Deutschland muss sich gemeinsam mit Frankreich, den Benelux-Staaten, den süd- und Ost-Europäern endlich der Verantwortung stellen, die wir haben. Wir müssen die Amis aus europäischer Sicherheitspolitik herausdrängen und dem aggressiven Putin-Russen auch militärisch seine Grenze aufzeigen. Europa gehört den Europäern und nicht den Amis oder den Russen.
Wolfi65
07.07.2014, 07:23 Uhr
Na dann voran
Wer solche Sprüche klopft, sollte doch mit guten Beispiel voran gehen. Holzgewehr über und heraus aus der Sandkiste! Die Augen Rechts und Still gestanden! Rein in die erste Reihe und die Windeln nicht vergessen, damit das Höschen beim ersten Feindkontakt nicht nass wird @SW
henry12
07.07.2014, 07:46 Uhr
" Lausiger Artikel! "
Das hört sich verdammt nach Göbbels und Mielke an. Irgendwie steckt die Denke tief in den deutschen Genen. Zugegeben, die Zusammenhänge in der Ukraine und ihre Auswirkungen auf Russland sind nicht so einfach überschaubar. Aber mit einem
wenig guten Willen müsste das eigentlich machbar sein.
Retupmoc
07.07.2014, 07:56 Uhr
Freiwillig
Ich würde mir wünschen, das Sie sich @ Direktor der Muppet-Show freiwillig zum Auslandseinsatz melden. Dann würden Sie vielleicht erkennen, das dies nicht lustig ist. Aber macht ja nichts, solange andere Menschen streben. Von hier zu Hause mit einer lustigen Kommentarfunktion geht das auch besser. Apopos von zu Hause aus. Die Laienschen Kampfdrohnen können Sie übrigens auch bei entsprechendem Equipment von zu Hause aus steuern. Auf dem Coimputerbildschirm sehen sie noch nicht einmal das viele Blut und die Schmerzensschreie der " nur " Verwundeten. Übrigens will die Laien die Drohnen in Israel kaufen. Da hat man wenigstens die Gewähr, das die auh funktionieren, sind ja schon mehrfach erprobt.
Kurz und prägnant:
Dieses Deutschland hat schon zwei Weltkriege entfacht. In einer normalen Welt würde so ein Land nicht einmal mehr Holzgewehre benutzen dürfen. Aber man lässt den deutschen Michel gern gewähren, als willfähigem Streiter für die westliche Weltordnung. Übrigens - Putin und sein land, sind sicher nicht die Vorzeigebeispiele für eine friedliche Welt. Aber der hat mit deutschen Drohnen nichts zu tun. Und wie ich schon sagte, nachdem deutsche Soldaten millionenfach Russen getötet haben, könnte der Herr Putin vielleiht etwas dagegen haben. Ich wundere mich immer wieder nur, das hier kein Aufschrei der linksorientierten Lientel durch die Gegend zu hören ist. Wir betrauern zurecht die Toten der ganzen Kriege und die Greueltaten der Faschisten und hier spielen Laien mit Kampftechnik?
PS: Was mit solchen süssen Kampfdrohnen geschehen kann male ich mir lieber nicht aus. Sogar das Szenario nicht, bei denen die Drohen gehakt werden und von Terroristen dann auf deutsche Städte zurückgelenkt werden.
ente aus ndh
07.07.2014, 12:12 Uhr
Glaubwürdig
Deutschland ist nun mal Mitglied der Nato und als solches muß die Bundeswehr bei Entsprechenden Nato oder Uno Mandat auch zu Einsätzen ausrücken.Und um die Soldaten weitestgehend zu schützen giebt mann ihnen die beste Ausrüstung mit die zur Verfügung steht.Weigern sich die Deutschen laufend an solchen Einsätzen teilzunehmen verlieren wir unsere Glaubwürdigkeit und können die Bundeswehr gleich kommplett abschaffen.
Wolfi65
07.07.2014, 12:57 Uhr
Guter Vorschlag@ente aus Ndh
Gleich die Bundeswehr abschaffen.
Grenzen, welche zu sichern wären, gibt es nicht mehr und den Rest machen doch freiwillig unsere Verbündeten.
Deutschland liefert die Waffen für die Kriege in aller Welt und dafür brauchen wir keine Truppen mehr zu schicken.
Den Rest machen die ferngelenkten Drohnen, welche man notfalls auch vom heimischen PC steuern kann.
Wer eine schlagkräftige Armee haben will, sollte sich doch selbst für den Dienst an der Waffe melden.
Und mal ehrlich geschrieben.
Wer will sich denn noch für eine Gesellschaftsordnung über den Haufen schießen lassen, welche für den kleinen Mann sowieso nichts übrig hat?
Und das Thema Freiheit usw. haben wir ja wohl schon des Öfteren in der NNZ gelesen.
Die besiegten Deutschen haben nach 1945 geschworen, niemals wieder eine Waffe in die Hand zu nehmen und bewaffnet in ein anderes Land der Welt einzumarschieren.
OK. Heute wird ja ein Land per Luft erobert.
Somit hat man sich wenigstens in einem Punkt an ein gebrochenes Versprechen gehalten.
Notfalls hat man ja noch die Nuklearen Interkontinentalraketen.
Wer diese zu Beginn des III. Weltkrieges zuerst abgefeuert hat, wird dann wohl Niemanden mehr interessieren.
Retupmoc
07.07.2014, 13:26 Uhr
Gelungener Beitrag
@ Wolfi - Ich ziehe meinen Hut vor soviel Sachverstand. Alles genau richtig beschrieben.
Einen Zusatz erlauben Sie mir aber noch: Ich wette, das der 3. Weltkrieg durch die Nato beginnt.
Wolfi65
07.07.2014, 15:08 Uhr
Bevor sämtliche Elektronik den Geist aufgibt
schreibe ich mal im Voraus: @Retupmoc Wette gewonnen!
Real Human
07.07.2014, 15:19 Uhr
Kampfroboter – Untergang oder gefährliche Chance?
Auch wenn Herr Reiber schon einen weiteren interessanten Forumsartikel geschrieben hat, drängt es mich, auf einige weitere Aspekte von The german drones to the front! einzugehen:
Ich will die deutschen Gene von henry12 nicht auf die Goldwaage legen. Er meint damit wohl deutsche KULTUR-Gene, auch Meme genannt? Trotzdem gibt es auch heute noch Deutschenhasser, die den Deutschen nachsagen, sie hätten die negativen Eigenschaften, die in den beiden Weltkriegen bei ihnen zum Vorschein gekommen sind, quasi für immer und ewig in ihrem Blut (ihren Genen). Wer heute noch diese Meinung vertritt, ist sich anscheinend nicht bewusst, dass er damit die Rassenideologie der Nazis neu adelt.
Schwieriger ist es mit den deutschen Kultur-Genen. Pedantisch, humorlos und spießig das sind drei Beispiele für negative Eigenschaften, die Manche – nicht nur im Ausland – für typisch deutsch halten. Fünf Minuten vor der Zeit ist der Preußen Pünktlichkeit! (Pünktlichkeit ist eigentlich nicht schlecht, wird aber gern mit dem rechtzeitigen Erscheinen preußischer Truppen auf dem Schlachtfeld assoziiert.)
Wenn schon nicht als Weltbürger – sollten wir uns heute aber eher als Europäer definieren, die ganz wesentlich von den Werten der Aufklärung geprägt sind. Aber wie ich schon in einem anderen Kommentar geschrieben habe, sollte sich jeder so definieren können wie er will, solange er andere nicht zwingen will so zu werden wie er selbst und auch sonst mit seiner Identität keinen gesellschaftlichen Schaden anrichtet. Auch wenn ich seltsam davon gerührt bin, schadet Conchita Wurst doch wohl niemandem – oder?
Und damit das Höschen beim ersten Feindkontakt nicht nass wird, ist der Einsatz von Kampfrobotern doch wohl nicht die schlechteste Alternative. Kriminell und menschenverachtend sind vielmehr jene, die ihren biologischen Kampfrobotern zuerst ein intolerantes Weltbild einimpfen und ihnen nach ihrem Heldentod den sofortigen Eingang ins Paradies versprechen. Die Einhaltung des Versprechens ist ja nicht nachprüfbar, denn es hat von dort noch niemals jemand Urlaub genommen, um seinen Glaubensbrüdern davon zu berichten. (Das gilt auch für christliche Gotteskrieger.) Aber vielleicht schicken einige religiotische Trickbetrüger demnächst eineiige Zwillinge in den Glaubenskrieg …?
(Das Wissen darüber, dass sich hinter Glaubenskriegen meist ganz andere Begehrlichkeiten aber auch große soziale und psychologische Probleme verbergen, setze ich voraus!)
@ Retupmoc :
Tja, wer den 3. Weltkrieg begonnen haben wird, kann dann wohl niemand mehr nachprüfen.
Und in 30 Millionen Erdenjahren wird eine Superzivilisation in der Sombrero-galaxie mit einem ihrer Superteleskope im Idiotennebel einen Planeten entdecken, deren Bewohner schon die Anfänge der Raumfahrt erreicht hatten, dann aber nur Algen und Einzeller hinterlassen haben. Dabei hätten sie doch nur wenige Jahrzehnte bis zur Entwicklung von Künstlicher Intelligenz durchhalten müssen. (Diese KI's hätten vielleicht auch Kriege untereinander geführt. Aber sie hätten im Gegensatz zu ihren Schöpfern ihre Schmerzsensoren abschalten, sich rechtzeitig vorsorglich klonen und über ihre gesamte Galaxis ausbreiten können.)
Friedrich Nietzsche ahnte noch nichts von Künstlicher Intelligenz, konnte aber besser formulieren als irgendein Joerg B.:
Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch – ein Seil über einem Abgrunde.
Ein gefährliches Hinüber, ein gefährliches Auf-dem-Wege, ein gefährliches Zurückblicken, ein
gefährliches Schaudern und Stehenbleiben. ...
henry12
07.07.2014, 17:42 Uhr
Joerg B.
Ich lass mich gerne überzeugen, aber das ist lediglich ein Konglomerat aus Konstruktion, passend machen und grenzenloser Selbstverliebtheit.
Thomas Fichtner
08.07.2014, 02:26 Uhr
Mal eine kleine Frage...
Für mich als Laien stellt es sich nun doch ein wenig fraglich dar, inwieweit solche zwar hoch, aber auch eher langsam fliegenden Drohnen, von erheblicher Größe, für jeden halbwegs entwickelten Gegner etwas anderes als nette Ziele darstellen sollen.
Diese Dinger mögen ja in Absurdistan oder zur Sicherung der Besatzungstruppen nach der "Befreiung" eines Landes von jeglicher Sicherheit und Ordnung, wie z.B. im Irak passierte, hilfreich sein, also in/gegen Länder die entweder keine echte Rüstungsindustrie haben, ihre Rüstungsgüter komplett importieren, oder wo sich die lokale Rüstungsindustrie auf das reparieren gebrauchter Kalaschnikows in der Lehmhütte und den Bau von IED's aus Fundmunition und Handys beschränkt. Aber gegen den hier so gern als Feindbild wiederbelebten Russen, mit seiner doch erheblichen Luftwaffe und recht effektiven Luftabwehr, oder auch nur irgendjemanden der halbwegs industrialisiert ist...eher nicht so, oder?
Also geht es da doch eher um Geldverschwendung, Einsätz im Rahmen von Machtprojektionsfantasien nach kolonialem Wunschdenken, als um irgendwie sinnvolle Verteidigungsausrüstung für eine eigentlich nach Grundgesetz als Verteidigungsarmee nur legitimierte Bundeswehr, die im eigentlich als Verteidigungsbündnis propagierten NATO integriert ist.
Nicht das der letzte, etwas bekanntere, von Deutschen angeforderte Luftschlag - Kunduz mit 120..140 toten Zivilisten - eine echte Glanzleistung war und auch völlig die Tatsachen ignorierend das von über 3400 Toten durch US-Drohnenschläge in Pakistan nur 2% der Opfer eigentliche Zielpersonen waren, die anderen 98% halt "Flurschaden"...
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