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Sa, 12:27 Uhr
05.07.2014

MPU-Beratung gibt Aufschluss

Jedes Jahr müssen in Deutschland etwa 100 000 Menschen eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) absolvieren. Die behördlich angeordnete Untersuchung hat dabei recht unterschiedliche anlassbezogene Gründe...


Bestehen Zweifel an der Fahreignung oder sind bestimmte Voraussetzungen für den Erwerb beziehungsweise Erhalt einer Fahrerlaubnis nachzuweisen, dient die MPU dazu, die Fahrerlaubnis wieder zu erlangen oder erteilt zu bekommen. Verkehrspsychologin Susanne Nitzsche, Leiterin der Schulungsstelle Kraftfahreignung des TÜV Thüringen, rät zu einer seriösen und unabhängigen MPU-Beratung.

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Zu den häufigsten Gründen für die Anordnung einer MPU zählt nach wie vor das Fahren unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen. In den meisten Fällen führt dies zu einer Aberkennung der Fahreignung und damit zum Entzug der Fahrerlaubnis. „Für Betroffene ist das häufig zunächst ein Schock, zumal der Führerschein oft als unentbehrliche Lebensnotwendigkeit gesehen wird. Entsprechend hoch ist deshalb in aller Regel auch die Motivation, diesen schnellstmöglich wieder zu erlangen“, erläutert Susanne Nitzsche.

Vielen Betroffenen ist der schnellste Weg zurück zum Führerschein aber oftmals nicht bekannt, zumal er vor allem nicht für jeden gleich ist. Sie gehen davon aus, dass für das erfolgreiche Bestehen einer MPU ein vollkommener Verzicht auf die jeweiligen Substanzen notwendig ist und ein so genannter Abstinenznachweis dafür erbracht werden muss. „Wer aufgrund seines Drogenkonsums zu einer MPU muss, kommt um den Abstinenznachweis nicht umhin“, so die Verkehrspsychologin.

Bei Alkoholdelikten besteht jedoch oft auch die Möglichkeit, ohne einen solchen Abstinenznachweis bei einer MPU erfolgreich zu sein. Zu wissen, ob im jeweiligen Einzelfall auch ein Alkoholverzicht notwendig ist, spart Zeit und Geld. Der Nachweis der Abstinenz ist nämlich immer auch mit Kosten verbunden. Aus Sicht der Verkehrspsychologin ist es daher elementar wichtig, sich im Vorfeld einer MPU umfassend zu informieren.

Eine seriöse und unabhängige MPU-Beratung bei einem geschulten Verkehrspsychologen gibt den Betroffenen Klarheit, welche Anforderungen im Einzelfall zu erfüllen sind und ob eine Abstinenz dazu gehört. Sie empfiehlt den Betroffenen, nicht zu zögern und gleich nach dem Fahrerlaubnisentzug möglichst frühzeitig eine MPU-Beratung aufzusuchen.

„In einer solchen Beratung wird mit dem Klienten gemeinsam ein Fahrplan erarbeitet, wie ein Zurück zum Führerschein möglich ist. Dabei werden die Delikte und die individuelle Vorgeschichte berücksichtigt. Auf dieser Basis wird unter anderem auch die Entscheidung getroffen, ob eine zukünftige Abstinenz notwendig ist und in welcher Dauer und Form diese nachzuweisen wäre, um so später wieder am Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen“, erklärt Susanne Nitzsche von der Schulungsstelle Kraftfahreignung des TÜV Thüringen.
Autor: red

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