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Sa, 11:13 Uhr
12.07.2014

Nach oben und nach unten

Sie sind ständig betriebsbereit, funktionieren bei Tag und Nacht und befördern uns ganz einfach per Knopfdruck bequem in jede gewünschte Etage: Aufzüge, sie zählen zu den sichersten Transportmitteln überhaupt...


Allerdings kommt es immer wieder zu zum Teil folgenschweren Unfällen an Aufzugsanlagen, teilweise sogar mit tödlichem Ausgang. Der TÜV Thüringen weist darauf hin, besonders im Bereich der Türen Obacht zu geben.

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Viele nutzen tagein, tagaus völlig unbeschwert Aufzüge, ohne dabei ein Horrorszenario vor Augen zu haben. Zwar fährt im Aufzug immer auch die Angst mit, stecken zu bleiben oder gar abzustürzen, anderseits zählen moderne Aufzugsanlagen zu den sichersten Transportmitteln schlecht hin.

Sie sind kinderleicht zu bedienen und werden in der Regel von Personen bedient, die keinerlei technische Befähigung dazu haben. Die hochkomplexen technischen Hebevorrichtungen stellen für den Nutzer eine Art Black-Box dar, das Vertrauen in die Technik ist dementsprechend hoch.

Dennoch kommt es jedes Jahr zu Unfällen an und mit Aufzügen. Statistisch gesehen stehen dabei das Fehlverhalten von Benutzern sowie Unfälle an sich öffnenden beziehungsweise schließenden Türen bei den Unfallursachen ganz oben auf der Hitliste. Nahezu jeder vierte Unfall passierte im Zusammenhang mit den Aufzugstüren.

Ulrich Penndorf, Fachabteilungsleiter Fördertechnik beim TÜV Thüringen, rät daher zu besonderer Vorsicht an den Türen. „Die Aufzugstüren sind neben den Bedientasten für den Nutzer das einzige sichtbare Bauteil des Aufzugs. Beim Einfahren in die Haltestelle öffnet der Antrieb sowohl die Fahrkorb- als auch die Schachttür. Hier besteht die Gefahr, dass sich Passanten Quetschungen zuziehen oder von den sich schließenden Türen eingeklemmt beziehungsweise durch Stoß verletzt werden“, erklärt der Aufzugssachverständige Penndorf.

Aus Sicht des Aufzugsexperten ereignen sich allerdings auch immer wieder Unfälle durch Unachtsamkeit oder aus Unkenntnis der Benutzer. „Wer eine Hand, seinen Arm oder sein Bein in eine sich schließende Aufzugstür hält, um den Fahrvorgang des Aufzugs aufzuhalten, riskiert Verletzungen. Die auftretenden Kräfte an den Türen werden bei den regelmäßigen Aufzugsprüfungen gemessen. Bei einer Abweichung von der Norm wird dies von den Sachverständigen der Zugelassenen Überwachungsstellen (ZÜS), wie zum Beispiel des TÜV Thüringen, als Mangel eingestuft und muss umgehend durch die Aufzugswartungsfirma abgestellt werden."

Für den Laien sind mangelhafte oder gefährliche Aufzugsanlagen kaum erkennbar. Immerhin fielen in Deutschland 2013 laut Anlagensicherheits-Report der ZÜS bei den Prüfungen 54,1 Prozent der Aufzüge mit Mängeln auf. Mehr als jeder siebte Aufzug (13,1 Prozent) hatte dabei sogar sicherheitserhebliche oder gefährliche Mängel. Aufzugsexperte Ulrich Penndorf rät Aufzugsnutzern, auf den bündigen Einstieg zwischen Fahrkorb und Etage zu achten.

„Hier können gefährliche Stolperkanten entstehen. Gerade für ältere Menschen oder Personen mit Handicap besteht in diesem Fall eine erhöhte Verletzungsgefahr“, so Penndorf. Ein weiteres Gefahrenpotential besteht, wenn sich Nutzer an eine Schachttür anlehnen oder gar diese versuchen, mit Gewalt zu öffnen, ohne dass sich der Fahrkorb dahinter befindet. Hier besteht Absturzgefahr.

„Zwar werden die Schachttüren in einer oberen und unteren Führung gehalten, allerdings ist die Türaufnahme lediglich oben stabil ausgeführt, unten sind es meist nur Blechstreifen, die die Tür absichern. Bei einem Versagen der Türführung kann es zu einem Abstürzen in den Aufzugsschacht kommen, mit schwerwiegenden Folgen“, erläutert der Sachverständige. Aus diesem Grund ist für Ulrich Penndorf der Einstiegsbereich eines Aufzugs auch kein Spielplatz.
Autor: red

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