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So, 20:09 Uhr
03.08.2014

Ortschaftsräte und Ortsbürgermeisterin vom Land allein gelassen?

Ausländerbeauftragte in Rockensußra. Auf Einladung der Ortsteilbürgermeisterin Esther Richter hat die Ausländerbeauftragte Frau Petra Heß am Dienstag, 29. Juli 2014, die Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber und Flüchtlinge in Rockensußra besucht. Dazu erreichte kn folgende Pressemeldung...

Dem Besuch ging ein Schreiben der Ortsteilbürgermeisterin voraus, in dem die mangelhafte Infrastruktur für Flüchtlinge und fehlende Betreuung der Flüchtlingskinder bemängelt wurde.

In diesem kleinen Ort leben ca. 250 Einwohner und über 100 gemeldete Asylbewerber aus verschiedenen Nationen. Der beschauliche Ort ist ruhig gelegen, hat einen reizenden Ortskern, aber seit einem Jahr keinen Kindergarten, schon länger keine Einkaufsmöglichkeiten und auch keine medizinische Versorgung vor Ort.

Rockensußra (Foto: Ausländerbeauftragte) Rockensußra (Foto: Ausländerbeauftragte)

Beratung in Rockensußra. Foto Ausländerbeauftragte

Auch wenn es Asylbewerbern seit der Abschaffung der Residenzpflicht in Thüringen formal gestattet ist, sich innerhalb des Bundeslandes frei zu bewegen, beanspruchen Fahrtkosten schon etwa ein Zehntel des monatlichen Budgets, das Flüchtlingen zur Verfügung steht.

Mit Unterstützung eines Sozialarbeiters, der als Ansprechpartner zur Verfügung steht, werden zwar die größten Sorgen und Nöte bewältigt – aber die fehlende Kinderbetreuung kann auch er nicht aus der Welt schaffen.

Die Flüchtlinge sind in Wohnungen untergebracht, doch leider steht kein Spiel- und Betreuungszimmer zur Verfügung, in dem die Kinder von Anfang an den Zugang zur Sprache und zu gemeinschaftlichen Lernens erhalten. Über 15 Kinder sind derzeit im Kindergartenalter.

Bürgermeisterin Richter kann aufgrund der schwierigen Haushaltslage weder Investitionen tätigen noch pädagogische Betreuung sichern. Auch für die schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen gibt es keine Möglichkeit der Begegnung. Bei schönem Wetter und in den Sommermonaten mag das alles gehen, so Esther Richter, aber wir brauchen auch für den Rest des Jahres für die Kinder und Jugendlichen, die teilweise auch traumatisiert sind, ein Angebot. Hier fühlen sich Ortschaftsräte und Ortsbürgermeisterin vom Land allein gelassen.

Beim Gespräch dabei: Frau Sabine Bräunicke, Fachbereichsleiterin vom Jugend-und Sozialamt des Landkreises. Sie sicherte zu im Landkreis zu prüfen, welche Möglichkeiten es in der Kreisverwaltung gibt, hier Abhilfe zu schaffen. Das Angebot für Flüchtlingskinder, in Ebeleben die KITA zu besuchen, wird leider noch zu wenig genutzt. Hier muss durch den Sozialarbeiter
verstärkt bei Flüchtlingen dafür geworben werden. Die Kosten dafür würde der Landkreis übernehmen. In diesem Zusammenhang hob Ortsbürgermeisterin Richter die bisherige gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis hervor.

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Auch Petra Heß versprach den Kontakt zur Ortsteilbürgermeisterin und zur Asylbewerberunterkunft zu halten, um jegliche Fördermöglichkeiten auszuloten. Darüber hinaus gab sie wichtige Hinweise, wo und bei wem Unterstützung zur besseren Versorgung von Flüchtlingen eingeholt werden kann. Mit ein paar Fußbällen, Sportspielen und Spielsachen für die Kleinsten konnte wenigstens etwas Freude in die laufende Ferienzeit gebracht werden.

Beeindruckt zeigte sich Heß vom Engagement der noch sehr jungen Ortschaftsräte unter der Führung ihrer Ortsbürgermeisterin. Sie hätten das Herz auf dem rechten Fleck und zeigten alle Anstrengungen, für bessere Lebensverhältnisse aller Einwohner von Rockensußra zu sorgen – so Heß.
Autor: khh

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