Do, 14:35 Uhr
07.08.2014
Heuchelei des Westens
Nun dreht sie sich, die vom Westen begonnene Sanktionsspirale im Zusammenhang mit der Ukrainekrise. Putin reagiert und droht, die EU behält sich wiederum Schritte vor. Dazu die Anmerkung eines Lesers der Nordthüringer Online-Zeitungen...
Ich hätte mir ähnliche Aktionen der Europäer gegen die USA gewünscht, als sie den Völkermord in Vietnam entfachte, den Irak wegen nicht vorhandener Chemiewaffen in ein mörderisches Chaos ohne absehbares Ende stürzten, Foltergefängnisse installierten und Terrorverdächtige ohne Verfahren und oftmals ohne handfeste Indizien in Guantanamo Bay und anderswo einsperrten sowie Frauen und Kinder als Terrorverdächtige weltweit mit Drohnen exekutieren.
Und was ist mit der US-Einmischung in Libyen, das ebenso nicht zur Ruhe kommt, mit den Waffenlieferungen nach Israel und dem zeitgleichen Bedauern der von israelischen Bomben getöteten Kindern in Gaza Citys UN-Schulen? Dass Frau Merkels CDU geführte, also an sich christliche Regierung zu alledem schweigt und die deutschen und europäischen Regierungen auch schon früher Mord, Aggression und Folter fast immer mit zweierlei Maß maßen, schreit zum Himmel. Mit der Wahrung von Menschenrechten und Floskeln wie Die Würde des Menschen ist unantastbar hat eine solche Politik nichts zu tun.
Gewiss ist Putins Einnahme der Krim eine Invasion und sie muss kritisch hinterfragt werden. Zu vergessen ist jedoch nicht, dass der Westen seit Jahren versucht, seine Präsenz im Schwarzen und auch im Kaspischen Meer aus geopolitischen und vor allem wirtschaftlichen Gründen zu verstärken.
Selbst die renommierte Journalistenlegende Peter Scholl-Latour zeigte ein gewisses Verständnis für Putins Schritt.
Die Vorwürfe des Westens an die Russen wegen des nicht bewiesenen Abschusses von MH 17 durch die Separatisten, die Unterschlagung von Verkehrsflugzeugabschüssen der USA und der Ukraine im Raum Ukraine/Schwarzes Meer und die Sanktionen des Westens sind Ausdruck unglaublicher Einseitigkeit. All dies sorgt nicht für eine Deeskalation im Ukrainekonflikt. Vielmehr machen sich die westlichen Staaten mit schuldig an einer weiteren Aufheizung des politischen Klimas. Offensichtlich haben Deutschland und die anderen EU-Staaten und natürlich die Amerikaner nichts aus dem kalten Krieg gelernt.
Die himmelschreiende Einseitigkeit des Westens im Umgang mit Aggressionen und Gewalt sind ein Indiz dafür, dass die durchaus fragwürdige, aber nicht ganz unverständliche Einnahme der Krim durch Russland auch weiterhin ebenso einseitig instrumentalisiert wird. Aus purem Eigeninteresse und mit der Gefahr eines neuen kalten Krieges.
Bodo Schwarzberg
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Autor: redIch hätte mir ähnliche Aktionen der Europäer gegen die USA gewünscht, als sie den Völkermord in Vietnam entfachte, den Irak wegen nicht vorhandener Chemiewaffen in ein mörderisches Chaos ohne absehbares Ende stürzten, Foltergefängnisse installierten und Terrorverdächtige ohne Verfahren und oftmals ohne handfeste Indizien in Guantanamo Bay und anderswo einsperrten sowie Frauen und Kinder als Terrorverdächtige weltweit mit Drohnen exekutieren.
Und was ist mit der US-Einmischung in Libyen, das ebenso nicht zur Ruhe kommt, mit den Waffenlieferungen nach Israel und dem zeitgleichen Bedauern der von israelischen Bomben getöteten Kindern in Gaza Citys UN-Schulen? Dass Frau Merkels CDU geführte, also an sich christliche Regierung zu alledem schweigt und die deutschen und europäischen Regierungen auch schon früher Mord, Aggression und Folter fast immer mit zweierlei Maß maßen, schreit zum Himmel. Mit der Wahrung von Menschenrechten und Floskeln wie Die Würde des Menschen ist unantastbar hat eine solche Politik nichts zu tun.
Gewiss ist Putins Einnahme der Krim eine Invasion und sie muss kritisch hinterfragt werden. Zu vergessen ist jedoch nicht, dass der Westen seit Jahren versucht, seine Präsenz im Schwarzen und auch im Kaspischen Meer aus geopolitischen und vor allem wirtschaftlichen Gründen zu verstärken.
Selbst die renommierte Journalistenlegende Peter Scholl-Latour zeigte ein gewisses Verständnis für Putins Schritt.
Die Vorwürfe des Westens an die Russen wegen des nicht bewiesenen Abschusses von MH 17 durch die Separatisten, die Unterschlagung von Verkehrsflugzeugabschüssen der USA und der Ukraine im Raum Ukraine/Schwarzes Meer und die Sanktionen des Westens sind Ausdruck unglaublicher Einseitigkeit. All dies sorgt nicht für eine Deeskalation im Ukrainekonflikt. Vielmehr machen sich die westlichen Staaten mit schuldig an einer weiteren Aufheizung des politischen Klimas. Offensichtlich haben Deutschland und die anderen EU-Staaten und natürlich die Amerikaner nichts aus dem kalten Krieg gelernt.
Die himmelschreiende Einseitigkeit des Westens im Umgang mit Aggressionen und Gewalt sind ein Indiz dafür, dass die durchaus fragwürdige, aber nicht ganz unverständliche Einnahme der Krim durch Russland auch weiterhin ebenso einseitig instrumentalisiert wird. Aus purem Eigeninteresse und mit der Gefahr eines neuen kalten Krieges.
Bodo Schwarzberg
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Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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