Fr, 07:00 Uhr
08.08.2014
Lichtblick: "Gottes Wege...
... sind unergründlich! So kennen wir wohl alle einen Bibelvers aus dem Buch des Propheten Jesaja in seiner verkürzten Form. Ähnlich verkürzt, klingt es aus Buch der Sprüche: Der Mensch denkt, und Gott lenkt! oder auch: Der Mensch dachte, und Gott lachte!
Dass sich diese Sätze wie Sprüche aus dem Volksmund anhören, ist nicht verwunderlich. Wie sehr sprechen uns diese wenigen Worte doch manchmal aus der Seele. Ganz persönlich kann ich diesen Sätzen gerade in diesem Tagen nur zustimmen, wenn sie auch mit dem zweiten Blick betrachtet werden sollten.
Für gewöhnlich werden diese Sätze verwendet, um in einer Art bestätigender Resignation jemandem zu sagen: Du hast oft keinen Einfluss auf das, was dir geschieht. Du musst es nehmen, wie es kommt. Mach einfach das Beste aus der Situation.
Liest man die Stelle bei Jesaja genau, dann steht da: Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR. Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. (Jes 55,8-9)
Es sind harte und scharfe Worte, die die Kritiker Jesajas zu hören bekommen. Das ist nicht leicht zu hören, und auch nicht leicht anzunehmen. Die Leute hatten damals Jesaja vorgeworfen, Gott hätte sie getäuscht. Er hat sich nicht an das gehalten, was er angekündigt hatte. Sie stellten Gottes Macht in Frage.
So fremd uns Jesaja vielleicht sein mag, so nah sind uns doch diese Gedankengänge und Anfragen. Gott macht nicht das, worum ich - einmal - gebeten habe, also kann es ihn nicht geben. Oder zumindest ist er mir ab jetzt egal.
Aber es steht ja da: Gottes Wege sind unergründlich! Ja wir werden Gott nicht immer verstehen. Wir werden immer wieder an ihm zweifeln, gerade, wenn es nicht so kommt, wie wir es uns wünschen, gerade, wenn uns die sprichwörtlichen Hiobsbotschaften überrennen und aus der Bahn werfen. --- Für mich ist Gott dennoch immer mitten drin!
Wir sind oft gefangen in unseren Plänen und Träumen, wollen, dass alles so eintritt, wie wir uns das vorgestellt haben. Aber wissen wir auch ganz sicher, dass es so gut wäre. Jesaja verweist darauf, daß wir Gott auch walten lassen müssen, so schwer das oft ist. Gott selbst verweist darauf, dass seine Gedanken weit über die der Menschen hinausgehen. Er allein hat den gesamten Überblick.
Er macht es am Ende gut. Er ist auf das Heil seiner Menschen bedacht. Ich weiß selbst nur zu gut, dass das in vielen Situationen schwer zu hören und noch schwerer anzunehmen ist. Wir wollen alles auf einmal und zwar sofort. Wir lassen Gott keine Zeit, keinen Handlungsspielraum, keine Wahl. Und dann wundern wir uns, wenn wir seine Spuren nicht entdecken können?!
Dass es Gott dennoch gut meint und macht, kann man erkennen, wenn man die einzelnen Situationen im Leben mit etwas Abstand in aller Ruhe betrachtet. Gab es dabei nicht auch unerwartete Fügungen, die geholfen haben, die Situation zu meistern? Waren nicht plötzlich Hilfsangebote da, mit denen niemand gerechnet hätte?
War nicht plötzlich Kraft und Ausdauer da, um die Situation zu überstehen? Ist nicht oft am Ende doch alles gut geworden, vielleicht sogar besser als gedacht? Hat man nicht ab und an auch feststellen können, ohne diese schwere Situation wäre ich nie so stark geworden?
Ich bin davon überzeugt, Gott gibt uns im Leben, was brauchen, um unser Leben zu bestreiten. Auch wenn wir zu kämpfen haben, trotz allem Schwierigen, das wir er- und durchleben werden, so können wir trotzdem ein Leben voller Freude und in seiner Begleitung führen. Er hält sich an seine Zusagen und lässt uns das erleben, wenn es dafür Zeit ist.
Pastorin Steffi Wiegleb
Autor: redDass sich diese Sätze wie Sprüche aus dem Volksmund anhören, ist nicht verwunderlich. Wie sehr sprechen uns diese wenigen Worte doch manchmal aus der Seele. Ganz persönlich kann ich diesen Sätzen gerade in diesem Tagen nur zustimmen, wenn sie auch mit dem zweiten Blick betrachtet werden sollten.
Für gewöhnlich werden diese Sätze verwendet, um in einer Art bestätigender Resignation jemandem zu sagen: Du hast oft keinen Einfluss auf das, was dir geschieht. Du musst es nehmen, wie es kommt. Mach einfach das Beste aus der Situation.
Liest man die Stelle bei Jesaja genau, dann steht da: Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR. Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. (Jes 55,8-9)
Es sind harte und scharfe Worte, die die Kritiker Jesajas zu hören bekommen. Das ist nicht leicht zu hören, und auch nicht leicht anzunehmen. Die Leute hatten damals Jesaja vorgeworfen, Gott hätte sie getäuscht. Er hat sich nicht an das gehalten, was er angekündigt hatte. Sie stellten Gottes Macht in Frage.
So fremd uns Jesaja vielleicht sein mag, so nah sind uns doch diese Gedankengänge und Anfragen. Gott macht nicht das, worum ich - einmal - gebeten habe, also kann es ihn nicht geben. Oder zumindest ist er mir ab jetzt egal.
Aber es steht ja da: Gottes Wege sind unergründlich! Ja wir werden Gott nicht immer verstehen. Wir werden immer wieder an ihm zweifeln, gerade, wenn es nicht so kommt, wie wir es uns wünschen, gerade, wenn uns die sprichwörtlichen Hiobsbotschaften überrennen und aus der Bahn werfen. --- Für mich ist Gott dennoch immer mitten drin!
Wir sind oft gefangen in unseren Plänen und Träumen, wollen, dass alles so eintritt, wie wir uns das vorgestellt haben. Aber wissen wir auch ganz sicher, dass es so gut wäre. Jesaja verweist darauf, daß wir Gott auch walten lassen müssen, so schwer das oft ist. Gott selbst verweist darauf, dass seine Gedanken weit über die der Menschen hinausgehen. Er allein hat den gesamten Überblick.
Er macht es am Ende gut. Er ist auf das Heil seiner Menschen bedacht. Ich weiß selbst nur zu gut, dass das in vielen Situationen schwer zu hören und noch schwerer anzunehmen ist. Wir wollen alles auf einmal und zwar sofort. Wir lassen Gott keine Zeit, keinen Handlungsspielraum, keine Wahl. Und dann wundern wir uns, wenn wir seine Spuren nicht entdecken können?!
Dass es Gott dennoch gut meint und macht, kann man erkennen, wenn man die einzelnen Situationen im Leben mit etwas Abstand in aller Ruhe betrachtet. Gab es dabei nicht auch unerwartete Fügungen, die geholfen haben, die Situation zu meistern? Waren nicht plötzlich Hilfsangebote da, mit denen niemand gerechnet hätte?
War nicht plötzlich Kraft und Ausdauer da, um die Situation zu überstehen? Ist nicht oft am Ende doch alles gut geworden, vielleicht sogar besser als gedacht? Hat man nicht ab und an auch feststellen können, ohne diese schwere Situation wäre ich nie so stark geworden?
Ich bin davon überzeugt, Gott gibt uns im Leben, was brauchen, um unser Leben zu bestreiten. Auch wenn wir zu kämpfen haben, trotz allem Schwierigen, das wir er- und durchleben werden, so können wir trotzdem ein Leben voller Freude und in seiner Begleitung führen. Er hält sich an seine Zusagen und lässt uns das erleben, wenn es dafür Zeit ist.
Pastorin Steffi Wiegleb
