Di, 10:35 Uhr
02.09.2014
Keine gefestigte Meinung
Noch keine gefestigte Meinung in der Bevölkerung gibt es zum Transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP). 41 Prozent der Bürger haben sich noch keine Meinung gebildet. Diejenigen, die die Diskussion näher verfolgt haben, sind allerdings mit deutlicher Mehrheit gegen das Abkommen...
Seit einiger Zeit verhandeln die Europäische Union und die USA über ein transatlantisches Freihandelsabkommen (TTIP), das einen freien Handel ohne Zölle garantieren und gemeinsame Standards in Bereichen wie Landwirtschaft, Umweltschutz oder Lebensmittelqualität festlegen soll.
Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung hat bereits von den Verhandlungen über das Freihandelsabkommen gehört: Jeder vierte hat die Diskussionen näher verfolgt, 55 Prozent der Bürger haben zumindest am Rande davon mitbekommen. Nur 16 Prozent der Deutschen ist das geplante Freihandelsabkommen kein Begriff (Grafik 1).
In der Gesamtbevölkerung ist die Meinung zum geplanten Freihandelsabkommen derzeit noch wenig gefestigt. 28 Prozent halten ein Freihandelsabkommen mit den USA für eine gute Sache, 31 Prozent sind skeptisch. Mit 41 Prozent hat sich allerdings die größte Gruppe in der Bevölkerung noch keine Meinung gebildet. Ein deutlich anderes Bild ergibt sich, wenn man nur diejenigen betrachtet, die die Diskussion schon näher verfolgt haben: Von ihnen halten 60 Prozent TTIP für keine gute Sache, nur 29 Prozent können dem Vorhaben insgesamt etwas Positives abgewinnen (Grafik 2). In der Medienberichterstattung wurden auch immer wieder die in den USA und der EU geltenden Standards, beispielsweise in der Landwirtschaft oder der Lebensmittelqualität thematisiert. Das "Chlor-Hühnchen" wurde zum Symbol eines vermeintlich unterschiedlichen Verständnisses von Qualität- und Gesundheitsstandards. Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung ist überzeugt, dass die Standards in Bereichen wie Landwirtschaft, Umweltschutz und Lebensmittelqualität in Europa höher sind als in den USA.
Von denjenigen, die die TTIP-Diskussion näher verfolgt haben, gehen sogar 89 Prozent davon aus, dass die europäischen Standards den US-amerikanischen überlegen sind (Grafik 3).
Das IfD Allensbach befragte vom 21. Juli bis 5. August 1.621 Personen ab 16 Jahre.
Autor: redSeit einiger Zeit verhandeln die Europäische Union und die USA über ein transatlantisches Freihandelsabkommen (TTIP), das einen freien Handel ohne Zölle garantieren und gemeinsame Standards in Bereichen wie Landwirtschaft, Umweltschutz oder Lebensmittelqualität festlegen soll.
Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung hat bereits von den Verhandlungen über das Freihandelsabkommen gehört: Jeder vierte hat die Diskussionen näher verfolgt, 55 Prozent der Bürger haben zumindest am Rande davon mitbekommen. Nur 16 Prozent der Deutschen ist das geplante Freihandelsabkommen kein Begriff (Grafik 1).
In der Gesamtbevölkerung ist die Meinung zum geplanten Freihandelsabkommen derzeit noch wenig gefestigt. 28 Prozent halten ein Freihandelsabkommen mit den USA für eine gute Sache, 31 Prozent sind skeptisch. Mit 41 Prozent hat sich allerdings die größte Gruppe in der Bevölkerung noch keine Meinung gebildet. Ein deutlich anderes Bild ergibt sich, wenn man nur diejenigen betrachtet, die die Diskussion schon näher verfolgt haben: Von ihnen halten 60 Prozent TTIP für keine gute Sache, nur 29 Prozent können dem Vorhaben insgesamt etwas Positives abgewinnen (Grafik 2). In der Medienberichterstattung wurden auch immer wieder die in den USA und der EU geltenden Standards, beispielsweise in der Landwirtschaft oder der Lebensmittelqualität thematisiert. Das "Chlor-Hühnchen" wurde zum Symbol eines vermeintlich unterschiedlichen Verständnisses von Qualität- und Gesundheitsstandards. Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung ist überzeugt, dass die Standards in Bereichen wie Landwirtschaft, Umweltschutz und Lebensmittelqualität in Europa höher sind als in den USA.
Von denjenigen, die die TTIP-Diskussion näher verfolgt haben, gehen sogar 89 Prozent davon aus, dass die europäischen Standards den US-amerikanischen überlegen sind (Grafik 3).
Das IfD Allensbach befragte vom 21. Juli bis 5. August 1.621 Personen ab 16 Jahre.



