Di, 11:29 Uhr
09.09.2014
Die Marke ist nicht alles
Eine Studie hat die Rolle der Marken in 20 Ländern erforscht und zeigt, dass die Deutsche Bevölkerung beim Einkauf zumeist wenig wert auf große Namen legt. Gehen sie nun dahin, die geliebten Vorurteile gegenüber der modernen Konsum-Gesellschaft?
Gerademal 29 Prozent der Deutschen stimmen der Aussage zu, dass die Marke eines Produktes für sie sehr wichtig bei der Kaufentscheidung sei. Zwei Drittel (65%) sind ausdrücklich gegenteiliger Ansicht. Belgier, Russen und Briten sind ähnlich markenabgewandter Meinung. Ganz anders in China: hier sehen drei Viertel (74%) aller Befragten die Marke für entscheidend beim Einkauf. Zu diesem Ergebnis kommt eine weltweite repräsentative Online-Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos.
Die Auffassung, nur eine gute Marke könne ein gutes Produkt hervorbringen, teilen erwartungsgemäß wenig Deutsche (13%), 80 Prozent glauben das ausdrücklich nicht. In Schweden und Großbritannien ist man ähnlich kritisch.
Marken, die dem Konsumenten bereits bekannt sind, beeinflussen die Produktwahl offenbar positiv, zumindest ist das in fast allen der 20 untersuchten Länder so. Im Durchschnitt stimmen zwei Drittel der Befragten der Aussage zu, sie würden einem neuen Produkt eher trauen, wenn sie die Marke bereits kennen. In Deutschland (48%) und Japan (47%) allerdings findet sich zwar durchaus auch Zustimmung für diese Überlegung, jedoch keine Mehrheit. Im Gegenteil gibt es gerade in Deutschland unter allen 16.000 Befragten der 20 Länder mit 45 Prozent den größten Teil der Konsumenten, die angeben, sich bei der Produktwahl von der Markenbekanntheit nicht beeinflussen zu lassen.
Entsprechend würde nur knapp die Hälfte der Deutschen (48%) dem Produkt den Vorzug geben, von dem sie meinen, es sei die bessere Marke, wenn sie vor die Wahl zweier gleicher Produkte gestellt wären. Damit liegt Deutschland ganz am Ende der 20-Länder-Skala. Auch Franzosen und Belgier folgen hier deutlich nicht der Marke. Ganz im Gegensatz zu den Chinesen, die, vor die Produktwahl gestellt, zu 90 Prozent nach der in ihren Augen besseren Marke greifen würden.
In dieses Bild passt, dass zwei Drittel der Befragten (64%) in Deutschland meinen, dass es bei gleichen Produktarten keine Qualitätsunterschiede gibt zwischen Handelsmarken und Herstellermarken. Mit dieser Meinung liegen die Deutschen weit über dem internationalen Durchschnitt von 48 Prozent. Auch in den USA, Großbritannien und Kanada findet diese Meinung große Mehrheiten.
Kein Wunder, dass nur jeder fünfte Deutsche (21%) der Aussage Ich versuche immer, Markenprodukte zu kaufen zustimmt. Der Länderdurchschnitt liegt bei dieser Frage bei 36 Prozent. In China (74%) und Indien (65%) ist das Markendenken demgegenüber sehr ausgeprägt.
Knapp jeder zweite (47%) Deutsche gibt jedoch zu, durchaus auf die Marke zu achten, wenn es um ein Produkt geht, für das viel Geld ausgegeben werden soll. Hier sind es die Schweden, für die dieser Aspekt eher keine Rolle spielt (26%), während man in Südafrika (64%), Indien, der Türkei und Polen (je 62%) gerade bei hochpreisigen Produkten auf die Marke achtet.
Autor: redGerademal 29 Prozent der Deutschen stimmen der Aussage zu, dass die Marke eines Produktes für sie sehr wichtig bei der Kaufentscheidung sei. Zwei Drittel (65%) sind ausdrücklich gegenteiliger Ansicht. Belgier, Russen und Briten sind ähnlich markenabgewandter Meinung. Ganz anders in China: hier sehen drei Viertel (74%) aller Befragten die Marke für entscheidend beim Einkauf. Zu diesem Ergebnis kommt eine weltweite repräsentative Online-Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos.
Die Auffassung, nur eine gute Marke könne ein gutes Produkt hervorbringen, teilen erwartungsgemäß wenig Deutsche (13%), 80 Prozent glauben das ausdrücklich nicht. In Schweden und Großbritannien ist man ähnlich kritisch.
Marken, die dem Konsumenten bereits bekannt sind, beeinflussen die Produktwahl offenbar positiv, zumindest ist das in fast allen der 20 untersuchten Länder so. Im Durchschnitt stimmen zwei Drittel der Befragten der Aussage zu, sie würden einem neuen Produkt eher trauen, wenn sie die Marke bereits kennen. In Deutschland (48%) und Japan (47%) allerdings findet sich zwar durchaus auch Zustimmung für diese Überlegung, jedoch keine Mehrheit. Im Gegenteil gibt es gerade in Deutschland unter allen 16.000 Befragten der 20 Länder mit 45 Prozent den größten Teil der Konsumenten, die angeben, sich bei der Produktwahl von der Markenbekanntheit nicht beeinflussen zu lassen.
Entsprechend würde nur knapp die Hälfte der Deutschen (48%) dem Produkt den Vorzug geben, von dem sie meinen, es sei die bessere Marke, wenn sie vor die Wahl zweier gleicher Produkte gestellt wären. Damit liegt Deutschland ganz am Ende der 20-Länder-Skala. Auch Franzosen und Belgier folgen hier deutlich nicht der Marke. Ganz im Gegensatz zu den Chinesen, die, vor die Produktwahl gestellt, zu 90 Prozent nach der in ihren Augen besseren Marke greifen würden.
In dieses Bild passt, dass zwei Drittel der Befragten (64%) in Deutschland meinen, dass es bei gleichen Produktarten keine Qualitätsunterschiede gibt zwischen Handelsmarken und Herstellermarken. Mit dieser Meinung liegen die Deutschen weit über dem internationalen Durchschnitt von 48 Prozent. Auch in den USA, Großbritannien und Kanada findet diese Meinung große Mehrheiten.
Kein Wunder, dass nur jeder fünfte Deutsche (21%) der Aussage Ich versuche immer, Markenprodukte zu kaufen zustimmt. Der Länderdurchschnitt liegt bei dieser Frage bei 36 Prozent. In China (74%) und Indien (65%) ist das Markendenken demgegenüber sehr ausgeprägt.
Knapp jeder zweite (47%) Deutsche gibt jedoch zu, durchaus auf die Marke zu achten, wenn es um ein Produkt geht, für das viel Geld ausgegeben werden soll. Hier sind es die Schweden, für die dieser Aspekt eher keine Rolle spielt (26%), während man in Südafrika (64%), Indien, der Türkei und Polen (je 62%) gerade bei hochpreisigen Produkten auf die Marke achtet.