So, 18:32 Uhr
28.09.2014
Ist dezentrale Energie die Zukunft?
Die Zukunft der Energieversorgung könnte in Lithium-Ionen Batterien liegen. Prognosen zufolge könnte eine dezentrale Energieversorgung dann durchaus kostengünstiger sein, als der herkömmliche Strom aus Kohle- und Atomkraft...
Gemäß einer neuen Prognose der Consultingfirma Applied Solar Expertise könnte bis 2030 der Speicherstrom für fünf Cent pro Kilowattstunde erzeugt werden, und zwar mit einer für Sonnenstrom vorzüglich geeigneten Technologie, der Lithium-Ionen Batterie, denn die ermöglichen schon heute lange Systemlaufzeiten, dies nachhaltig, wie Tim Schäfer von Envites Energy, Nordhausen, gegenüber NNZ-online betont.
Demnach wird eine Dezentrale Versorgung mit Speichern günstiger als Kohle- und Atomstrom sein. Falls die Batterie 80 Prozent nutzbare Kapazität hat und 5.000 Zyklen hält, fallen in seinen Rechnungen die Kosten für Speicherstrom in dieser Abschätzung von 20 Euro-Cent pro Kilowattstunde in 2012 auf fünf Euro-Cent pro Kilowattstunde in 2030, so der Bericht. Dazu kommentiert das Nordhäuser Unternehmen Envites Energy zu den Lithium-Ionen Batterien: Schon heute halten Lithium-Ionen Batterien bis mind. 80 % Prozent der ursprünglich nutzbaren Kapazität z.T. deutlich mehr als 5000 Zyklen (Laden/Entladen). Somit sind im Stand der Batterietechnik Systeme am Markt, die bereits heute, solche Anforderungen erfüllen, sicher sind und deren Gestehungskosten massiv, bei geringen Wartungskosten und Systeminstallationsaufwendungen, weiter sinken werden. Wo genau die KW-h Kosten in Euro landen werden, das wird sich aber noch zeigen.
ZSW in Ulm (Foto: ZSW Ulm)
Wenn dann, wie der Bericht ausführt, gleichzeitig die Solarstrom-Gestehungskosten auf fünf bis zehn Euro-Cent pro Kilowattstunde fallen, ergeben sich Stromkosten, die mehr als konkurrenzfähig zu den Kosten für Haushaltsstrom sind. Die Kosten dieser dezentralen Versorgung liegen nach den Abschätzungen von Hoffmann etall im PV Magazin auch unter den Kosten für Strom aus neuen Kernkraftwerken und Kohlekraftwerken mit CCS-Technologie zur Kohlendioxidspeicherung, Übertragungskosten noch nicht einmal mitgerechnet.
Dass diese schöne neue Welt der dezentralen Energieversorgung schon langsam beginnt, zeigt übrigens, dass bereits heute solche Anlagen in Deutschland verstärkt im Entstehen sind.
Autor: redGemäß einer neuen Prognose der Consultingfirma Applied Solar Expertise könnte bis 2030 der Speicherstrom für fünf Cent pro Kilowattstunde erzeugt werden, und zwar mit einer für Sonnenstrom vorzüglich geeigneten Technologie, der Lithium-Ionen Batterie, denn die ermöglichen schon heute lange Systemlaufzeiten, dies nachhaltig, wie Tim Schäfer von Envites Energy, Nordhausen, gegenüber NNZ-online betont.
Demnach wird eine Dezentrale Versorgung mit Speichern günstiger als Kohle- und Atomstrom sein. Falls die Batterie 80 Prozent nutzbare Kapazität hat und 5.000 Zyklen hält, fallen in seinen Rechnungen die Kosten für Speicherstrom in dieser Abschätzung von 20 Euro-Cent pro Kilowattstunde in 2012 auf fünf Euro-Cent pro Kilowattstunde in 2030, so der Bericht. Dazu kommentiert das Nordhäuser Unternehmen Envites Energy zu den Lithium-Ionen Batterien: Schon heute halten Lithium-Ionen Batterien bis mind. 80 % Prozent der ursprünglich nutzbaren Kapazität z.T. deutlich mehr als 5000 Zyklen (Laden/Entladen). Somit sind im Stand der Batterietechnik Systeme am Markt, die bereits heute, solche Anforderungen erfüllen, sicher sind und deren Gestehungskosten massiv, bei geringen Wartungskosten und Systeminstallationsaufwendungen, weiter sinken werden. Wo genau die KW-h Kosten in Euro landen werden, das wird sich aber noch zeigen.
ZSW in Ulm (Foto: ZSW Ulm)
Wenn dann, wie der Bericht ausführt, gleichzeitig die Solarstrom-Gestehungskosten auf fünf bis zehn Euro-Cent pro Kilowattstunde fallen, ergeben sich Stromkosten, die mehr als konkurrenzfähig zu den Kosten für Haushaltsstrom sind. Die Kosten dieser dezentralen Versorgung liegen nach den Abschätzungen von Hoffmann etall im PV Magazin auch unter den Kosten für Strom aus neuen Kernkraftwerken und Kohlekraftwerken mit CCS-Technologie zur Kohlendioxidspeicherung, Übertragungskosten noch nicht einmal mitgerechnet.
Dass diese schöne neue Welt der dezentralen Energieversorgung schon langsam beginnt, zeigt übrigens, dass bereits heute solche Anlagen in Deutschland verstärkt im Entstehen sind.