Mi, 07:25 Uhr
01.10.2014
Hotspot statt Geolift?
Die Frage wurde noch nicht gestellt, aber Antworten werden sich die Kreistagsmitglieder wohl einfallen lassen, wenn sie den Bauplänen für den Geolift zustimmen werden...
Im Kyffhäusekreis ist man seit Jahr und Tag zum Thema Bau eines Geolifts gespalten. Nicht nur die Politiker waren sich bisher jetzt einig, sondern auch die Bevölkerung, wenn man so Gespräche führt.
Das Thema Geolift scheint aber die Leser nicht mal groß zu "jucken". Auch wenn so eine Internetumfrage nicht repräsentativ ist, war erschreckend, dass die Teilnahme an der Abstimmung um mehrere Größenordnungen in der Anzahl kleiner war, als sonstige Abstimmungen. Schon ein Zeichen von Politikverdrossenheit, frei nach dem Motto, den Politikern ist eh egal, was wir wollen? Die letzte Wahlbeteiligung bei den Landtagswahlen sprach ja auch Bände.
Hotspot statt Geolift? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Schon wegn der geringen Teilnahme nicht repräsentativ, zeigt sich trotzdem, knapp die doppelte Anzahl war gegen den Bau des Geolifts. Und diese Meinung deckt sich in etwa mit der, wenn man persönlich mit Bürgern gesprochen hat.
Dabei geraten weniger die Baukosten ins Visier der schlechten Meinung sondern ein ganz anders Problem:
Die Baukosten werden vielleicht sogar zum großen Teil mit Fördergeldern gesponsert, aber was kommt dann? Je attraktiver der Geolift im Bau wird, könnten erhebliche Betriebskosten und vor allem Wartungskosten für so eine Anlage hinzukommen. Ob dann die Eintrittsgelder beim Geolift ausreichen werden, um diese Kosten zu decken wird von manchen Bürgern bezweifelt. Aber für so etwas wird es dann keine Fördergelder geben!!!
Das Problem kennt man ja im Tourismus. Der werden ständig mit Fördergeldern irgendwelche Wander- oder Radwanderwege geschaffen, und die Kommunen wissen nicht mehr, wie sie dies Strecken erhalten und unterhalten sollen. Beredetes Beispiel der Unstrut-Werra-Radweg, jetzt schon.
Geolift am Kyffhäuser? Vielleicht sollte man auch erst mal andere "kleinere Brötchen backen". Erschreckend für den Bereich um das Kyffhäuserdenkmal die Qualität des Funknetzes. In den meisten Netzen kommt per Smartphone oder Tablet nicht mal ein geeignete Verbindung zu stande um einen kleinen Text per E-Mail zu versenden, geschweige denn gar ein Bild von dem schönen Denkmal und der Landschaft zu versenden. Der Frust über so eine grottenschlechte Verbindung kann durch keine Postkartenkampagne ala "rundum-vielseitig" ausgeglichen werden, wie sie jetzt anläuft.
Weder der bisherige Betreiber, und auch noch nicht der neue Betreiber, haben es fertig gebracht wenigstens einen Hotspot für die über 100.000 Besucher einzurichten. Von hier schnell und mit Begeisterung in alle Welt verschickte Bilder sind mehr Werbung für die Region, als eine Flyer-Kampagne sein kann.
Und die Internetverbindungen sind in fast allen Sehenswürdigkeiten des Kyffhäuserkreis nicht "berauschend", ob Ferienpark oder Schloss- oder Regionalmuseum, um nur einige Beispiele zu nennen. Am Internet kommt man in der heutigen Zeit nicht mehr vorbei. Da sollte man schon eigene Wege ergründen, wenn die großen Mobilfunkbetreiber uns schon im Stich lassen.
Eigentlich beantwortet es sich die Anfangsfrage schon fast allein. Wenn schon Geolift, dann beides, denn da ist ja die Sache mit den "Selfies".
Man darf also gespannt sein, was der Kreistag heute entscheidet.
Autor: khhIm Kyffhäusekreis ist man seit Jahr und Tag zum Thema Bau eines Geolifts gespalten. Nicht nur die Politiker waren sich bisher jetzt einig, sondern auch die Bevölkerung, wenn man so Gespräche führt.
Das Thema Geolift scheint aber die Leser nicht mal groß zu "jucken". Auch wenn so eine Internetumfrage nicht repräsentativ ist, war erschreckend, dass die Teilnahme an der Abstimmung um mehrere Größenordnungen in der Anzahl kleiner war, als sonstige Abstimmungen. Schon ein Zeichen von Politikverdrossenheit, frei nach dem Motto, den Politikern ist eh egal, was wir wollen? Die letzte Wahlbeteiligung bei den Landtagswahlen sprach ja auch Bände.
Hotspot statt Geolift? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Schon wegn der geringen Teilnahme nicht repräsentativ, zeigt sich trotzdem, knapp die doppelte Anzahl war gegen den Bau des Geolifts. Und diese Meinung deckt sich in etwa mit der, wenn man persönlich mit Bürgern gesprochen hat.Dabei geraten weniger die Baukosten ins Visier der schlechten Meinung sondern ein ganz anders Problem:
Die Baukosten werden vielleicht sogar zum großen Teil mit Fördergeldern gesponsert, aber was kommt dann? Je attraktiver der Geolift im Bau wird, könnten erhebliche Betriebskosten und vor allem Wartungskosten für so eine Anlage hinzukommen. Ob dann die Eintrittsgelder beim Geolift ausreichen werden, um diese Kosten zu decken wird von manchen Bürgern bezweifelt. Aber für so etwas wird es dann keine Fördergelder geben!!!
Das Problem kennt man ja im Tourismus. Der werden ständig mit Fördergeldern irgendwelche Wander- oder Radwanderwege geschaffen, und die Kommunen wissen nicht mehr, wie sie dies Strecken erhalten und unterhalten sollen. Beredetes Beispiel der Unstrut-Werra-Radweg, jetzt schon.
Geolift am Kyffhäuser? Vielleicht sollte man auch erst mal andere "kleinere Brötchen backen". Erschreckend für den Bereich um das Kyffhäuserdenkmal die Qualität des Funknetzes. In den meisten Netzen kommt per Smartphone oder Tablet nicht mal ein geeignete Verbindung zu stande um einen kleinen Text per E-Mail zu versenden, geschweige denn gar ein Bild von dem schönen Denkmal und der Landschaft zu versenden. Der Frust über so eine grottenschlechte Verbindung kann durch keine Postkartenkampagne ala "rundum-vielseitig" ausgeglichen werden, wie sie jetzt anläuft.
Weder der bisherige Betreiber, und auch noch nicht der neue Betreiber, haben es fertig gebracht wenigstens einen Hotspot für die über 100.000 Besucher einzurichten. Von hier schnell und mit Begeisterung in alle Welt verschickte Bilder sind mehr Werbung für die Region, als eine Flyer-Kampagne sein kann.
Und die Internetverbindungen sind in fast allen Sehenswürdigkeiten des Kyffhäuserkreis nicht "berauschend", ob Ferienpark oder Schloss- oder Regionalmuseum, um nur einige Beispiele zu nennen. Am Internet kommt man in der heutigen Zeit nicht mehr vorbei. Da sollte man schon eigene Wege ergründen, wenn die großen Mobilfunkbetreiber uns schon im Stich lassen.
Eigentlich beantwortet es sich die Anfangsfrage schon fast allein. Wenn schon Geolift, dann beides, denn da ist ja die Sache mit den "Selfies".
Man darf also gespannt sein, was der Kreistag heute entscheidet.
