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Di, 11:32 Uhr
07.10.2014

Attraktivität der Standortfaktoren verbessern

Deutschland muss an der Attraktivität seiner Standortfaktoren arbeiten und darf sich nicht auf dem Erreichten ausruhen, so das Fazit einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer unter 1.300 Industrieunternehmen und Dienstleistern. Auch etwa 110 Thüringer Betriebe hatten sich daran beteiligt...

„Unter dem Strich stellt die deutsche Industrie der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung ein befriedigendes Zeugnis aus“, fasst der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, Gerald Grusser, die Umfrageergebnisse zusammen.

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Erfreulich wären die Fortschritte in den Bereichen Rechtssicherheit, Finanzierung oder bei der Vernetzung mit Hochschulen; enttäuschend jedoch die bisherigen Maßnahmen auf dem Gebiet des Steuerrechts, wo spürbare Erleichterungen bisher ausblieben. Knapp jeder zweite Betrieb würde bei einer Verbesserung des Standortfaktors „Steuern und Abgaben“ mehr im Inland investieren. Auch die Wiedereinführung der degressiven Abschreibung (AfA) könnte bei gut einem Drittel der Betriebe zu Mehrinvestitionen führen.

Handlungsbedarf sehen die Industrieunternehmen zudem in den hohen Energiekosten. „Die Note für diesen wichtigen Standortfaktor lautet nur 4,4 und ist damit die zweitschlechteste Bewertung unter allen Faktoren“, so der IHK-Chef. Die hohen Kosten in Deutschland wären aktuell nicht nur größtes Konjunkturrisiko, sondern würden sich zu einem strukturellen Hemmschuh entwickeln und das nicht nur in einzelnen Branchen. „Auch die Zufriedenheit der Industrieunternehmen mit der IT-Infrastruktur rutscht merklich ab. Wichtige Innovationen wie zum Beispiel das Cloud Computing und intelligente Energienetze werden ohne leistungsfähige IT-Infrastruktur aber nicht realisierbar sein", meint Grusser. Gleichzeitig gelte es, die digitalen Kompetenzen in Schule sowie beruflicher Aus- und Weiterbildung zu verbessern.

Die beste Standortnote erteilten die Befragten dem engmaschigen Netz von Zulieferunternehmen und unternehmensnahen Dienstleistern in den

Bereichen Marktforschung, Beratung sowie Innovation. Dieses „Netzwerk Industrie" sei eine wichtige Voraussetzung für Wachstum und Beschäftigung hierzulande. Grusser mahnt abschließend: „Die Politik sollte sich daher nicht nur klar zum Industrie- und Investitionsstandort Deutschland bekennen, sondern diese Absicht auch durch die dazu passenden politischen Entscheidungen umsetzen."
Autor: red

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