Mo, 00:30 Uhr
27.10.2014
Exzellente Geschichtsstunde mit Premiere
Die Ausstellung 25 Jahre Demokratie, die seit dem 14. September 2014 und noch bis zum 29. November 2014 in der Hofküche zu sehen ist, hatte gestern mit einer Premiere einen wichtigen Höhepunkt erreicht...
In der kleinen ehemalige Hofküche von Schloss Sondershausen fand gestern im Rahmen des Fests der Demokratie eine bemerkenswerte Veranstaltung statt. Zahlreiche Zeitzeugen aus der damaligen Wendezeit und den Demonstrationen in Sondershausen hatten sich in der Hofküche eingefunden. Obwohl die Hofküche aus den Nähten zu platzen drohte, ist es eigentlich schade, dass vor allem junge Leute die Chance verpassten, sich bei den Akteuren der historischen Wendezeit darüber zu informieren, wie war es eigentlich damals.
Einer der wichtigen Dokumentatoren der Wende in Sondershausen Michael Glaser (damals mit 18 Jahren) hatte gestern eine interessante Geschichtsstunde gegeben und viele Mitstreiter und auch Helfer vorgestellt, wie hier im Bild Heide Herold, die ihm damals den Computer besorgte mit der viele Schriftstücke und Flugblätter geschrieben und vervielfältigt wurden.
Auch zahlreiche Mitstreiter der Wendezeit, wie Winfried Stietz, Jürgen Hauskeller und Dieter Strödter, der nochmals erläuterte, wie es damals zu Untersuchungskommission kam und bekannte, er hatte ein Scheiß Angst, wie er wörtlich sagte. Schade nur, dass ein wichtiger Zeitzeuge von damals, Thomas Weinrich auf dem Markt das fest der Demokratie mit vorbereitete.
Michael Glaser konnte sich heute nochmals persönlich bedanken, dass Staatssekretärin Hildigund Neubert (lange Zeit auch Stasi-Beauftragte) die Neuauflage der Broschüre
"Die friedliche Revolution in Sondershausen"
unterstützte.
Neubert überbrachte die Grüße der Ministerpräsidentin Lieberknecht. Sie erinnerte, angefangen von der Grenzöffnung in Ungarn an die damaligen Ereignisse und würdigte die Kirchen, die damals ihre Türen öffnete.
Exzellente Geschichtsstunde mit Premiere (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Sie würdigte Persönlichkeiten mit einer Erinnerungsnadel an die Wendezeit. Während Michael Glaser, Jürgen Hauskeller, Gerald Höfer und Uwe Dönhoff diese Nadeln bereits bei Veranstaltungen in Nordhausen erhielten, bekamen sie heute Georg Schäfer, Winfried Stietz, Andre Rossmann, Dieter Strödter, Thomas Weinrich, Sabine Bräunicke, Heide Herold, Sabine Vogel und Dr. Hans Kästner überreicht.
Dann gab es eine Premiere. Michael Glaser präsentierte Tonaufnahmen, die Peter Scheve am 28.10.1989 bei einer der Demonstrationen mitgeschnitten hatte und die mit Hilfe von Uwe Dönhoff der Nachwelt erhalten wurde. Die Aufnahmen wurde erst am letzten Dienstag von beiden wiederentdeckt.
Tondokument
Zahlreiche Helfer hatten dann das Tondokument zusammen mit Bildern für die gestrige Präsentation überarbeitet. Hier ein kurzer Ausschnitt.
Nachdem Michael Glaser mit Blumensträußen sich bei Frauen bedankte, die ihn bei der Vorbereitung der gestrigen Ausstellungspräsentation unterstützt hatten, war er selbst mit einem Dank dran. Bürgermeister Joachim Kreyer dankte Michael Glaser abschließend für sein Engagement.
Leider blieb nicht mehr viel Zeit zum Nachfragen, denn die Zeit war schon so fortgeschritten, dass die offizielle Eröffnung des Festes der Demokratie ran war, und die meisten Besucher auf den Markt stürmten, wo man schon die Trommler von Amlima verpasst hatte.
Abschließend sei noch zu sagen, das besonders noch Schulklassen nicht nur die Möglichkeit haben die Ausstellung zu besuchen, sondern auch mit Zeitzeugen zu sprechen.
Autor: khhIn der kleinen ehemalige Hofküche von Schloss Sondershausen fand gestern im Rahmen des Fests der Demokratie eine bemerkenswerte Veranstaltung statt. Zahlreiche Zeitzeugen aus der damaligen Wendezeit und den Demonstrationen in Sondershausen hatten sich in der Hofküche eingefunden. Obwohl die Hofküche aus den Nähten zu platzen drohte, ist es eigentlich schade, dass vor allem junge Leute die Chance verpassten, sich bei den Akteuren der historischen Wendezeit darüber zu informieren, wie war es eigentlich damals.
Einer der wichtigen Dokumentatoren der Wende in Sondershausen Michael Glaser (damals mit 18 Jahren) hatte gestern eine interessante Geschichtsstunde gegeben und viele Mitstreiter und auch Helfer vorgestellt, wie hier im Bild Heide Herold, die ihm damals den Computer besorgte mit der viele Schriftstücke und Flugblätter geschrieben und vervielfältigt wurden.
Auch zahlreiche Mitstreiter der Wendezeit, wie Winfried Stietz, Jürgen Hauskeller und Dieter Strödter, der nochmals erläuterte, wie es damals zu Untersuchungskommission kam und bekannte, er hatte ein Scheiß Angst, wie er wörtlich sagte. Schade nur, dass ein wichtiger Zeitzeuge von damals, Thomas Weinrich auf dem Markt das fest der Demokratie mit vorbereitete.
Michael Glaser konnte sich heute nochmals persönlich bedanken, dass Staatssekretärin Hildigund Neubert (lange Zeit auch Stasi-Beauftragte) die Neuauflage der Broschüre
"Die friedliche Revolution in Sondershausen"
unterstützte.
Neubert überbrachte die Grüße der Ministerpräsidentin Lieberknecht. Sie erinnerte, angefangen von der Grenzöffnung in Ungarn an die damaligen Ereignisse und würdigte die Kirchen, die damals ihre Türen öffnete.
Exzellente Geschichtsstunde mit Premiere (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Sie würdigte Persönlichkeiten mit einer Erinnerungsnadel an die Wendezeit. Während Michael Glaser, Jürgen Hauskeller, Gerald Höfer und Uwe Dönhoff diese Nadeln bereits bei Veranstaltungen in Nordhausen erhielten, bekamen sie heute Georg Schäfer, Winfried Stietz, Andre Rossmann, Dieter Strödter, Thomas Weinrich, Sabine Bräunicke, Heide Herold, Sabine Vogel und Dr. Hans Kästner überreicht.Dann gab es eine Premiere. Michael Glaser präsentierte Tonaufnahmen, die Peter Scheve am 28.10.1989 bei einer der Demonstrationen mitgeschnitten hatte und die mit Hilfe von Uwe Dönhoff der Nachwelt erhalten wurde. Die Aufnahmen wurde erst am letzten Dienstag von beiden wiederentdeckt.
Tondokument
Zahlreiche Helfer hatten dann das Tondokument zusammen mit Bildern für die gestrige Präsentation überarbeitet. Hier ein kurzer Ausschnitt.
Nachdem Michael Glaser mit Blumensträußen sich bei Frauen bedankte, die ihn bei der Vorbereitung der gestrigen Ausstellungspräsentation unterstützt hatten, war er selbst mit einem Dank dran. Bürgermeister Joachim Kreyer dankte Michael Glaser abschließend für sein Engagement.
Leider blieb nicht mehr viel Zeit zum Nachfragen, denn die Zeit war schon so fortgeschritten, dass die offizielle Eröffnung des Festes der Demokratie ran war, und die meisten Besucher auf den Markt stürmten, wo man schon die Trommler von Amlima verpasst hatte.
Abschließend sei noch zu sagen, das besonders noch Schulklassen nicht nur die Möglichkeit haben die Ausstellung zu besuchen, sondern auch mit Zeitzeugen zu sprechen.































