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Di, 13:29 Uhr
04.11.2014

Besorgnis beim Sozialverband

Angesichts der heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zu den Empfängern von Grundsicherung im Alter äußerte sich der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Hessen-Thüringen, Karl-Winfried Seif, sehr besorgt...


„Dass sowohl in Hessen als auch in Thüringen immer mehr ältere Menschen nicht mehr von ihrer Rente leben können, sondern auf staatliche Hilfe angewiesen sind, ist eine dramatische Entwicklung“, sagte Seif. „Die zunehmende Altersarmut ist für Politik und Gesellschaft eine der zentralen Herausforderungen.“

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Die vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden heute veröffentlichten Zahlen sind besorgniserregend. Am 31. Dezember 2013 waren in Hessen 7,2 und in Thüringen 7,3 Prozent mehr Menschen auf Grundsicherung im Alter angewiesen als im Jahr zuvor. In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Grundsicherungsempfänger ab 65 Jahren in Hessen nahezu verdoppelt, in Thüringen beträgt der Anstieg rund 66 Prozent.

„Wir fordern die Landesregierungen von Hessen und Thüringen auf, bei ihren Entscheidungen im Bundesrat sicherzustellen, dass Altersarmut bekämpft und nicht weiter verschärft wird“, betonte Seif. „Der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen wird hier ganz genau hinschauen.“

Um Altersarmut zu bekämpfen, müssten verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, etwa bei Rentnerinnen mit Grundsicherung. „Diese Frauen dürfen nicht benachteiligt werden, indem die Regierung ihnen die erhöhte Mütterrente als Einkommen anrechnet“, erklärte Seif. „Für Rentnerinnen und Rentner, die auf Grundsicherung angewiesen sind, muss ein Freibetrag von bis zu 100 Euro für die gesetzliche Anrechnung geschaffen werden.“

Besorgniserregend sei auch die wachsende Zahl der Empfänger von Grundsicherung wegen dauerhafter Erwerbsminderung. „Bei Menschen, die eine Erwerbsminderungsrente erhalten, ist die Gefahr besonders hoch, im Alter arm zu sein. Um eine spürbare Verringerung des Armutsrisikos zu erreichen, müssen daher die Abschläge für Erwerbsminderungsrentner von 10,8 Prozent abgeschafft werden“, forderte der VdK-Landesvorsitzende.
Autor: red

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Kommentare
Paulinchen
04.11.2014, 15:22 Uhr
Es ist schon mehr als traurig…
…dass man immer wieder lesen muss, dass die Altersarmut sich wie ein Krebsgeschwür ausbreitet. Nur gestatte ich mir hier festzustellen, dass wir Wähler selbst daran schuld sind.

Wir sollten künftig von unseren Volksvertretern vor der Stimmabgabe (!) eine eidesstattliche Erklärung abverlangen, dass sie sich tatsächlich um dieses wichtige, soziale Problem in ihrer Wahlperiode annehmen werden. Nur an solchen Dingen sollten wir die Volksvertreter messen. Um es mit den bekannten Worten eines Ministerpräsidenten zu sagen: „Wer uns belügt, der fliegt.“ (aber ohne Pension!)

Wir sollten uns angewöhnen, diesen Politikern noch viel mehr auf die Finger zu schauen. (Schön wäre es ja, wenn sie nach ihren Erfolgen zum Wohle der Bevölkerung bezahlt würden.) Ich könnte ja auch mal die Frage stellen, weshalb werden denn die Rentenerhöhungen nicht an die Diätenerhöhungen der Bundestagsabgeordneten angeknüpft? Dadurch ist das Problem „Altersarmut“ direkt und ohne Probleme vom Tisch!!

Ich als kein Fußballfan, fordere die sofortige Freilassung von Herrn Ulrich Hoeneß. Warum, werden sich jetzt viele fragen. Wussten Sie eigentlich, weshalb Merkel und Co. eine schwarze Null schreiben können und keine neuen Schulden aufnehmen müssen? Die erforderliche Neuverschuldung haben wir Bürger schon bezahlt und zwar mit den uns vorenthaltenen Zinsen, auf unsere Spareinlagen. Das waren mal eben 20 Milliarden Euro. (so Hr. Prof. Sinn vom Ifo-Institut)

Jetzt sollen wir demnächst auf unsere Spareinlagen, je nach Höhe und Form, Strafzinsen bezahlen. Wenn auch momentan nur auf Summen, die nur Politiker ihr eigen nennen können, aber es ist zumindest ein Anfang, an den sich das gemeine Volk schon mal gewöhnen kann. Und was bitte hat nun Herr U. Hoeneß falsch gemacht? Na ja – er hat es vielleicht dem Staat erst einmal gezeigt, wie man sich ohne Geld, Geld besorgen kann.

Für mich sind die Politiker alle Heuchler. Sie haben alle die Pfoten gehoben, als die Senkung des Rentenniveaus beschlossen wurde! Im Nachhinein müssen sie nicht so tun, als wäre das Volk an seiner schleichenden Verarmmutung schuld. Früher wollte ich mal immer mit einem Panzer durch die Volkskammer (Frauen durften das aber nicht) fahren, um einiges zu verbessern ……………………….. .

Heute hat es für mich der Schriftsteller Günter Grass auf den Punkt gebracht: „Wir leben im Moment im dritten Weltkrieg.“ Da muss das Volk bekanntlich sparen. Fehlt nur noch der Zerfall unseres Euro. 25 Jahre nach der Wende, sind wir immer noch im Osten Menschen zweiter Klasse. Da fehlt es am gleichen Lohn und der gleichen Rente. Neulich war ich in einem Autohaus und wollte eine Preisliste für einen Neuwagen, so einen mit Stern und vielen Ringen. Dort gab es aber nur eine Liste, die für Ost und Westbürger gemeinsam. ;-)

Auch hier sollten wir bei der nächsten Wahl sehr aufpassen, dass dieser Zustand endlich der Vergangenheit angehört und wir mal tatsächlich ein Volk werden. Die Politiker sind aber offensichtlich ganz froh darüber, denn verändert haben sie bislang nichts und werden reich und reicher.
hamster
04.11.2014, 16:44 Uhr
Es ist zum heulen,
mit ansehen zu müssen, wie dieser Staat unser Geld mit beiden Händen großzügig verteilt und für die Rentner bleibt nichts übrig.
I.H.
04.11.2014, 22:05 Uhr
Keine Angst,
der Wessie Ramelow, die zwölf Prozent SPD und die fünf Prozent Bündnis90 Grünen werden das alles richten. Oder hat daran jemand Zweifel?
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