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Di, 18:22 Uhr
04.11.2014

Längster Streik der DB-Geschichte sei reine Schikane

Dieser Streikaufruf macht die Deutsche Bahn sprachlos und sei reine Schikane! Während sich die Menschen in Deutschland darauf freuen, am 9. November den 25. Jahrestag des Mauerfalls zu feiern...


... wolle die GDL mit dem längsten Streik in der Geschichte der Deutschen Bahn das öffentliche Leben in unserem Land lahmlegen. "Wir rufen die GDL auf, den Streikaufruf unverzüglich zurückzunehmen und sich umgehend mit uns an den Verhandlungstisch zu setzen“, erklärt Ulrich Weber, DB-Vorstand Personal.

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Erneut müssen sich ab Donnerstag dieser Woche Millionen Reisende in Deutschland auf massive Beeinträchtigungen einstellen.

Die DB wird indes erneut alles unternehmen, um die Auswirkungen für ihre Kunden so gering wie möglich zu halten. Dennoch muss mit starken Beeinträchtigungen des Zugverkehrs gerechnet werden. Die DB bedauert dies außerordentlich und verweist ausdrücklich auf die alleinige Verantwortung der GDL für die zu erwartenden Unannehmlichkeiten. Erneut werden hunderte zusätzliche Mitarbeiter in den Verkehrsleitungen und auf den Bahnhöfen im Dienst sein.

Die DB sieht sich gezwungen, auf die Streikankündigung der GDL-Spitze ab Betriebsbeginn am Donnerstagmorgen bis einschließlich Sonntagnacht mit einem Ersatzfahrplan zu reagieren. Für die Dauer der GDL-Streiks im Personenverkehr arbeiten die Betriebszentralen, Fahrplaner, Disponenten und das weiterhin einsetzbare Fahrpersonal mit Hochdruck daran, die Fahrgäste im Nah- und Fernverkehr mit einem reduzierten Zugangebot an ihr Ziel zu bringen. Wie bei den vorhergehenden Arbeitsniederlegungen wird die DB auch dieses Mal versuchen, während des Streiks mindestens ein Drittel des Angebotes aufrecht zu erhalten.

Der Ersatzfahrplan für den Fernverkehr am Donnerstag, dem ersten Streiktag, ist bereits ab Dienstagabend, 19 Uhr, in den Auskunftssystemen über www.bahn.de/aktuell, den DB Navigator oder m.bahn.de abrufbar; Informationen zum Ersatzkonzept für den Regionalverkehr werden ebenfalls zeitnah zur Verfügung gestellt. Ab Mittwochabend, 18 Uhr, ist der Ersatzfahrplan für Freitag abrufbar. Das gilt auch für die weiteren Streiktage. Reisende haben so die Möglichkeit, sich rechtzeitig zu informieren.

Zusätzlich zur allgemeinen Servicenummer unter 0180 6 99 66 33 (20ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarife bei Mobilfunk max. 60ct/Anruf) wird die DB ab Dienstag, 18 Uhr, wieder die kostenlose Servicenummer unter 08000 99 66 33 schalten.

Fahrgäste, die aufgrund von streikbedingten Zugausfällen, Verspätungen oder Anschlussverlusten ihre Reise nicht wie geplant durchführen können, können ihre Fahrkarte und Reservierung im DB Reisezentrum oder in den DB Agenturen kostenlos erstatten lassen. Alternativ können Reisende den nächsten - auch höherwertigen - Zug nutzen. In diesem Fall wird bei zuggebundenen Angeboten, wie beispielsweise Sparpreis-Tickets, auch die Zugbindung aufgehoben.

Ausgenommen hiervon sind regionale Angebote mit erheblich ermäßigtem Fahrpreis (Schönes Wochenende-, Quer-durchs-Land- oder Länder-Tickets) sowie reservierungspflichtige Züge. Ergänzend zu den freiwilligen Kulanzregelungen der DB können die betroffenen Fahrgäste auch die gesetzlichen Fahrgastrechte in Anspruch nehmen.
Autor: red

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Kommentare
Luftikus
04.11.2014, 23:35 Uhr
hochbezahlte Lokführer wollen noch mehr ...
... und das Volk zahlt die Zeche. Welch ein Hohn! Ich würde es verstehen, wenn diese Lokführer unterbezahlt wären. Aber jeder LKW Fahrer hat nicht weniger Stress, und ist froh wenn er die Hälfte von dem verdienen würde, was ein Lokführer bekommt.
Von um die Ecke
05.11.2014, 07:08 Uhr
Schlecht informiert
Die Lokführer-Gewerkschaft will mit dem Streik erreichen, das sie in Tarifverhandlungen gegenüber der DB, nicht nur Lokführer vertreten darf, sondern auch Zugbegleitendes Personal.
Es geht um Berufsgruppen, deren Arbeitszeiten und Aufgaben ähnlich geartet liegen und daher auch ähnliche Tarife abschließen sollten.
Bisher darf die GDL ihre Zahlreichen Mitglieder im Zugbegleitpersonal nicht vertreten, sondern die Gewerkschaft EVG. Die hat aber nur verschwindend wenige Mitglieder im Fahrenden Personal, entsprechend liegt ihr Fokus auf anderen Persongruppen bei der DB.
Lokführer verdienen in Deutschland 400 bis 1000 euro unter dem Durchschnittslohn. So sehe ich da keine Spitzenverdiener. Im europäischen Vergleich ist es sogar noch schlimmer.
Warum ein LKW Fahrer so wenig verdient ist schlimm, aber vielleicht bräuchten sie eben auch eine schlagkräftige Gewerkschaft. Ein Grundrecht in Deutschland, warum gibt es den die nicht in der LKW Szene?
Leser X
05.11.2014, 07:20 Uhr
Dieses Land braucht noch viel mehr Streiks...
... denn nur so können wir und von einem Billiglohnland wieder zu einem Land entwickeln, wo jeder, der arbeitet, davon auch leben kann.

Unsere Medien interviewen immer mit Vorliebe gestrandete Passagiere, um Stimmung zu machen. Sollen sie doch lieber mal Menschen begleiten, die hart und lange arbeiten und zum Dank wenig Geld und Freizeit haben.
Janko
05.11.2014, 08:02 Uhr
lieber leser x,
ich bin mir absolut sicher, dass ein lokführer von seinem verdienst sehr gut leben kann.
Wolfi65
05.11.2014, 09:21 Uhr
Hoch bezahlte Lokführer
@Luftikus
Glauben Sie überhaupt das, was Sie hier schreiben?
Wissen Sie überhaupt, was ein Lokführer leistet, damit ein sicherer Bahnbetrieb aufrecht erhalten werden kann?
Können Sie sich überhaupt vorstellen, wie sich die Schichtarbeit und speziell die Verantwortung für die Reisenden und die Millionenwerte an Gütern, welche tagtäglich befördert werden, auf die Gesundheit über die Jahre hin sich auswirkt?
Dabei sind noch nicht einmal die psychischen Belastungen einberechnet, wenn sich wieder einmal ein Wirrkopf entscheidet, auf Kosten anderer das Leben zu nehmen und deren dauerhafte Dienstunfähigkeit zu provozieren.

Niemand will hier eine bestimmte Berufsgruppe besonderer Behandlung zukommen lassen, aber man hat jahrelang die Bahn stiefmütterlich behandelt und bekommt jetzt dafür die Quittung.

Auch möchte ich hier hervorheben, dass seit Jahren die Bahnvorstände still und heimlich tausende Arbeitsplätze bei der Bahn abgebaut haben, ohne dass die Öffentlichkeit davon Wind mit bekommen hat.
Jetzt hat die GDL den Spieß einmal herumgedreht und der öffentliche Aufschrei ist groß, während die ehemaligen Bahnchef sich ins Fäustchen lachen und wie Abfindungsnomaden, eine Firma nach der Anderen für den Börsengang kaputtsparen.
Dass die LKW Fahrer in einer ähnlichen Lage sich befinden, ist sehr bedauerlich.
Leider hat diese Berufsgruppe es verpasst, sich Gewerkschaftlich zu organisieren.
Sei es aus Angst vor dem Arbeitgebern und oder auch aus Desinteresse.
Diesen Umstand kann man aber den Lokführern nicht zur Last legen.
Wer Marktwirtschaft predigt, muss sich nicht wundern, wenn die Beschäftigten nicht nur die Pflichten, sondern auch die Rechte einer solchen ausüben.
Janko
05.11.2014, 12:17 Uhr
lieber wolfi65,
es mag ja sein, dass es den lokführern so schlecht geht, dass sie nicht wissen, wie sie ihre familie ernähren können. deshalb ist die lahmlegung der gesamten deutschen wirtschaft und demobilisierung von fünfeinhalb millionen bahnkunden über mehrere tage hinweg für mich schon einem terroristischen akt gleichzusetzen.
Wolfi65
05.11.2014, 13:56 Uhr
Gehts noch?
Lokführer und deren Gewerkschaft mit Terroristen gleichzusetzen, kann wirklich nur aus einer bestimmten Richtung kommen.
Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, als in dieser Zeitung darüber diskutiert wurde, welchen niedrigen Stellenwert die Bahn in der heutigen Zeit besitzt.
Jetzt, wo mal ein paar Tage Ruhe ist auf deutschen Gleisen, ist man sich der Gesamttransportleistung der LKW s wohl nicht mehr so sicher?
Es war mir schon immer klar, dass der Tag kommt, an dem man noch froh ist, dass ein funktionsfähiges Gleisstreckennetz vorhanden ist.
Auch der Umstand, dass im Moment die Erdölpreise am fallen sind, wird wohl daran nichts ändern.
Marode Autobahnen, Dauerbaustellen und die jährliche Erhöhung des LKW Aufkommens aus nah und Fern werden in nächsten Zeit noch ihr Übriges tun.
Man sollte sich also genau überlegen, wem man in Zukunft als Terroristen bezeichnen will.
Janko
05.11.2014, 14:30 Uhr
aus welcher ecke komme ich denn?
im moment komme ich aus der ecke der leute, die keine ahnung haben, wie sie am wochenende mehrere hundert kilometer zwischen arbeitsplatz und wohnung pendelnd zurücklegen sollen. und in welcher ecke hätten Sie mich gern, wolfi?
I.H.
05.11.2014, 19:33 Uhr
Wieviel Vergütung bekommt ein Bahnvorstand?
Im Bundesunternehmen Bahn bekommen Vorstände zwischen 1,1 und 2,5 Millionen Euro Vergütung. Dazu kommen noch bis zu knapp einer Million Pensionsaufwand. Und was leisten die dafür? Streckenstilllegungen, miesen Service, Fahrkartenpreise auf Flugticket-Niveau, dreckige Geisterbahnhöfe, Zug-Verspätungen ohne Ende, ...

Das die Schichtdienst an Wochenenden und Feiertagen schiebenden Lokführer denen Feuer unter dem Hintern machen, mag für den betroffenen Fahrgast ärgerlich sein. Verständlich ist es aber schon.
Eckenblitz
05.11.2014, 21:36 Uhr
Statler Waldorf
ich hätte nie geglaubt ihnen einmal recht zu geben. aber es ist genauso, wie sie schreiben. Die hohen damen und herren bekommen für den pfusch den sie abliefern eine mehr als stattliche besoldung.

ein lokführer oder zugbegleiter, der mitten in der nacht seinen dienst antreten muss, den verweigern eben diese damen und herren die forderungen. zum anderen setzen sich die lockführen für ihre kollegen/innen ein.

die bosse der bahn wollen die lockführer von den anderen trennen, damit sie leichtes spiel haben. das begleitpersonal kann nicht so einen druck ausüben. somit sind sie auf die unterstützung ihrer kollegen angewiesen. das halte ich nur für recht und billig, wenn hier einer den streick auf den rücken der fahrgäste ausübt, dann sind das die bahnbosse, die vor gier blind sind, oder
Pe_rle
06.11.2014, 00:04 Uhr
Streik bei der Bahn
jetzt macht die GDL das ,wo andere Berufsgruppen nicht den A... dazu in der Hose haben.Recht so
Und das ist erst der Anfang
Der Mensch läßt sich viel zuviel gefallen ,von Arbeitgebern und Politikern
NDHler
06.11.2014, 09:11 Uhr
Bahn Streik
Bei diesem Streik geht es doch von Anfang an nicht allein um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Lokführer. Tatsächlich trägt dieser Selbstdarsteller Weselsky einen unerträglichen Machtkampf auf dem Rücken der Bahn Kunden und der GDL Mitglieder aus.

Ein Streik ist ein Mittel, um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen und das nach gescheiterten oder ins Stocken geratenen Verhandlungen! Wurde bisher ausgiebig verhandelt? NEIN! Herr Weselsky nutzt diesen Arbeitskampf um seine Machtinteressen durchzusetzen in dem er für andere Berufsgruppen mit verhandeln möchte. Nur zur Erinnerung, die Abkürzung GDL bedeutet „Gewerkschaft der Lokführer“! Was soll dieses Theater?!

Dieser Streik, oder besser dieses Ausmaß, ist völlig unangebracht! Die Rückendeckung des GDL Chefs schwindet nun auch in den eigenen Reihen! Seine Tage als GDL Chef sind damit gezählt! Der Schuss wird also gewaltig nach hinten losgehen und das Ansehen von Gewerkschaften wird somit in Deutschland weiter sinken! Toll!
Von um die Ecke
06.11.2014, 11:04 Uhr
Das ist so eine Sache mit den Abkürzung Herr NDHler
Die Gewerkschaft GDL ist sehr alt und hiess Gewerkschaft Deutscher Lokführer und Anwärter. Aber schon seit vielen Jahren ist diese Gewerkschaft offen für das gesamte Fahrende Personal. Vom Zugführer Servicepersonal, Lokführer oder Bordtechniker.
In dem, inzwischen 4. Streik, will man nichts anderes, als alle Gewerkschaftsmitglieder tariflich zu vertreten.
Legetim wenn man die Mehrheit in der entsprechenden Berufsgruppen vertritt.
Somit geht es nicht um Geld sondern um Grundrechte.
Um mal einen alte Kommunistische Parole zu bemühen" wenn dein starker Arm es will, stehen alle Räder still" . Und eben die Lokführer sind der stärkste Arm im Eisenbahn System.
360grad
06.11.2014, 13:03 Uhr
NDHler, sie lassen sich aber leicht
hinter das Licht führen, obwohl ich aber auch zugeben muss, dass die Propaganda früher leichter zu erkennen war. Heute kann man beruhigt davon ausgehen, dass die Medien zum allergrößten Teil die Interessen ihrer Besitzer vertreten, und die Pressefreiheit eigentlich nicht mehr existiert.
Bis auf wenige Ausnahmen:
http://mobil.n-tv.de/wirtschaft/Schuld-ist-nicht-die-GDL-article13906071.html
360grad
06.11.2014, 13:28 Uhr
Wenn man da etwas tiefer reingeht
wird es noch schlimmer.
Hier sind die Hintergründe gut beschrieben und man sieht, welches Ausmaß die interessengeleitete Fehlinformation angenommen hat.
Wenn sich das fortsetzt, bleiben wirklich nur noch die Bananen und die Reisefreiheit über, wenn man sich diese leisten kann.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=23772
Eckenblitz
06.11.2014, 13:29 Uhr
Dobrindt
ausgerechnet der man der sich wegen seiner maut überall im gespräch ist, verlangt von der bahn, dass sie gegen die gewerkschaften vor gericht ziehen. das zeigt sehr deutlich, wer die handlanger der wirtschaftsbosse sind.

ich bin ja nur gespannt ob die politiker auch den arsch in der hosen haben, um gegen die arbeitgeber vor gericht zu ziehen, wenn die mindestlöhne nicht eingehalten werden? oder wenn wie heute schon zu sehen, die so genannten arbeitnehmen plötzlich viel mehr an leistung erbringen müssen und das für einen hungerlohn.

8,50 € ist nichts weiter als ein hungerlohn, denn der staat verlangt von dem geld auch noch kräftig steuern. darüber hören sie von den wirtschaftsmarionetten kein wort. auch über die zunehmende armut äußern sich von den handlangern niemand, warum auch, sie leben ja in in überfluss.

die politiker sollten sich lieber um die einhaltung der wirtschaftsgesetze kümmern, aber was machen sie, sie sorgen dafür, dass es immer mehr steuerliche schlupflöcher gibt. im bundestag sind mehr lobbyisten tätig, als politiker/innen und ihr anhang, sollte man meinen?

die politiker sollten lieber ihrer regulären arbeit nachgehen und nicht jährlich milliarden steuergelder verschwenden. man hat das gefühl die regierenden sind nur noch da, um der wirtschaft in den berühmten A zu kriechen und das beherrschen sie perfekt, wie ein herr dobrindt wieder einmal unter beweiß stellt, oder sollte ich mich da täuschen?
caesarndh
06.11.2014, 15:59 Uhr
Besser geht nicht!
Das habe ich im Moment gelesen:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bahn-streik-der-lokfuehrer-arbeitskampf-ist-ein-geschenk-a-1001337.html

Besser kann man die Situation nicht beschreiben.
Zukunft
06.11.2014, 16:18 Uhr
Die Maske ist ab
Man muss den Augstein nicht mögen, doch er blickt hinter den Vorhang der Macht der Mächtigen, die sich wieder einmal vorzüglich der Medien bedienen.

Man muss auch den DLG-Chef nicht mögen, doch man sollte sich mit seiner Biografie schon mal beschäftigen. Seit der Ukraine-Berichterstattung unserer mächtigen Medien bin ich vorsichtig und suche im Netz nach anderen Ansichten oder Herangehensweisen an das jeweilige Thema.

Und wenn da ein Ex-Gewerkschaftsboss plötzlich einen dicken Posten bekommt, dann bitte: Achtung.

Hier geht es letztlich (auch) um das Aufweichen des Streikrechtes. Wartet nur ab, wie sich unsere SPD verhält? Hier geht es um puren Kapitalismus. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.
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