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Mo, 11:22 Uhr
24.11.2014

138 hilfesuchende Frauen abgewiesen

Die Frauenhäuser in Thüringen sind personell unterbesetzt und räumlich ungenügend ausgestattet. Die dramatische Folge dieser Situation: Im vergangenen Jahr mussten die Einrichtungen 138 hilfesuchende Frauen abweisen...


Sie konnten wegen einer teilweise mehr als 100-prozentigen Auslastung nicht aufgenommen werden. Darauf macht der Paritätische Landesverband zum morgigen Tag gegen Gewalt an Frauen aufmerksam.

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Vor diesem Hintergrund begrüßt der Sozialverband die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag von Linkspartei, SPD und Grünen. Danach soll die Infrastruktur aus Frauenhäusern und Frauenschutzwohnungen, Interventionsstellen und Täterberatung bedarfsgerecht gesichert und mit einer Koordinierungsstelle ausgestattet werden.

Wie notwendig der Ausbau der Infrastruktur auf diesem Gebiet ist, zeigen nach Einschätzung von Karin Kretschmer, der Referentin für Frauen, Familie und Beratungsstellen beim Paritätischen, auch die steigenden Zahlen von Fällen häuslicher Gewalt in Thüringen.

Im vergangenen Jahr wurde die Polizei 3031 Mal zu entsprechenden Einsätzen gerufen – 92 Einsätze mehr als im Vorjahr. In 2600 Fällen ging es um den Schutz weiblicher Opfer. Aber auch Kinder mussten geschützt werden: In 328 polizeilichen Fällen waren Kinder und Jugendliche direkt betroffen. (Die Zahl der indirekt mitbetroffenen Kinder und Jugendliche ist um ein vielfaches höher.) Durch die räumlichen und personellen Engpässe in den Frauenhäusern konnte die besonders wichtige Betreuung der mitbetroffenen Kinder teilweise nur unzureichend gewährleistet werden.

Allerdings, so Kretschmer, zeigen diese Zahlen nur das Hellfeld der Gewalt im häuslichen Bereich. Laut einer Dunkelfeldstudie aus Niedersachsen lässt sich das Verhältnis von Hell- und Dunkelfeld bei körperlicher Gewalt in Paarbeziehungen auf etwa 1:9 schätzen. Die vier landesweiten Interventionsstellen wurden in 988 Fällen häuslicher Gewalt aktiv. In 99,6 Prozent der Fälle (984) waren Kinder und Jugendliche direkt mitbetroffen.

In den Thüringer Frauenhäusern wurden 2013 insgesamt 477 Frauen und 422 Kinder aufgenommen, 2328 wurden ambulant betreut, 19,7 Prozent der Fälle betrafen Frauen mit Migrationshintergrund. 90 Täter und Täterinnen wurden beraten, davon waren drei Frauen und 87 Männer.

In Thüringen gibt es vier Interventionsstellen, 14 Frauenhäuser, 31 Frauenzentren, 19 Kinder- und Jugendschutzdienste, zwei Täterberatungsstellen, 50 Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen. Im Paritätischen sind 45 Träger dieser Einrichtungen organisiert.
Autor: red

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Kommentare
Pro112
24.11.2014, 16:56 Uhr
Aber Platz für Ausländer
Kann ich nur Kopfschütteln, für Ausländischen Flüchtlingen wird jede menge Platz gemacht , aber nicht für hilfesuchende Frauen. Armes Deutschland, wo sind wir hier nur hin gekommen.
360grad
24.11.2014, 17:44 Uhr
Pro112, Kopfschütteln?
Keine Ausländer mehr - alle Probleme gelöst?
Vorsicht beim Kopfschütteln, zu viel davon kann Schäden verursachen!
Boris Weißtal
24.11.2014, 21:41 Uhr
Richtig 360
in unserem Land werden die Armen gegeneinander ausgespielt!
"Misshandelte deutsche Frauen werden abgewiesen, Asylanten bekommen Alles". Tolle NPD-Logik!
Dass Starbucks, Zalando, Amazon, Apple, IKEA und wie sie alle heissen, ihre in Deutschland gemachten Gewinne hier NICHT versteuern müssen, ist der eigentliche Skandal. Würden sie und die Höniße, Zumwinkels und Co. ihre Steuern HIER zahlen, hätten wir genug Geld für arme Deutsche und hilfsbedürftige Ausländer und genug Geld für ausreichend Lehrer und Erzieher gleichermaßen.

Das ist der Skandal! Aber die Medien spielen lieber die kleinen Leute gegeneinander aus und der braune Rand profitiert davon und merkt es nicht einmal.
Pe_rle
25.11.2014, 09:21 Uhr
Boris Weißtal
Sie glauben doch nicht allen ernstes,daß wenn IKEA &Co hier Steuern zahlen müßten ,Geld an den unteren Teil der Gesellschaft weiter gegeben werden würde.
Merkel & co sind doch Frauen und arme Menschen völlig egal,
die brauchen Geld um in der Welt gut da zustehen.
Da mal ne halbe Milliarde ,und da mal Hilfe für andere.
Die Deutschen bleiben auf der Strecke oder unter der Brücke
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