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Mi, 10:22 Uhr
26.11.2014

Zweimal Straubing, zweimal bis ans Limit

Die Saison ist kurz. Die Saison ist intensiv. Wie intensiv, das zeigt sich erneut an den kommenden beiden Wochenenden. Nach einer dreiwöchigen Regenerationspause empfängt die Boxstaffel des Nordhäuser SV (NSV) zunächst am Samstagabend den BC Straubing in der Nordhäuser Ballspielhalle...

Noch ist die Ballspielhalle leer... (Foto: Sandra Arm) Noch ist die Ballspielhalle leer... (Foto: Sandra Arm)

Sieben Tage später steht für die Bundesliga-Mannschaft um Cheftrainer Andreas Dietrich-Scherfling der Rückkampf in Straubing auf dem Plan. „Vor heimischem Publikum wollen wir ganz klar gewinnen und möglichst hoch. Das ist das Ziel“, blickt Scherfling voraus.

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Mit einem Erfolg könnten die Nordhäuser sogar wieder an die Tabellenspitze stürmen und dem Projekt „Meisterschaft“ wieder ein Stück näher kommen. Den Spitzenplatz nimmt momentan der SV Motor Babelsberg, der ein Saisonkampf mehr auf seinem Konto hat, ein. „Sollte es uns gelingen, dass wir gegen Straubing relativ deutlich gewinnen, dann sollte der Sprung an die Tabellenspitze machbar sein“, denkt Scherfling laut nach. Abzuwarten bleibt, ob die Babelsberger beim BSK Hannover/Seelze bestehen können. „Ich hoffe, Seelze gewinnt. Die Aufgabe ist nicht einfach, denn Babelsberg hat eine starke Mannschaft.“

Rechenspiele hin oder her: Der NSV muss in heimischer Halle erst einmal seine Pflicht erfüllen. Dafür kann Scherfling erneut nicht auf seine bevorzugte Sieben zurückgreifen. Trotz eines breit aufgestellten Kaders in allen sieben Gewichtsklassen sind einige der Topleute beim deutsch-polnischen Ländervergleich gefordert. Den NSV trifft es mit sechs Kämpfern richtig hart. Nicht zur Verfügung stehen: Robert Harutyunyan (Leichtgewicht), Kastriot Sopa (Halbweltergewicht), Slawa Kerber (Weltergewicht), Denis Radovan (Mittelgewicht), Leon Bunn und Mateusz Tryc (beide Halbschwergewicht). Hinzu kommen angeschlagene Kämpfer wie Amet Eminovic und Balázs Bacskai, deren Einsätze beim Heimkampf gegen Straubing noch offen sind.

Angesichts der personellen Engpässe war es für Scherfling und Mannschaftsleiter Michael Döring nicht einfach, eine schlagkräftige Mannschaft zu Papier zu bringen. „In einigen Gewichtsklassen war es ein Muss, den Kämpfer aufzustellen. In anderen wie dem Halbschwer- und dem Schwergewicht können wir auch mit Blick auf den Rückkampf in Straubing ein wenig variieren“, sagt Scherfling verbunden mit einer leisen Hoffnung, dass sich keiner der eingesetzten Kämpfer am Wochenende verletzt.

Einen starken Eindruck hinterließ zuletzt Dias Kuzembaev in Babelsberg. Belohnt wurde er für seine Leistung noch nicht. Nun erhält er im Bantamgewicht (57 Kilogramm) erneut den Vorzug vor Erik Sokolov und will sich mit einem erneut starken Auftritt nun dem Nordhäuser Publikum präsentieren. „Dias hat bisher die stabilste Leistung abgeliefert“, begründet Scherfling die Wahl. Sein Gegner könnte Edgar Walth heißen. Der Straubinger wurde ebenfalls für den Ländervergleich nominiert. „Er steht zwar auf der Liste für den Vergleich, aber wir rechnen fest mit ihm in Nordhausen“, sagt Scherfling.

Für Straubing zählt Walth mit zu den Punktegaranten. Zuletzt in Hannover musste er sich allerdings Sharafa Ramann umstritten geschlagen geben. „Edgar ist ein starker Junge, schwer zu schlagen, sehr vielseitig, physisch enorm stark und ihn muss man mit Köpfchen boxen“, weiß Scherfling, der mit einem Kampf auf Augenhöhe rechnet.

Seinem dritten Saisoneinsatz für die Nordhäuser fiebert Tobias Tatai im Leichtgewicht (61 Kilogramm) entgegen. „Seinen ersten Kampf gewinnt er kampflos, im zweiten in Babelsberg hat er ebenfalls nicht enttäuscht“, sagt Scherfling, der noch ein bisschen mehr von Tatai sehen will und auf eine Steigerung hofft. Heißt sein Gegner am Samstag Howik Barsegjan, der sich bisher in einer ausgezeichneten Verfassung präsentierte, dann ist Tatai wie auch das heimische Publikum mehr als gefordert.

Ende Januar gab es das Duell: Clarence Goyeram gegen Eugen Dahinten. Damals verließ der Straubinger Dahinten den Ring als Sieger. Zur Neuauflage im Halbweltergewicht (65 Kilogramm) könnte es am Samstag kommen. Der schwedische „Einflieger“ Goyeram ist gesetzt, der Einsatz von Dahinten eine Möglichkeit. Optional steht dem Gegner noch der zuletzt erfolglose Liridon Klinaku zur Verfügung. Schon vor der 20-minütigen Pause ist Spannung im Ring mehr als garantiert.

Danach geht es nicht minder spannend weiter. Im Weltergewicht (70 Kilogramm) rechnet Scherfling fest mit dem gegnerischen Einsatz von Klemens Ruder, der sich nach der Niederlage gegen den deutschen Meister Abbas Barou (Babelsberg) rehabilitieren will. „Das ist ein alter Haudegen, ein Fuchs im Ring, der aber nicht mehr so sehr die Frische hat“, sagt Scherfling. Dennoch zählt Ruder mit zu den Punktegaranten. Für die Nordhäuser stehen Cihan Calik als auch Angelo Welp für einen Einsatz zur Verfügung.

Gleich in mehrerer Hinsicht schmerzhaft war der vergangene Saisonkampf für Balázs Bacskai. Nicht nur die knappe Niederlage der Mannschaft schmerzte, sondern auch die eigene, die zusätzlich mit einer Verletzung einherging. Diagnose: Haarriss an der Schädeldecke. „Es ist nur angerissen, nicht durch“, beruhigt Scherfling. Ob der ungarische Publikumsliebling nach der dreiwöchigen Pause am Samstag wieder ins Geschehen eingreifen kann, ist noch offen. Die Entscheidung fällt kurzfristig. Parallel bereitet sich Meriton Rexhepi im Mittelgewicht (76 Kilogramm) auf seinen ersten Saisoneinsatz vor. „Meriton ist kein schlechter und wird bei einem Einsatz nicht als Punktelieferant in den Ring steigen. Er wird kämpfen.“ Nur gegen wen: Emre Cukur oder Angel Roque? Bisher gab es für beide noch keinen Sieg. Vielleicht überraschen die Donaustädter auch mit einer weiteren Option.

In den beiden oberen Gewichtsklassen, Halbschwer- und Schwergewicht, gibt es auf Nordhäuser Seite zwei Namen, die zuletzt in Babelsberg absolut überzeugend aufgetreten sind. Igor Teziev und Vladimir Ivanov erhalten erneut das Vertrauen von Scherfling. Für beide ist es der erste Saisonkampf vor heimischen Publikum, dementsprechend motiviert werden sie auch in den Ring steigen. Die Wahl zugunsten von Ivanov fiel Scherfling nicht leicht: „Ich traue auch einem Max Keller einen Sieg in Nordhausen zu. Ich will aber kein Risiko eingehen, weil ich die Leistung des Russen noch ein bisschen höher einschätze. Max wird auf jeden Fall seine Chance auf einen weiteren Einsatz noch erhalten.“

Auf Straubinger Seite hat Trainer Sandro Schaer die Qual der Wahl. Ihm stehen im Halbschwergewicht (82 Kilogramm) der zuletzt siegreiche Viktor Fröhlich als auch Flamujr Mehmeti zur Verfügung. Auf den Russen Ivanov wartet im Schwergewicht (+91 Kilogramm) entweder Anatolij Popp oder Roman Gorst. Wer auch im Ring stehen mag, einfach wird es keineswegs. „Vom Niveau wird sich alles auf Augenhöhe abspielen. Nuancen wie die Tagesform und das Publikum werden ausschlaggebend sein“, sagt Scherfling, der sich auf einen spannenden Boxabend freut. „Wenn es spannend ist, dann ist es umso schöner und die Zuschauer bleiben wach.“
Sandra Arm

Für den Nordhäuser Boxabend sind Tickets zum Preis von 10 Euro bei Döring Bauelemente in der Hesseröder Straße 60 unter Telefon 03631/46500 oder 0171/2459931 in Nordhausen erhältlich.
Autor: red

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