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Mi, 14:58 Uhr
26.11.2014

Ab sofort schnelles Internet für Frankenhäuser Ortsteile

Seit heute haben die Bürger und Gewerbetreibende der Bad Frankenhäuser Ortsteile Esperstedt, Seehausen und Udersleben sich eine schnelle DSL-Verbindung ins Haus zu holen...

Es ist soweit. Die neuen schnellen Internet-Anschlüsse sind verfügbar. Absofort können fast 600 Betriebe und Haushalte in den Ortsteile Esperstedt, Seehausen und Uderslebender der Stadt Bad Frankenhausen mit bis zu 50 Megabit /Sekunde (MBit/S) im Internet surfen. Und das ist nicht alles. Das neue Netz sei so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig funktionieren.

Ab sofort schnelles Internet für Frankenhäuser Ortsteile (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Ab sofort schnelles Internet für Frankenhäuser Ortsteile (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Das verkündeten heute Bad Frankenhausen Bürgermeister Matthias Strejc und der Projektleiter der Telekom, Robby Regitz.
Um die Haushalte und Unternehmen in den Ortsteilen mit Breitband zu versorgen, hat die Deutsche Telekom drei Knotenpunkte (in jedem Ortsteil einen) aufgebaut und fast neun Kilometer modernster Glasfaserkakel verlegt, siehe Kabelbaum in der Mitte.

Ab sofort schnelles Internet für Frankenhäuser Ortsteile (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Ab sofort schnelles Internet für Frankenhäuser Ortsteile (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Wie die Leistungsfähigkeit der neuen Kabel ist, veranschaulicht das obige Bild. Das scheinbar „mickrige“ Kabel, was der Bürgermeister in der Hand hält reicht zur Versorgung von 15.000 Haushalten, das bisherige dicke Versorgungskabel (mit Kupferdrähten) zu den Ortschaften gerade mal für 300 Haushalte.
Die in den drei Ortsteilen verlegten Kupferleitungen müssen allerdings nicht ersetzt werden, so die gute Nachricht. Es muss also in den Ortsteilen nicht von Haus zu Haus gebuddelt werden.

Jetzt liegt es an den Bürgern und Unternehmen ob und wie schnell am an das Breitbandnetz angeschlossen wird, so Robby Regitz. Wer Interesse hat meldet sich bei der Telekom oder deren Vertriebspartner und es wird ermittelt, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um den schnellen DSL-Anschluss zu bekommen. Es könne sein, das vorhanden Router nur neu eingestellt oder eventuell auch ersetzt werden müssen.

Bürgermeister Strejc erläuterte, wie die Herangehensweise war. Zuerst waren diese Bedarfsbögen auszufüllen, damit ermittelt werden konnte, wie der Bedarf für schnelles Internet ist. Da haben sich erfreulich viel Bürger beteiligt. Diese Beteiligung war wichtig, so Strejc, damit überhaupt Fördermittel beantragt werden konnten. Denn ohne Fördermittel hätte der Breitbandausbau nicht geklappt.

Von der Zahl der Anschlüsse her wäre es nicht möglich gewesen, dass der Kabelanbieter das Verlegen der Leitungen wirtschaftlich hätte betreiben können. Die Deckungslücke von rund 116.000 Euro wurde für die Telekom ausgeglichen. Durch Fördermittel des Freistaats Thüringen kamen 82.000 Euro herein und den Rest legte die Stadt Bad Frankenhausen dazu.

Da Fördermittel flossen, gab es eine Ausschreibung bei der die Telekom das beste Angebot abgab. Der einzige zweite Bieter war teurer und wollte die Versorgung über Funk regeln.
Mit den neuen Glasfaserleitungen besteht später sogar die Möglichkeit die Geschwindigkeit auf bis zu 100 Megabit /Sekunde zu steigern.

Jetzt besteht die „Kuriosität, dass in den Ortsteil wesentlich schnelleres Internet bezogen werden kann, als in der Kernstadt Bad Frankenhausen. Bei der Ermittlung des Bedarfs für die Ortsteil gab es damals nur Fördermittel, wenn das Internet langsamer als 2 Mbit/s war. Für die die Kernstadt mit ihren je nach Straße 8 bis 16 Mbit/s gab es keine Förderung.

Bürgermeister Strejc gab jetzt aber Entwarnung. Die Förderrichtlinie wurde verändert und aufgestockt. Jetzt lief in der Kernstadt die Befragungsaktion. Jetzt werden dem Breitbandkompetenzzentrum die Ergebnisse übermittelt und es läuft das Verfahren, werden die Telekommunikationsfirmen von sich aus das Glasfasernetz einrichten, oder ist es nicht wirtschaftlich genug, dann müssen wieder Fördermittel beantragt werden. Wir werden als Stadt Bad Frankenhausen, so Strejc, falls erforderlich die 25 Prozent Eigenmittel aufbringen.

Beide, Strejc und Regitz betonten, DSL-Ausbau im ländlichen Raum ist eine Herausforderung, aber die schnelle DSL-Anbindung ist nicht nur in Großstädten ein wichtiger Standtortfaktor.

Autor: khh

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