Sa, 09:10 Uhr
29.11.2014
Schwerpunkt Evangelischer Religionsunterricht
Bei der am gestrigen Freitag stattfindenden 2. Sitzung der 4. Kreissynode ging es im ersten Teil schwerpunktmäßig um den evangelischen Religionsunterricht und Beschlüsse dazu...
Evangelischer Religionsunterricht – Herausforderungen und Chancen, unter dieser Überschrift informierte Frau Passolt die Kreissynode über den aktuellen stand, sowohl in Thüringen, als auch im Kreis.
Sie stellt fest, evangelischer Religionsunterricht (RU)erfreut sich hoher Akzeptanz. Rund 28 Prozent der Schülerinnen und Schüler nehmen in Thüringen daran teil, soweit der Unterricht angeboten wird (7 Prozent beim katholischen RU). Im Kyffhäuserkreis liegt mit 15 Prozenz der Durchschnitt wesentlich niedriger, was ihrer Meinung zwei Ursachen hat.
Zum einen resultiert das aus der Vergangenheit, zum anderen ist es dem ländlichen Raum geschuldet, denn es sei zu beobachten , dass der Prozentsatz in größeren Ballungsgebieten deutlich höher ist.
Ein Hürde eben dabei die Stärke der Gruppen. Der RU kann nur angeboten werden, wenn die Gruppenstärke mindestens 14 beträgt, hier hat eben der Kyffhäuserkreis gegenüber den größeren Städten Türingens einfach schlechtere Karten.
Es wurde aber auch festgestellt:
Religionsunterricht ist ein hohes demokratisches Gut.
Der RU muss gesetzeskonform angeboten und durchgeführt werden. Die Eltern sollten sich bemerkbar machen, wenn der RU nicht angeboten wird, riet Frau Passolt denn das gehört zu gesetzeskonform dazu.
Hinsichtlich der Durchführung verwies Passolt auf die Vereinbarung mit dem Freistaat Thüringen über die Durchführung des RU. Die Refinanzierung der Unterrichtsstunden durch den Freistaat sei bisher gesichert, allerdings nur wenn der Unterricht durchgeführt wird. Selbst wenn der Pfarrer vor Ort war und der Unterricht aus anderen Gründen ausfiel gibt es keinen Cent. Ob der RU an den Schulen in der Form auch durch eine neue Regierung in Thüringen weiter stattfindenden wird, sei noch unklar.
Generelles Problem des RU: Die staatlichen Lehrkräfte überaltern und Nachwuchs sei nicht wirklich in Sicht. Das treffen aber auch für die Kirche selbst zu. Das Beispiel der gestrige Beschluss:
Im Kirchenreis Bad Frankenhausen – Sondershausen wird eine Kreispfarrstelle für Religionsunterricht und Jugendarbeit für die Dauer von drei Jahren (maximal auf die Dauer von sechs Jahren erweiterbar) zum nächstmöglichen Zeitpunkt errichtet und zeitnah zeitnah ausgeschrieben. Der Beschluss des Kreiskirchenrates vom 1.9.2014 wird hiermit bestätigt.
Der Beschluss wurde einstimmig gefasst. Der Kreiskirchenrat hatte in seiner Entscheidung der Kreissynode schon mal vorgegriffen und die Ausschreibung (für Pfarrer oder geeignete pädagogische Kraft) gestartet. Bisher gab es nicht eine Rückmeldung obwohl die Ausschreibungsfrist am Sonntag endet!
Schulpfarrerin Frau Bertling-Beck hatte die Kreissynode über die Arbeit am Kyffhäusergymnasium Bad Frankenhausen informiert. Im RU seien alle Religionen angesprochen worden bis hin zu einem Fall einer Indianerreligion. Wichtig sei es, beim RU alle fremden Religionen zu würdigen. Auf die Möglichkeit des RU weist sie immer am Tag der offenen Tür im Kyffhäusergymnasium hin, was gut funktioniere.
Die Kreissynode tagte gestern noch bis kurz vor Mitternacht. Weitere Informationen zu einem späteren Zeitpunkt.
Autor: khhEvangelischer Religionsunterricht – Herausforderungen und Chancen, unter dieser Überschrift informierte Frau Passolt die Kreissynode über den aktuellen stand, sowohl in Thüringen, als auch im Kreis.
Sie stellt fest, evangelischer Religionsunterricht (RU)erfreut sich hoher Akzeptanz. Rund 28 Prozent der Schülerinnen und Schüler nehmen in Thüringen daran teil, soweit der Unterricht angeboten wird (7 Prozent beim katholischen RU). Im Kyffhäuserkreis liegt mit 15 Prozenz der Durchschnitt wesentlich niedriger, was ihrer Meinung zwei Ursachen hat.
Zum einen resultiert das aus der Vergangenheit, zum anderen ist es dem ländlichen Raum geschuldet, denn es sei zu beobachten , dass der Prozentsatz in größeren Ballungsgebieten deutlich höher ist.
Ein Hürde eben dabei die Stärke der Gruppen. Der RU kann nur angeboten werden, wenn die Gruppenstärke mindestens 14 beträgt, hier hat eben der Kyffhäuserkreis gegenüber den größeren Städten Türingens einfach schlechtere Karten.
Es wurde aber auch festgestellt:
Religionsunterricht ist ein hohes demokratisches Gut.
Der RU muss gesetzeskonform angeboten und durchgeführt werden. Die Eltern sollten sich bemerkbar machen, wenn der RU nicht angeboten wird, riet Frau Passolt denn das gehört zu gesetzeskonform dazu.
Hinsichtlich der Durchführung verwies Passolt auf die Vereinbarung mit dem Freistaat Thüringen über die Durchführung des RU. Die Refinanzierung der Unterrichtsstunden durch den Freistaat sei bisher gesichert, allerdings nur wenn der Unterricht durchgeführt wird. Selbst wenn der Pfarrer vor Ort war und der Unterricht aus anderen Gründen ausfiel gibt es keinen Cent. Ob der RU an den Schulen in der Form auch durch eine neue Regierung in Thüringen weiter stattfindenden wird, sei noch unklar.
Generelles Problem des RU: Die staatlichen Lehrkräfte überaltern und Nachwuchs sei nicht wirklich in Sicht. Das treffen aber auch für die Kirche selbst zu. Das Beispiel der gestrige Beschluss:
Im Kirchenreis Bad Frankenhausen – Sondershausen wird eine Kreispfarrstelle für Religionsunterricht und Jugendarbeit für die Dauer von drei Jahren (maximal auf die Dauer von sechs Jahren erweiterbar) zum nächstmöglichen Zeitpunkt errichtet und zeitnah zeitnah ausgeschrieben. Der Beschluss des Kreiskirchenrates vom 1.9.2014 wird hiermit bestätigt.
Der Beschluss wurde einstimmig gefasst. Der Kreiskirchenrat hatte in seiner Entscheidung der Kreissynode schon mal vorgegriffen und die Ausschreibung (für Pfarrer oder geeignete pädagogische Kraft) gestartet. Bisher gab es nicht eine Rückmeldung obwohl die Ausschreibungsfrist am Sonntag endet!
Schulpfarrerin Frau Bertling-Beck hatte die Kreissynode über die Arbeit am Kyffhäusergymnasium Bad Frankenhausen informiert. Im RU seien alle Religionen angesprochen worden bis hin zu einem Fall einer Indianerreligion. Wichtig sei es, beim RU alle fremden Religionen zu würdigen. Auf die Möglichkeit des RU weist sie immer am Tag der offenen Tür im Kyffhäusergymnasium hin, was gut funktioniere.
Die Kreissynode tagte gestern noch bis kurz vor Mitternacht. Weitere Informationen zu einem späteren Zeitpunkt.







