Mo, 14:31 Uhr
01.12.2014
Rückblick und Vorausschau bei der Kreissynode
Über einen für den Evangelischen Kirchenkreis Bad Frankenhausen - Sondershausen sehr wichtigen Punkt, den Religionsunterricht hatte kn bereits berichtet. In seinem späteren Rechenschaftsbericht kündigte Superintendent Kristóf Bálint im Rahmen der Herbstkreissynode auch den Beitritt in das Bündnis gegen Rechts an...
Zuerst blickte Bálint auf das zurück, was in der letzten Zeit geschahen war. Dazu sagte er:
"Wir haben schöne Gottesdienste gefeiert, wenn ich da an die Investitur-Gottesdienste (26.01., 18.05. und 28.09.) für die Regionalpfarrämter denke, die vielen Himmelfahrtsgottesdienste (der in Volkenroda wegen Dauerregens im Christuspavillon), der Elf-Kirchengemeinden-unter-einem-Dach-Gottesdienst in Urbach, die Gottesdienste zur Wiederinbesitznahme der Kirchen in Thüringenhausen (18.05.) und in Wolferschwenda (15.06.), den Gottesdienst zur 490. Wiederkehr der Fürstenpredigt Thomas Müntzers in Allstedt, den Gottesdienst am Mutzenbrunnen zu Seehausen und zur Namensgebung der St. Elisabeth-Kirche in Gundersleben (20.09.), die Osternacht in Wolferstedt, die Light-Night-Jugendkirche am Reformationstag in Clingen, die vielen Gemeindegottesdienste Sonntag für Sonntag, zu denen die Menschen sich unter dem Wort Gottes versammeln, die vielen Gemeindefeste, wie z.B. das in St. Vitus in Großmehlra oder in Ringleben oder in Ichstedt. Wir trafen uns am 22.März zum Kirchenältestentag hier im CSS, die Vorsitzenden und Stellvertretenden Vorsitzenden der GKR trafen sich am 23.10. zum ersten Mal mit Amtsleiter Hänel und mir in der Bendelebener Orangerie, um anstehende Fragen der Kirchenältesten gemeinsam zu bedenken und nach Antworten zu suchen."
Besorgniserregend fand Bálint auch den Wahlkampf und was sich seitdem bis heute abspielt. Er sagte:
"In der Folge der friedlichen Revolution riefen die Ostdeutschen bei den Demonstrationen: Kommt die D-Mark bleiben wir, kommt sie nicht, gehen wir zu ihr. Wir Ostdeutsche haben damit ganz klar das Kriterium von Wirtschaftsflüchtlingen erfüllt.
Nunmehr gibt es Orte in unserem Landkreis, die die Parteien wählen, die den Flüchtlingen aus Syrien, Afghanistan, Eritrea u.a. Ländern genau das vorwerfen, obwohl dort Krieg und größte Not herrscht. Ich finde es schwer erträglich, dass das in Deutschland möglich ist. Wohl weiß ich, dass Meinungsfreiheit ein hohes Gut ist und auch dazu beiträgt, seine Meinung durch den Diskurs hindurch zu wandeln, aber ich kann und will mir nicht vorstellen, das in Deutschland soviel Herzlosigkeit herrscht, dass Menschen einander keinen Schutz bieten vor Krieg, Hunger und Missbrauch verschiedenster Art.
Ich finde es beschämend, dass nicht weit von hier am Busbahnhof Parolen gegen andere Menschen standen. Jeder Flüchtling wird einem genauen und rechtsstaatlichen Prüfverfahren unterzogen und seine 5 Gründe geprüft. Ich wünschte mir mehr Vertrauen in unsere Behörden und mehr Mitmenschlichkeit auf unseren Straßen und in unseren Herzen. Deshalb bin ich froh, über viele Zeichen der Anteilnahme und Hilfsbereitschaft, denn hier zeigen wir unser wahres Gesicht. Weil es aber wichtig ist, dass wir Flagge zeigen und deutlich machen, dass jeder Mensch gleich wertvoll ist, deshalb hat sich der KKR entschlossen, dem Bündnis gegen Rechts im Kyffhäuserkreis beizutreten.
Wir wollen nicht zusehen, wie eine Menge von leider viel zu vielen Menschen behauptet, dass Ihnen etwas weggenommen würde, zumal das Gegenteil nachweislich und wissenschaftlich nachgewiesen worden ist. Unsere Menschlichkeit erweist sich gerade darin, wie wir mit den Fremden in unserer Mitte umgehen.
Für die Zukunft kündigte er an:
"Wir planen für 2015 wieder eine Kirchenentdeckertour, diesmal mit allen Mitarbeitern und den beiden Schulen in Greußen."
Am Schluss sagte er:
" Im Neuen Kirchenjahr werden wir vor einige Entscheidungen gestellt.
So müssen wir endlich zu einer Antwort auf die Frage kommen, ob wir mit den Kirchenkreisen Südharz und Mühlhausen, zu einem gemeinsamen KKA kommen wollen oder nicht. Schon vier Jahre sind wir auf dem schwierigen Weg dorthin, der inzwischen schon verheissungsvolle Etappen hatte und nun fast vor dem Aus steht. Wir werden nachher genaueres dazu hören. Mir ist jedoch wichtig an dieser Stelle zu betonen, dass wir die bisherige gute Zusammenarbeit und Versorgung durch das KKA Gotha nicht aufgeben werden zugunsten einer einseitig orientierten und die Interessen unseres Kirchenkreises nicht ausreichend berücksichtigenden Lösung.
Die komplette Rede finden Sie unter:
Bericht über das kirchliche Leben
Autor: khhZuerst blickte Bálint auf das zurück, was in der letzten Zeit geschahen war. Dazu sagte er:
"Wir haben schöne Gottesdienste gefeiert, wenn ich da an die Investitur-Gottesdienste (26.01., 18.05. und 28.09.) für die Regionalpfarrämter denke, die vielen Himmelfahrtsgottesdienste (der in Volkenroda wegen Dauerregens im Christuspavillon), der Elf-Kirchengemeinden-unter-einem-Dach-Gottesdienst in Urbach, die Gottesdienste zur Wiederinbesitznahme der Kirchen in Thüringenhausen (18.05.) und in Wolferschwenda (15.06.), den Gottesdienst zur 490. Wiederkehr der Fürstenpredigt Thomas Müntzers in Allstedt, den Gottesdienst am Mutzenbrunnen zu Seehausen und zur Namensgebung der St. Elisabeth-Kirche in Gundersleben (20.09.), die Osternacht in Wolferstedt, die Light-Night-Jugendkirche am Reformationstag in Clingen, die vielen Gemeindegottesdienste Sonntag für Sonntag, zu denen die Menschen sich unter dem Wort Gottes versammeln, die vielen Gemeindefeste, wie z.B. das in St. Vitus in Großmehlra oder in Ringleben oder in Ichstedt. Wir trafen uns am 22.März zum Kirchenältestentag hier im CSS, die Vorsitzenden und Stellvertretenden Vorsitzenden der GKR trafen sich am 23.10. zum ersten Mal mit Amtsleiter Hänel und mir in der Bendelebener Orangerie, um anstehende Fragen der Kirchenältesten gemeinsam zu bedenken und nach Antworten zu suchen."
Besorgniserregend fand Bálint auch den Wahlkampf und was sich seitdem bis heute abspielt. Er sagte:
"In der Folge der friedlichen Revolution riefen die Ostdeutschen bei den Demonstrationen: Kommt die D-Mark bleiben wir, kommt sie nicht, gehen wir zu ihr. Wir Ostdeutsche haben damit ganz klar das Kriterium von Wirtschaftsflüchtlingen erfüllt.
Nunmehr gibt es Orte in unserem Landkreis, die die Parteien wählen, die den Flüchtlingen aus Syrien, Afghanistan, Eritrea u.a. Ländern genau das vorwerfen, obwohl dort Krieg und größte Not herrscht. Ich finde es schwer erträglich, dass das in Deutschland möglich ist. Wohl weiß ich, dass Meinungsfreiheit ein hohes Gut ist und auch dazu beiträgt, seine Meinung durch den Diskurs hindurch zu wandeln, aber ich kann und will mir nicht vorstellen, das in Deutschland soviel Herzlosigkeit herrscht, dass Menschen einander keinen Schutz bieten vor Krieg, Hunger und Missbrauch verschiedenster Art.
Ich finde es beschämend, dass nicht weit von hier am Busbahnhof Parolen gegen andere Menschen standen. Jeder Flüchtling wird einem genauen und rechtsstaatlichen Prüfverfahren unterzogen und seine 5 Gründe geprüft. Ich wünschte mir mehr Vertrauen in unsere Behörden und mehr Mitmenschlichkeit auf unseren Straßen und in unseren Herzen. Deshalb bin ich froh, über viele Zeichen der Anteilnahme und Hilfsbereitschaft, denn hier zeigen wir unser wahres Gesicht. Weil es aber wichtig ist, dass wir Flagge zeigen und deutlich machen, dass jeder Mensch gleich wertvoll ist, deshalb hat sich der KKR entschlossen, dem Bündnis gegen Rechts im Kyffhäuserkreis beizutreten.
Wir wollen nicht zusehen, wie eine Menge von leider viel zu vielen Menschen behauptet, dass Ihnen etwas weggenommen würde, zumal das Gegenteil nachweislich und wissenschaftlich nachgewiesen worden ist. Unsere Menschlichkeit erweist sich gerade darin, wie wir mit den Fremden in unserer Mitte umgehen.
Für die Zukunft kündigte er an:
"Wir planen für 2015 wieder eine Kirchenentdeckertour, diesmal mit allen Mitarbeitern und den beiden Schulen in Greußen."
Am Schluss sagte er:
" Im Neuen Kirchenjahr werden wir vor einige Entscheidungen gestellt.
So müssen wir endlich zu einer Antwort auf die Frage kommen, ob wir mit den Kirchenkreisen Südharz und Mühlhausen, zu einem gemeinsamen KKA kommen wollen oder nicht. Schon vier Jahre sind wir auf dem schwierigen Weg dorthin, der inzwischen schon verheissungsvolle Etappen hatte und nun fast vor dem Aus steht. Wir werden nachher genaueres dazu hören. Mir ist jedoch wichtig an dieser Stelle zu betonen, dass wir die bisherige gute Zusammenarbeit und Versorgung durch das KKA Gotha nicht aufgeben werden zugunsten einer einseitig orientierten und die Interessen unseres Kirchenkreises nicht ausreichend berücksichtigenden Lösung.
Die komplette Rede finden Sie unter:
Bericht über das kirchliche Leben

