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Mi, 20:10 Uhr
03.12.2014

Pilger bittet um Nachtquartier im „Kloster“ Bad Frankenhausen

Wenn man zu dem älteren Semester gehört, glaubt man schon fast alles erlebt zu haben. Doch das Leben überrascht uns immer wieder. Am 1. Dezember (kurz nach Beginn der Krippenspielprobe) „klopfte“ ein Pilger an die Tür der Unterkirche Bad Frankenhausen und bat um ein Nachtquartier.

Pilger bittet um Nachtquartier im „Kloster“ Bad Frankenhausen (Foto: Peter Zimmer) Pilger bittet um Nachtquartier im „Kloster“ Bad Frankenhausen (Foto: Peter Zimmer)

Er hatte in seinen Informationen festgestellt, dass es in Bad Frankenhausen ein Kloster gäbe und so kam die evangelische Kirchgemeinde zu ihrem ersten Pilgergast seit der Auflösung des Cistercienserklosters 1539. Der evangelische Christ und gelernte Bäcker John Maik ist etwa 50 Jahre alt und in Kassel zu Hause.

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In einem Gemeindeabend in Kassel wurde über das Pilgern gesprochen. Da sein Betrieb seit Anfang des Jahres umgebaut wird, nutzte er die Möglichkeit und machte sich im März diesen Jahres auf die Pilgerreise. Von Kassel aus ging es über Luxemburg, Frankreich, Italien, Österreich und von dort aus zurück nach Deutschland auf dem Wege nach Kassel. Er fand Nachtlager in Pfarrhäusern, Pilgereinrichtungen und Klöster.

Am 2. Dezember – nach einer Übernachtung im Augustinerkloster zu Erfurt machte sich Pilger Maik gegen 5.00 Uhr auf den Weg gen Bad Frankenhausen, um im vermeintlichen Kloster Quartier zu finden. Hier kam er gegen 16.00 Uhr an. Trotz des Irrtums wurde er freundlich aufgenommen und musste nicht auf einer Parkbank oder anderswo übernachte; selbstverständlich bekam er von Pfarrerin Seifert auch einen Stempel in seine Papiere als Nachweis für einen weiteren Abschnitt auf dem Pilgerweg.
Pilger bittet um Nachtquartier im „Kloster“ Bad Frankenhausen (Foto: Peter Zimmer)
Pilger bittet um Nachtquartier im „Kloster“ Bad Frankenhausen (Foto: Peter Zimmer)
Pilger bittet um Nachtquartier im „Kloster“ Bad Frankenhausen (Foto: Peter Zimmer)

In der Frühe des 3. Dezember sollte es auf die nächste Etappe gehen gen Heimatstadt, aber durch den Wintereinbruch mit Schnee entschloss sich John Maik, die letzte Etappe per Zug zurückzulegen. Herr Seifert brachte ihn per Auto nach Sondershausen zum Zug nach Kassel. Dort wird er dann wieder in seinem Backbetrieb arbeiten und viel zu erzählen haben. Mal sehen, wann der nächste Pilger um ein Nachtquartier im Kloster zu Bad Frankenhausen bittet – gastfreundlich sind wir aber auf jeden Fall.

Text und Fotos: Peter Zimmer
Vorsitzender
Kirchengemeinderat Bad Frankenhausen
Autor: khh

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