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Fr, 16:32 Uhr
12.12.2014

Wetter-Rückblick 2014 (Dezember 2013)

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat den Wetterverlauf des Jahres 2014 Tag für Tag und rund um die Uhr überwacht, etwa 30 000 Mal frühzeitig vor gefährlichen Wetterlagen gewarnt und diese dokumentiert. Wie auch im Vorjahr hat der DWD Medienberichte über größere Schäden durch Unwetter in Deutschland gesammelt und ausgewertet...

Dezember 2013

Am 5./6. beeinflusste Orkantief „Xavier“ mit seinem Sturmfeld fast ganz Deutschland. Besonders schwer traf es den Norden mit Orkanböen und Sturmflut, sowie das Bergland (Orkanböen und Schneeverwehungen).

Im Vorfeld wurden zahlreiche Maßnahmen zur Vorsorge eventueller Schäden vorgenommen. Der Fährbetrieb nach Helgoland und zu den friesischen Inseln wurde eingestellt. In Hamburg, Bremen und Hannover wurden der Flugbetrieb eingeschränkt und zahlreiche Schulen in Norddeutschland ebenso geschlossen wie viele Weihnachtsmärkte nördlich der Linie Kassel - Leipzig.

Der Bahnverkehr kam in Schleswig-Holstein fast vollkommen zum Erliegen, der Verkehr zwischen Hannover und Hamburg, Cuxhaven und Hamburg und auf der Weser-Elbe-Bahn wurde vorübergehend eingestellt. Störungen wurden auch aus Nordrhein-Westfalen gemeldet, wo beispielsweise auf der Strecke Recklinghausen - Münster ein Zug ca. 6 Stunden festsaß.

Durch Beschädigungen der Oberleitungen kam es zu Stromausfällen, u. a. an der Mecklenburger Seenpatte und in Hemfurth am Edersee. „Xaver“ trug ca. 400 000 Kubikmeter Boden im Landkreis Rostock ab. Auf den ostfriesischen Inseln gab es erhebliche Dünenabbrüche, auf der Westseite der Insel Juist gingen 25 Meter Dünen verloren, ähnlich auf Langeoog. In Hamburg entgleiste eine U-Bahn, weil ein Baum auf den Gleisen lag, der Fischmarkt stand nach der zweiten Sturmflut komplett unter Wasser und ein Altenheim mit 300 Bewohnern musste evakuiert werden.

In Cuxhaven wurde das Dach eines Hochhauses abgedeckt und auf Helgoland hielten Fensterscheiben dem Druck des Sturmes nicht stand. In Stralsund deckte der Sturm das Dach eines Discounters ab, in Wismar wurden die bis 5 Meter langen Turmuhr-Zeiger der Marienkirche in 82 m Höhe verdreht und vor Schloss Bellevue in Berlin stürzte der 13 Meter hohe Weihnachtsbaum um.

Bei Mechernich (Kreis Euskirchen) knickte „Xaver“ ein 100 Meter hohes Windrad. Schnee- und Graupelschauer sorgten bis in die Niederungen für glatte Straßen. In Schleswig-Holstein ereigneten sich etwa 100 Unfälle und auf der A9 und A93 im Raum Hof sowie auf der A7 in Osthessen kam es nach witterungsbedingten Unfällen zu Staus.

Gefrierender Regen führte am 14./15. vor allem in der Südhälfte zu glatten Straßen und nachfolgend zu Unfällen. Bei Bad Kösen (bei Naumburg/Saale) wurde eine Frau schwer verletzt, nachdem sich ihr Wagen überschlug. Im Kreis Böblingen (BW) wurde der Busverkehr vorübergehend eingestellt. In Wuppertal und Schwaben stürzten drei Radfahrer und verletzten sich schwer. Wird fortgesetzt
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