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Di, 20:19 Uhr
30.12.2014

Gelungene Integration

Gemeinsames Projekt mit dem Sondershäuser Bildungsverein und dem Ferienpark Feuerkuppe. Dazu erreichte kn von der Feuerkuppe folgender Bericht...

Wenn für 17, 18, oder 19- jährige Jugendliche eine ganz normale Ausbildung beginnt, haben es Jugendliche mit einem geistigen Handicap schwer, integrativ, entsprechend ihren Möglichkeiten mitten in unserer Gesellschaft beruflich vorwärts zu kommen. Seit Jahren wird das Wort „Inklusion“ groß geschrieben, aber für geistig behinderte Jugendliche nach einer gelungenen schulischen Integration gibt es momentan keine Alternative zur Werkstatt.

Gelungene Integration (Foto: Ferienpark Feuerkuppe) Gelungene Integration (Foto: Ferienpark Feuerkuppe)

Jacqueline Lieder wurde mit dem Down-Syndrom geboren, besuchte schon damals vor gut 18 Jahren ganz normal, wie jedes andere Kind auch, die Kinderkrippe und später den Kindergarten. Durch eine Elterninitiative wurde gemeinsam mit der Stiftung Finneck und der Grundschule Ebeleben das Projekt „Lernen unter einem Dach“  in Ebeleben gegründet. Gesetzmäßig verankert wurde das Recht auf eine schulische Integration von behinderten und nichtbehinderten Kindern im Thüringer Schulgesetz erst viel später.

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Nunmehr steht Jacqueline als 19-Jährige vor der berechtigten Frage: Soll dieser integrative Weg hier beendet sein? Wie geht es auch für mich mit einer Ausbildung entsprechend meiner Möglichkeiten weiter? Habe ich nicht auch ein Recht dazu, gemeinsam mit nicht behinderten Jugendlichen zu lernen?

Zur Zeit absolviert Jacqueline eine Qualifizierungsmaßnahme zur Integration in das Arbeitsleben
beim Sondershäuser Bildungsverein in Kooperation mit dem Ferienpark Feuerkuppe. Dieses ist ein sehr gutes Beispiel für gelebte Inklusion. Die Maßnahme wird von der Arbeitsagentur Nordhausen gefördert.

Leider ist das Thema Inklusion – Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben und am Arbeitsleben – oft nur ein Lippenbekenntnis und es fehlen geeignete Maßnahmen und Strukturen. Familie Lieder möchte für Ihre Tochter den richtigen Weg finden, um das was die UN-Behinderten-Konvention fordert, auch umsetzen zu können.

Vom Team des Sondershäuser Bildungsverein erlangt Jaqueline die sozialpädagogische und psychologische Betreuung und im Ferienpark Feuerkuppe findet sie die Angliederung in das Arbeitsleben.

Familie Lieder bedankt sich bei beiden Vereinen mit einer Spende von jeweils 500,00 € für die soziale Arbeit.

Familie Lieder sagte zur Scheckübergabe: “Dieses erst einmal „alternative Fenster“ zu öffnen, hat uns als Eltern sehr viel Kraft, Hartnäckigkeit, schlaflose Nächte und viel, viel Zeit gekostet. Jacqueline zeigt uns jeden Tag, dass dieser Weg sich lohnt!“
Autor: khh

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