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Di, 16:50 Uhr
06.01.2015

Siegel der Regionalität nicht hergeben

Auf die Äußerungen des Bundesagrarministers Christian Schmidt (CSU), dass durch das TTIP („Transatlantic Trade and Investment Partnership“) europäische Hersteller regionaler Spezialitäten ihren Schutz verlieren könnten, reagiert die landwirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, Dagmar Becker mit Sorge...


„Die Ursprungsbezeichnung ist mehr als ein Qualitätsbegriff für den Verbraucher, denn die Bürgerinnen und Bürger, nicht nur in Thüringen, wissen genau was hinter der Bezeichnung Thüringer Bratwurst steckt und was nicht.“

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Hinter der geschützten Ursprungsbezeichnung der Europäischen Union stehe Traditionsbewusstsein und eine kluge Marketingstrategie für regionale Lebensmittel für die sich auch die SPD in Thüringen stark macht.

Deshalb sei es wichtig, dass die Europäische Kommission die Garantie auf die Bezeichnung regionaler Spezialitäten am heutigen Tag bestätigt hat und sogar den stärkeren Schutz sowie eine stärkere Anerkennung der geografischen Angaben innerhalb des TTIP fördern möchte.

„Eine Ausdehnung auf den amerikanischen Markt ist ein wichtiger Schritt für unsere landwirtschaftliche Produktion und die Vermarktung unserer traditionsreichen Erzeugnisse. Allerdings gilt das nur, wenn deren Schutz mit festen Regeln von Seiten der EU ausgehandelt und garantiert wird,“ betont Becker.
Autor: red

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Kommentare
360grad
06.01.2015, 23:07 Uhr
Das Siegel der Regionalität nicht hergeben, aber alles andere schon!
Der Eindruck, dass hier ein billiges Ablenkungstheater aufgeführt wird, verdichtet sich langsam zur Gewissheit. Unsere politischen “Anführer“ hoffen, dass Spreewaldgurken, Schwarzwälder Schinken und weitere Spezialitäten dem Wahlvolk wichtiger sind, weil leichter greifbar , als die geplante Einschränkung demokratischer Entscheidungen durch das im TTIP enthaltene Investorenschutzabkommen.

Wozu muss es in anerkannten Rechtssystemen private Schiedsgerichte geben, bei denen die Entscheidungen nicht demokratisch kontrolliert und korrigiert werden dürfen? Dieses Abkommen wird dramatische Folgen haben, denn damit wird für die Durchsetzung der Interessen der internationalen Großkonzerne ein eigenes, jeglicher Kontrolle entzogenes, geheimes Rechtsystem errichtet, welches nicht wieder durch die Entscheidung einzelner Vertragspartner abgeschafft werden kann.
Und noch etwas muss gefragt werden: Wem nützt ein Kooperationsabkommen zwischen wirtschaftlichen Wettbewerbern und auf wessen Kosten soll das funktionieren? Welchen Nutzen hat das Regulatory Cooperation Council und wer hat diesen Nutzen?
Man kann durch Eingabe von ein paar Stichworten in eine Suchmaschine erfahren, dass im Handelsabkommen der USA mit Australien auf diesen privatgerichtlichen Investorenschutz verzichtet wurde. Wahrscheinlich, weil die Australier im Gegensatz zu uns erkennen durften, um was es für sie dabei geht.

Ich meine, dass unsere gewählten „Anführer“ mal auf ihre Gehaltsabrechnung gucken sollten, um festzustellen, von wem sie eigentlich bezahlt werden.

Hoffentlich steht dort der zu erwartende Absender!

Welche Gründe könnten Merkel und Gabriel haben, um ein, für jeden erkennbar antidemokratisches Abkommen wie das TTIP gegen jede Vernunft und jeden Widerstand durchpeitschen zu wollen?

Frau Becker, es geht hier um wesentlich mehr, als von Ihnen erkannt!
Eckenblitz
06.01.2015, 23:14 Uhr
Frau Becker
Eine Ausdehnung auf den amerikanischen Markt ist ein wichtiger Schritt für unsere landwirtschaftliche Produktion und die Vermarktung unserer traditionsreichen Erzeugnisse. Allerdings gilt das nur, wenn deren Schutz mit festen Regeln von Seiten der EU ausgehandelt und garantiert wird,“ betont Becker.

auf solche garantien können Sie lange warten, eher geht die welt unter bevor sie von den amerikanischen politikern und wirtschaftsbossen so eine zusage bekommen. dieses abkommen hat nur einen zweck und das ist die vormachtstellung. wer sich mit dem vertrag auseinandersetzt, bekommt das sehr schnell mit, bis auf unsere ach so schlauen superpolitiker.

von denen kann man keine eigene meinung verlangen, die müssen erst einmal die b... lesen oder bei der führungsspitze anrufen, bevor sie sich öffentlich äußern, oder nicht? nehmen sie nur ihren genossen gabriel. Wie der sich äußert, muss man annehmen, der weiß nicht wovon er da spricht, oder?
Leser X
07.01.2015, 07:13 Uhr
TTIP wäre ein Thema für PEGIDA
Das wäre doch mal ein Thema für PEGIDA. Diese Volksbewegung sollte weniger gegen Ausländer wettern, sondern besser gegen die Polit-Demagogen im eigenen Land, die TTIP als etwas gutes verkaufen wollen. Und zumindest bei diesem Thema kann man dann auch mit Fug und Recht einen Teil unserer Medien als Lügenpresse bezeichnen.
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